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Öko-Test enthüllt: Knapp jedes fünfte Mineralwasser verunreinigt

Brigitte-Logo Brigitte 30.05.2020
© Shutterstock/Shark_749

Öko-Test hat insgesamt 100 Mineralwasser unter die Lupe genommen – mit einem bedenklichen Ergebnis. 18 Mineralwasser waren verunreinigt.

Öko-Test hat Mineralwasser untersucht. Damit stand diesmal ein Produkt auf dem Prüfstand, das so gut wie jeder von uns im Haus hat. Die Ergebnisse waren teils erfreulich – die Hälfte der Produkte erhielt eine Bestnote. Umso unerfreulicher sind jedoch die Verunreinigungen, die in immerhin knapp einem Fünftel der Wasser gefunden wurden. 

So kann es sein, dass man mit einem Schluck vermeintlich frischem Mineralwasser Süßstoffe bis Pestizidrückstände zu sich nimmt. Lecker? Eher weniger, aber theoretisch sogar logisch. Denn Mineralwasser ist zunächst einmal nichts als Regenwasser, wie Öko-Test aufklärt. Das sickert durch den Boden – und nimmt auf dem Weg eine Reihe von Stoffen auf. Zwischen Mineralien und schädlichen Substanzen weiß das Wasser dabei nicht zu unterscheiden. 

Pestizid-Rückstände und Süßstoffe in Mineralwasser

Trotzdem dürfen solche Verunreinigungen eigentlich nicht sein, Schadstoffe müssen aus dem Wasser gefiltert werden. Das Labor ergab zum Teil anderes: In 18 von 100 getesteten Mineralwassern konnten "bedenkliche Stoffe" nachgewiesen werden. Vier der Produkte schnitten besonders schlecht ab – so dass sie nur mit einem "mangelhaft" bis "ungenügend" bewertet wurden. Die Testverlierer waren folgende Mineralwasser:

  • "Anhaltiner Bergquelle Medium" erhielt ein "mangelhaft"
  • "Brohler Medium" erhielt ein "mangelhaft"
  • "Naturpark Quelle Medium" erhielt ein "mangelhaft"
  • "Apollinaris Medium" erhielt ein "ungenügend"

Uran und Bor: Öko-Test rät von zwei Mineralwassern ab

Als besonders bedenklich stuft Öko-Test die letzteren beiden ein: Die "Naturpark Quelle Medium" enthielt Uran, das in großen Mengen Lunge und Nieren schädigen kann. Der Gehalt überschritt den Grenzwert für Trinkwasser sogar. Ein ähnliches Problem weist das "Apollinaris Medium" auf. Dieses enthält Bor, das in Mineralwasser zwar toleriert wird – dessen Wert die Trinkwasser-Grenze aber bereits überschritt. Bor wird in Tierversuchen als entwicklungs- und fortpflanzungsschädigend eingestuft. Öko-Test rät daher deutlich von dem Produkt ab. 

Bei den Schadstoffen handelte es sich laut Öko-Test übrigens um "menchengemachte Verunreinigungen". In insgesamt 15 Mineralwassern wurden Rückstände von Pestiziden nachgewiesen, in fünf sogar künstliche Süßstoffe. Auch wenn diese noch keine Gesundheitsgefahr darstellen: Lecker ist die Vorstellung des Schadstoffcocktails im vermeintlich erfrischenden Mineralwasser nicht.

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