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Blähbauch und Co: Die Reihenfolge der Lebensmittel kann Probleme verursachen

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 20.06.2020 BUNTE.de Redaktion
Symbolbild Blähbauch © iStock/Tharakorn Symbolbild Blähbauch

Auch wenn man sich bewusst und ausgeglichen ernährt, können sich nach den Mahlzeiten ein unangenehmes Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen oder sogar Übelkeit einstellen. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber eine entscheidende und oftmals vernachlässigte Rolle könnte die Reihenfolge spielen, in der wir verschiedene Nahrungsmittel zu uns nehmen. Auf "instyle.de" gibt die Ernährungsexpertin Nina Habres nützliche Tipps zu diesem Thema.

Keine Patentrezepte

Nina Habres stellt von vorneherein klar, dass es keine echten Patentrezepte gegen Unwohlsein nach dem Essen gibt. Dazu seien die Ursachen zu zahlreich und von Einzelfall zu Einzelfall auch zu verschieden. Aber abgesehen von individuellen Lebensmittel-Unverträglichkeiten oder durch Stoffwechsel bedingte Probleme, ließen sich so manche Beschwerden wie Blähungen praktisch bereits im Vorfeld mit guter Planung vermeiden.

Das kann gegen Blähungen noch tun.

Langsam essen, gründlich kauen

Zuallererst solle man beim Essen prinzipiell jegliche Hektik vermeiden und vor allem gründlich und bedächtig kauen. Gesunde Ernährung und Verdauung beginnt bereits im Mund. Aber laut Habres spielt in der Ernährungsmedizin inzwischen auch ein anderer Faktor eine entscheidende Rolle – eben die Reihenfolge, in der die verschiedenen Nahrungsmittel auf unserem Teller und später in Mund und Magen landen.

Manche Lebensmittel werden schneller verdaut als andere

Das Prinzip sei eigentlich ganz einfach. Die verschiedenen Lebensmittel werden unterschiedlich schnell verdaut. Und laut der von Habres angeführten Sicht des US-Mediziners Stanley Bass werden die Speisen auch in der Reihenfolge verdaut, in der sie dem Körper zugeführt werden, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Obst zum Beispiel werde sehr viel schneller verarbeitet als etwa Nüsse oder Fleisch. Nimmt man nun aber zuerst Speisen zu sich, an denen die Verdauung länger arbeiten muss, so wäre diese für später zugeführte, eigentlich schneller zu verarbeitende Nahrungsmittel quasi blockiert. Da sie aber trotzdem bereits mit Verdauungssäften in Kontakt gerieten, könne es zu Gärprozessen kommen, die wiederum Blähungen oder andere Beschwerden auslösen.

Hier ein paar hilfreiche Tipps zum Verzehr von Obst und Gemüse.

Die richtige Reihenfolge beugt Beschwerden vor

Diese Ansicht vertritt auch der von Habres ebenfalls angeführte österreichische Heilfasten-Spezialist Doktor Franz Xaver Mayer. Er ist der Überzeugung, dass verschiedene Lebensmittel nur dann optimal verdaut und verarbeitet werden können, wenn sie in der richtigen Reihenfolge verzehrt werden, und zwar abhängig von dem Zeitraum, den der Körper für ihre Verdauung benötigt. Mayer hat hierfür auch eine Tabelle erstellt, die die Verdauungszeiten und damit indirekt die Speisenfolge der verschiedenen Lebensmittelgruppen angibt:

  • Obst: 15-20 Minuten

  • Fettarmer Fisch: 30 Minuten

  • Gegartes Gemüse: 40-50 Minuten

  • Stärkehaltiges Gemüse: 60 Minuten

  • Hülsenfrüchte und Getreide: 90 Minuten

  • Rind- und Lammfleisch: 2-3 Stunden

  • Nüsse: 2,5-3 Stunden

  • Schweinefleisch: 4,5-5 Stunden

Daraus ergibt sich zum Beispiel, dass es eher ungünstig ist, sein Menü mit einem Obstsalat abzuschließen. Der sollte eigentlich am Anfang stehen. Und man sollte seinen Ernährungsplan mit der Lebensmittelgruppe beenden, die am meisten Verdauungszeit benötigt. Das würde in einer effektiveren und schnelleren Verdauung resultieren, Beschwerden nach dem Essen könnten so vermieden werden und auch die Darmflora würde profitieren.

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