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Winterjacke im Kindersitz: ADAC warnt vor Gefahr und gibt hilfreiche Tipps

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 02.12.2021 Bunte.de Redaktion
Kind Autositz © Bereitgestellt von BUNTE.de Kind Autositz

Mit sinkenden Temperaturen braucht die Heizung im Auto immer länger, um richtig warm zu werden. Um nicht zu frieren, behalten daher viele Autofahrer kurzerhand ihre warmen Jacken an. Auch die Kinder werden in dicker Winterkleidung in den Sitz befördert. 

Damit setzen Eltern ihre Kinder allerdings einer Gefahr aus, die den wenigsten bewusst sein dürfte und die eigentlich leicht zu verhindern ist. Wie der ADAC aufklärt, liegt durch die prall gefütterte Winterjacke der Anschnallgurt nicht optimal auf. Für den Gurt entsteht dadurch ein Spielraum zum Körper – eine oft unterschätzte Gefahr.

Anschnall-Gurt schneidet stark in den Bauch ein – innere Blutungen möglich 

Kommt es zu einem Auffahrunfall oder einer Notbremsung – und hierbei reicht schon etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit –, schneidet der Gurt ungewöhnlich stark in den Bauch ein. "Hier kann es ganz schnell zu Quetschungen kommen", erklärt Volker Sandner, ADAC-Crashtest-Leiter, in einem Video des Verkehrsclubs.

Schwerwiegende Verletzungen der Weichteile wie Darm, Leber oder Milz seien ebenfalls mögliche Folgen, es könne sogar zu inneren Blutungen führen, schreibt der ADAC ergänzend in einem Beitrag.


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Im Video ist ein simulierter Auffahrunfall mit einer Geschwindigkeit von 16 km/h zu sehen. Der Dummy in Kindergröße mit Winterkleidung sitzt angeschnallt in einem Kindersitz. Trotz des niedrigen Tempos ist deutlich zu sehen, wie der Gurt durch die Kleidung hindurch in den Körper einschneidet.

Aus diesem Grund weist der ADAC ausdrücklich darauf hin, den Gurt stets eng am Körper anzulegen: "Idealerweise umspannt er eng die Hüftknochen bei Erwachsenen beziehungsweise die Oberschenkel bei Kindern."

Mit einer Decke oder Jacke, die über den Gurt gelegt wird, können Kinder im Auto warm gehalten werden

Eltern können ihren Kindern an kalten Tagen die Winterjacke oder eine Decke – am besten aus dem beheizten Haus – einfach über Gurt und Sitz legen. So ist das Kind optimal gesichert und hat es warm. Handschuhe, Mütze und Schal können für weitere Wärme sorgen.

Auch für Erwachsene gilt im Auto: Winterjacke aus. Denn neben der Gefahr eines einschneidenden Gurtes schränkt dicke Kleidung die Bewegungsfreiheit beim Autofahren ein. Auf Handschuhe, Schals und schwere Stiefel sollten Erwachsene daher dem ADAC zufolge ebenfalls verzichten.

Zwar gibt es keine Vorschrift für richtiges Schuhwerk am Steuer – der ADAC warnt jedoch, dass schweres Schuhwerk den feinfühligen Umgang mit Gas und Bremse erschweren könnte. Gerade bei Schnee und Eis muss der Fahrer jedoch stets in der Lage sein, angemessen reagieren zu können. 

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