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Studie beweist: Diese Zuckerart verursacht Darmkrebs

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 22.03.2019 Cornelia Bertram
© iStockphoto  

Eine aktuelle Studie bestätigt die gesundheitsschädliche Wirkung von Maissirup, auch Isoglukose genannt, welcher unter anderem Darmkrebs begünstigen kann. Obwohl das hohe Risiko besteht, wird die Zuckerart immer noch für viele Lebensmitteln verwendet.

Es gibt einige gute Gründe, die Finger von zuckerhaltigen Lebensmitteln zu lassen. Nicht nur, weil ein zu hoher Zuckerkonsum die Fettleibigkeit fördert, sondern weil er erwiesener Maßen ebenfalls das Risiko für viele Krankheiten erhöht. 

Eine an Mäusen durchgeführte Studie macht deutlich, dass Getränke und Lebensmitteln, die das Zuckerkonzentrat Isoglukose (Maissirup) beinhalten, das Krebsrisiko erhöhen – besonders gefährdet ist dabei der Darm.

Die in der Fachzeitschrift 'Science' veröffentlichte amerikanische Studie zeigt, dass speziell gezüchtete Mäuse größere Tumore entwickeln, wenn sie Maissirup ins Trinkwasser gemischt bekamen. Die Menge entsprach umgerechnet für Menschen eine Dose Limo. 

Maissirup fördert Tumorwachstum

Den Tieren wurde dafür Maissirup mit einem hohen Fruktoseanteil verabreicht – ein in den USA üblicher Süßstoff. Bei Verwendung in Getränken besteht das Zuckerkonzentrat aus etwa 55 Prozent Fruktose und 45 Prozent Glukose.

Da die Mäuse genetisch mit einer ausgeprägten Anfälligkeit für Darmkrebs gezüchtet wurden, entwickelten die Tiere selbst dann Tumore, wenn sie nur Wasser konsumierten.

"Daher konnten wir nicht zeigen, dass Fruktosesirup neue Tumore verursacht", erklärt der führende Autor der Studie, Dr. Marcus Goncalves. "Es wurde allerdings deutlich, dass die Tumore bei zusätzlichem Zuckerkonsum viel größer wurden."

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Die Forscher vermuten, dass die Aufnahme des Maissirups Isoglukose sowohl die Fruktose- als auch Glukosewerte im Darm erhöht, welche gepaart das Tumorwachstum beschleunigen.

"Wenn du an Darmkrebs leidest und dann Maissirup mit hohem Fruchtzuckeranteil zu dir nimmst, fütterst du dadurch also deinen Tumor", hält Goncalves fest.

Das verbirgt sich hinter Isoglukose

Das Tückische an der schädlichen Isoglukose: Sie gehört zur Kategorie des Fruktose-Glukose-Sirups und wird daher zu den Fruchtzuckern gezählt. 

Fruchtzucker gilt bei vielen Personen allerdings als "guter" Zucker und wird oft mit gesunden Lebensmittel wie Obst und Gemüse in Verbindung gebracht – wenn er in geringen Mengen natürlich vorkommt, schadet er auch niemandem.

Künstlich zugeführter Fruchtzucker hingegen, ist jedoch noch ungesünder als der raffinierte, weiße Zucker. Große Mengen Fruktose blockieren nämlich das Sättigungsgefühl und fördern Übergewicht sowie ernstzunehmende Krankheiten.

Isoglukose kann beliebig verwendet werden

Lange Zeit wurde Maissirup, vor allem in den USA verwendet. Mit dem Wegfall der sogenannten Zuckerquote Ende 2017, fiel jedoch ein umfangreiches System, dass den europäischen Zuckermarkt bis dato geregelt hat. 

Seitdem dürfen Hersteller beliebig viel Isoglukose in Lebensmitteln verwenden. Isoglukose ist für die Lebensmittelindustrie deshalb so attraktiv, das sie in der Herstellung enorm kostengünstig ist.

In Deutschland wird Maissirup ab einem Anteil von fünf Prozent in Lebensmittel als Fruktose, Fruktose-Glukose-Sirup oder Glukose-Fruktose-Sirup gekennzeichnet. Diese Bezeichnungen können für den Verbraucher schnell verwirrend werden. 

In diesen Produkten kann Isoglukose vorhanden sein

Fruktose-Glukose-Sirup wird in einigen Produkten besonders häufig zusätzlich oder als Ersatz zum raffinierten Zucker verwendet. Besonders aufpassen solltest du bei folgenden Lebensmitteln:

  • Milchprodukte: Joghurt, Pudding, Eiscreme
  • Getränke: Säfte, Fitnessgetränke, Soft Drinks
  • Süßigkeiten: Kuchen, Kekse, Müsliriegel
  • Fertigprodukte: Fertigsaucen, fertige Salate, Konserven
  • Backwaren: Brötchen und Brote

Deiner Gesundheit zuliebe solltest du beim Einkauf also lieber genauer auf die Inhaltsangaben achten und so weit es geht die ungesunde Isoglukose vermeiden. 

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