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Studie zeigt: Verzehr von Pilzen ist gut fürs Hirn

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 24.03.2019 Julia Poggensee
© istockphoto

Pilze verfeinern nicht nur viele herzhafte Mahlzeiten, sondern sind auch sehr gesund. Laut einer aktuellen Studie könnte der Verzehr von Champignons und Co. sogar Vorformen von Demenz vorbeugen.

Pilze sind äußert gesund, enthalten sie doch hohe Mengen Kalzium, Magnesium und Spurenelemente wie Zink und Selen. In manchen Pilzsorten stecken zudem die Vitamine C und D. 

Champginons, Pfifferlinge, Kräuterseitlinge und Co. tragen aber nicht nur zu einer gesunden Ernährung bei, sondern halten auch die grauen Zellen fit.

Die positiven Auswirkungen von Pilzen auf die Hirnfunktion und die Gedächtnisleistung konnten Forscher National University of Singapore (NUS) mit ihrer aktuellen Studie belegen. 

Studie zeigt: Pilze könnten leichter Demenz vorbeugen

Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 600 gesunde Probanden im Alter von über 60 Jahren und befragten sie zusätzlich zu ihrem Essverhalten.

Dabei wurde unter anderem abgefragt, ob und in welchen Mengen sie Pilze verzehren und wenn ja, welche Sorten. Zur Auswahl standen Champignons, Austernpilz, Shiitake, zweispurige Egerlinge, getrocknete sowie Dosenpilze.

Bei der Auswertung berücksichtigten die Forscher den Verzehr von Lebensmitteln wie Nüsse, Obst und Gemüse, die nachweislich einen Einfluss auf die Hirnfunktionen nehmen. 

Im Anschluss testeten die Wissenschaftler die Hirnaktivitäten der Studienteilnehmer mittels EEG (Elektroenzephalografie), um Rückschlüsse auf die Gedächtnisfähigkeit ziehen zu können.

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Die Ergebnisse zeigen: Studienteilnehmer, die mehr als zwei Portionen Pilze – das entspricht etwa 300 Gramm – pro Woche verzehrten, hatten deutlich weniger kognitive Einschränkungen. 

Ihr Risiko, eine Vorform von Demenz zu entwickeln, war um rund 57 Prozent geringer als bei Probanden, die wenig oder keine Pilze aßen. 

Die Forscher vermuten, dass ein bestimmter Inhaltsstoff von Pilzen für die positiven Effeke auf das die Hirnleistung verantwortlich ist, das sogenannte Ergothionein.

Diese Aminosäure wirkt antioxidativ sowie entzündungshemmend und kann die Zellen vor Schädigungen schützen, erklärt Irwin Cheah vom institut für Biochemie am NUS und Co-Studienator. 

Bereits in einer früheren Studie konnten Cheah und sein Team nachweisen, dass ein Mangel an Ergothioneinen im menschlichen Körper das Risiko für neurogenerative Erkrankungen wie Alzheimer erhöht.

Diese Erkenntnisse decken sich mit den Ergebnissen der aktuellen Untersuchung. So wiesen Probanden, die selten Pilze konsumierten und bereits erste Symptome einer Demenz zeigten, niedrigere Ergothionein-Werte auf. 

„Mit der steigenden Zahl von Senioren müssen wir uns vermehrt auf Demenz-Fälle einstellen. Die aktuelle Studie zeigt erneut, dass dem Rückgang kongitiver Ressourcen in gewisser Hinsicht vorgebeugt werden kann", schlussfolgert der Experte. 

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