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Pflanzendrinks im "Öko-Test": Es gibt nur eine Pflanzenmilch, die wirklich gut ist

stern-Logo stern 06.03.2019 Denise Snieguole Wachter

Die Produktion von Kuhmilch in Massentierhaltung schadet Umwelt und Klima. Deshalb steigen viele auf Pflanzenmilch um. Öko-Test hat sich die Drinks genauer angesehen und gibt eine klare Empfehlung.

Hafermilch kriegt von "Öko-Test" eine klare Empfehlung © Getty Images Hafermilch kriegt von "Öko-Test" eine klare Empfehlung

Die Produktion von Kuhmilch in Massentierhaltung schadet Umwelt und Klima. Deshalb steigen viele auf Pflanzenmilch um. Öko-Test hat sich die Drinks genauer angesehen und gibt eine klare Empfehlung.

Kuhmilch hat keine allzu gute Ökobilanz. Ein Grund dafür, warum immer mehr Menschen auf Pflanzenmilch umsteigen. Der Absatz der Kuhmilch-Alternativen wächst von Jahr zu Jahr. Das liegt unter anderem daran, dass sich der Lifestyle der Menschen ändert: Immer mehr ernähren sich vegan oder vegetarisch, oder legen bewusst wert darauf, weniger Tierprodukte wie etwa Kuhmilch zu konsumieren.

Ein Grund mehr, sich Pflanzendrinks etwas genauer anzusehen. "Öko-Test" hat 18 Alternativen zu Kuhmilch getestet, davon drei Sorten: Hafer-, Soja- und Mandelmilch. Das Ergebnis ist klar: Haferdrinks schneiden besonders gut ab. Sie erhalten durchweg sehr gute Noten. Allen voran der Allos Hafer Drink Naturell für 1,99 Euro der Liter, sowie der Alnatura Hafer Drink für 1,19 Euro. Bei den Sojadrinks bekommt Berief Soja Drink Naturell für 1,15 Euro die Note "Sehr gut", die Provamel Bio Mandel für 2,99 Euro auch.

Doch sowohl Soja- als auch Mandelmilch stehen in der Kritik: Bei der Produktion von Soja geht der Anbau auf Kosten des Regenwandels, und es handelt sich meist um gentechnisch veränderte Monokulturen, die durch den Einsatz von Pestiziden vor Schädlingen geschützt werden. Der Soja für die Sojamilch ist jedoch etwas nachhaltiger. Marktführer Alpro beispielsweise verwendet Soja aus Kanada und Europa und versucht nach eigenen Angaben darauf zu achten, dass der Anbau so nachhaltig wie möglich ist und so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich verwendet werden.

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Die Herstellung von Mandelmilch hingegen ist etwas problematischer: 80 Prozent der verarbeiteten Mandeln kommen aus Kalifornien. Die werden auf enormen Flächen in Monokulturen angebaut, der Mandelbaum an sich benötigt zudem jede Menge Wasser. Für ein Kilogramm Mandeln benötigen die Nüsse mehr als 10.000 Liter Wasser, da die Mandelbäume oft in sehr trockenen Gegenden stehen. Dies gilt zumindest für den Mandelanbau in Kalifornien. Für europäische Anbaugebiete liegen keine Zahlen vor.

Am nachhaltigsten ist der Konsum von Hafermilch. Dafür müssen weder Regenwälder gerodet, noch das kalifornische Central Valley bewässert werden. Der schwedische Konzern Oatly beispielsweise verwendet Hafer nur aus dem eigenen Land. Auch das Unternehmen Berief bezieht ausschließlich deutschen Hafer.

Das bestätigt auch "Öko-Test": Bei der Hafermilch gebe es kein Problem mit Gentechnik, kein Glyphosat und keine bedenklichen Schwermetalle. Am besten bezieht man Bio-Haferdrinks.

Geschmacklich hingegen muss man sich an die Pflanzendrinks erst gewöhnen. "Öko-Test" schreibt, dass Pflanzendrinks nach den Rohstoffen schmecken sollten und nicht nach künstlichen Vanillearomen wie die Getränke von Kölln und Alpro. Deshalb gibt es - aus sensorischer Sicht - Punktabzüge für die Milchalternativen.

 

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