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Avocado pflanzen: So kultivieren Sie die Tropenpflanze

Das Haus-Logo Das Haus 22.05.2019 haus.de Redaktion
Aus den eiförmigen Kernen der Avocado kann man schöne Bäumchen ziehen. © Bereitgestellt von Burda Senator Verlag GmbH Aus den eiförmigen Kernen der Avocado kann man schöne Bäumchen ziehen.

Die grüne Superfrucht Avocado ist beliebter denn je. Sie gilt als Schlankmacher, Heilmittel gegen Akne, ist gut für den Stoffwechsel und überhaupt: Avocado kann so ziemlich alles – sogar auf Ihrer Fensterbank wachsen. Wie Sie aus einem Avocadokern ein kleines Bäumchen ziehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Verzehr von Avocado ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Kein Wunder, denn die grüne Frucht überzeugt mit vielen wichtigen Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren und ihrem nussigen Geschmack. Wird sie nicht als Gesichtsmaske verwendet, so landet sie fein geschnitten und gewürzt auf unserem Brot oder im Salat. Übrig bleibt ein eiförmiger Kern, der viel zu bieten hat. Aus ihm können Sie nämlich ein schönes Bäumchen ziehen. Die Pflanze wird zwar keine Früchte tragen, dennoch lohnt es sich sie zu kultivieren, da sie mit ein bisschen Fingerspitzengefühl recht pflegleicht ist. In Ihrer Heimat wird die Pflanze bis zu 20 Meter hoch – sie wächst also zu einem richtigen Baum heran. Das ist bei unserem Klima natürlich nicht möglich, aber: Bis zu 1,50 Meter sind durchaus machbar. Das macht die Pflanze somit perfekt für das Fensterbrett oder die Kommode.

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Avocado selbst pflanzen: So ziehen Sie die Pflanze hoch

Variante 1 – Die Zahnstocher-Methode

 

Hierfür benötigen Sie ein Glas mit Wasser und drei Zahnstocher. Haben Sie den Kern vorsichtig aus der Frucht gelöst, waschen und trocknen Sie ihn gründlich ab. Dann bohren sie an drei Stellen in ungefähr gleichem Abstand je einen Zahnstocher in den unteren Bereich des Kerns, so dass er mit der Spitze nach oben auf den Zahnstochern im Wasser sitzt. Hier ist es wichtig, dass nur das untere Drittel des Kerns mit dem Wasser in Berührung kommt. Verdunstetes Wasser füllen Sie regelmäßig nach, damit die Wurzeln nicht austrocknen.

Nach ungefähr sechs bis acht Wochen platzt der Kern etwas auf und es bilden sich lange und gerade Wurzeln. Nach oben hin zeigt sich im besten Fall ein Keim. Seien Sie geduldig, teilweise kann es bis zu zwölf Wochen dauern, bis der Kern keimt. Dann aber wächst der Grünling sehr schnell. Nach wenigen Monaten zeigen sich in der Regel kräftige Wurzeln und ein gesunder Trieb, der aus dem Avocadokern gewachsen ist. Jetzt kann der Kern in einen Topf mit feuchter Erde gesetzt werden. Entfernen Sie erst vorsichtig die Zahnstocher und setzen ihn dann in die Erde, ohne die Wurzeln zu verletzen. Es sollte nur das untere Drittel eingepflanzt werden, sodass die Wurzeln bedeckt sind. Der Rest des Kerns bleibt an der Luft.

  Es gibt zwei gute Möglichkeiten, eine Avocado selbst zu pflanzen. Bei der Zahnstochermethode beziehungsweise Wassermethode kann man schon nach wenigen Wochen die starke Wurzelbildung beobachten. © iStock/iStock/Detry26 Es gibt zwei gute Möglichkeiten, eine Avocado selbst zu pflanzen. Bei der Zahnstochermethode beziehungsweise Wassermethode kann man schon nach wenigen Wochen die starke Wurzelbildung beobachten.

Variante 2 – Kern direkt in die Erde pflanzen

Diese Methode ist etwas einfacher und funktioniert genauso gut. Der Unterschied zur ersten Methode ist nur, dass man die  Wurzeltriebe nicht beobachten kann.

Verwenden Sie hier am besten Pflanzenerde mit Lehmanteil. Füllen Sie diese in einen Blumentopf, und setzen den gereinigten Kern mittig hinein. Auch hier sollten Sie darauf achten, dass zwei Drittel des Kerns an der Oberfläche bleiben. Gießen Sie die Erde etwas an und halten Sie den Kern regelmäßig feucht. Die Erde darf nicht austrocknen, sonst war die ganze Arbeit umsonst. Bei dieser Methode dauert es ebenfalls bis zu zwölf Wochen, bis die Pflanze keimt, das Warten lohnt sich aber in jedem Fall.

Wichtig ist, dass man die Avocado regelmäßig feucht hält. Die Erde darf nicht austrocknen, sonst war die ganze Arbeit und Geduld umsonst. © Shutterstock/Shutterstock/Paket Wichtig ist, dass man die Avocado regelmäßig feucht hält. Die Erde darf nicht austrocknen, sonst war die ganze Arbeit und Geduld umsonst.

Avocado-Bäumchen pflegen

Haben Sie ihr Mini-Bäumchen herangezogen, gilt es Feingefühl zu beweisen. Die Tropenpflanze liebt hohe Luftfeuchtigkeit, feuchte Erde und Wärme. Achten Sie immer darauf, dass die Wurzeln feucht gehalten werden. Aber Vorsicht: Zu viel Wasser sorgt schnell für Schimmelbildung. Deshalb immer nachfühlen und bevor die Erde austrocknen würde, vorsichtig nachgießen. Stellen Sie den Avocadobaum an einen hellen Platz mit viel Lichteinfall und Temperaturen um die 20 bis 25 Grad. Im Sommer können Sie das Bäumchen alle 14 Tage düngen. Im Winter geben Sie ihm eine Pause. Sie können ihn an einem Ort mit maximal 15 Grad Raumtemperatur überwintern. Falls sich die Pflanze verzweigt, können Sie den Trieb der Avocado in ca. 30 Zentimetern Höhe kappen. So regen Sie den Austrieb der Seitenknospen an.

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