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Seed Cycling: Natürliche Hormonregulation mit Samen und Kernen

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 30.11.2019 Laura Hindelang
© iStockphoto

Kleine Kerne mit großer Wirkung: Beim Seed Cycling werden – angepasst an die jeweilige Zyklusphase – verschiedene Samensorten in die Ernährung integriert. Sie sollen die Produktion der benötigten Hormone ankurbeln und ein Gleichgewicht herstellen.

Unterleibsschmerzen, Stimmungsschwankungen, unregelmäßige Blutungen – mit der Menstruation gehen oft unschöne Nebeneffekte einher.

Grund dafür sind meistens hormonelle Störungen: Die beiden für den Zyklus wichtigsten Hormone Östrogen und Progesteron befinden sich im Ungleichgewicht.

Um die Botenstoffe in ihre natürliche Balance zurückzubringen und auf lange Sicht zu stabilisieren, kann Seed Cycling helfen.

Wie funktioniert Seed Cycling?

Das Prinzip hinter dem Konzept ist simpel: Der weibliche Körper wird mit vier Samen, bzw. Kernen unterstützt: Lein -und Sesamsamen, Kürbis -und Sonnenblumenkernen.

Angepasst an die beiden Zykluspahsen stehen täglich je zwei verschiedene Sorten auf dem Speiseplan. Einen Esslöffel der beiden Sorten sollte man täglich zu sich nehmen.

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Da Hormone aus Fett bestehen, helfen die in den Samen reichlich enthaltenen Fettsäuren bei der Produktion der in der jeweiligen Zyklusphase benötigten Botenstoffe.

Die kleinen Krafpakete sind zudem reich an Vitaminen, Mineral -und Ballaststoffen sowie Antioxidantien, die den Hormonstoffwechsel positiv beeinflussen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Samen pur oder in der Küche verarbeitet werden. Ob im Müsli, Smoothie, Brot oder als knuspriges Salat-Topping – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

 

Follikelphase: Kürbiskerne und Leinsamen

Die erste Hälfte des Zyklus, die sogenannte Follikelphase, beginnt mit dem Einsetzen der Menstruation. Unbefruchtete Eizelle und Gebärmutterschleimhaut werden abgestoßen und müssen von Neuem wachsen.

Die obere Schicht der Schleimhaut wird wieder aufgebaut. Im Eierstock reifen die Follikel, in denen jeweils eine Eizelle keimt. Für das Wachstum wird Östrogen benötigt.

An dieser Stelle helfen Leinsamen und Küriskerne. Die beiden Saaten enthalten zum einen jede Menge Omega-3-Fettsäuren, die die Produktion des follikelstimulierende Hormons FSH anregen und so das Wachstum der Follikel fördern.

Zum anderen strotzen die Samen vor Lignanen, einemsekundären Pflanzenstoff, der als Pyhtoöstrogen wirkt. Diese sind dem Östrogen so ähnlich, dass sie an die entsprechenden Rezeptoren binden und die Ausschüttung des Botenstoffs bewirken können.

 

Lutealphase: Sesamsamen und Sonnenblumenkerne

Nachdem eine einzelne Eizelle zum Eisprung gelangt ist, wandelt sich der Follikel zum Gelbkörper um. Dieser stellt wiederum das Hormon Progesteronbereit, das den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet.

Dabei helfen Sesam und Sonnenblumenkerne. Sie können dank hohem Gehalt an Omega-6-Fettsäuren die Progesteronproduktion ankurbeln.

Ebenfalls in den beiden Saaten enthalten sind Lignane, die an dieser Stelle vor allem überschüssiges Östrogen binden.

 

Fazit Seed Cycling: Natürliche Hormonunterstützung

Seed-Cycling gilt als natürliches Mittel, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Studien zu dem Phänomen gibt es bisher allerdings keine.

Allemal ist es einen Versuch wert. Schließlich sind die kleinen Samen voller gesunder Inhaltsstoffe, die statt lästigen Nebenwirkungen ausschließlich gesundheitsfördernde Eigenschaften mitbringen.

Außerdem kann die intensivere Beschäftigung mit dem eigenen Zyklus zu mehr Achtsamkeit und einem besseres Gespür für den eigenen Menstruationszyklus führen.

Bis tatsächlich Effekte des Seed-Cyclings spürbar werden, kann es allerdings drei bis vier Monate dauern, da die Eizellen rund hundert Tage zum Reifen benötigen.

 

Leckere FIT FOR FUN-Rezepte für das Seed Cycling

Ob pur, im Müsli, als Topping oder Mus: Kerne und Samen passen einfach zu jeder Tageszeit. Darum ist es auch gar nicht so schwierig, die kleinen Kraftpakete in unsere Ernährung zu integrieren.

Hier sind ein paar Ideen aus der FIT FOR FUN-Küche.

 

Rezept: Veganer Grünkohlsalat mit Sesam-Tahini-Dressing

© Tanith Schmelzeisen @sheloveseating

Rezept: Zuckerfreie Müsliriegel mit Leinsamen, Quinoa und Banane

© Tanith Schmelzeisen @sheloveseating

Rezept: Kürbis-Kokos-Suppe mit Kürbiskern-Topping

Rezept: Eiweißbrot mit Sonnenblumkernen, Nüssen und Quark

© Janne Peters/Fit For Fun

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