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Ein Essen für alle: Dieses Weihnachtsmenü ist vegan und schmeckt auch Fleischliebhabern

ELLE-Logo ELLE vor 1 Tag Nora von Westphalen
Weihnachtsmenü: vegan, aber für alle iStock © iStock Weihnachtsmenü: vegan, aber für alle iStock
  • Rezept: Dieses Weihnachtsmenü ist vegan – und trotzdem für Fleischliebhaber
  • 3-Gänge-Menü zu Weihnachten: vegan und lecker

Die Planung ist bei einem Weihnachtsmenü nicht ganz einfach. Denn auch innerhalb der Familie gibt es verschiedene Essensvorlieben. Die Schwester ist Vegetarierin, die Tante Pescetariererin. Aber der kleine Bruder kann Fisch nicht ausstehen. Während die Cousine auf Gluten verzichtet – und eigentlich nur noch vegan isst. Und der Vater? Findet, dass ein Essen ohne Fleisch kein Festtagsmenü ist. Puh!

Wir haben für euch aus den neuesten Kochbüchern der Saison ein Weihnachtsmenü zusammengestellt, das vegan und glutenfrei ist und das wirklich alle essen können – damit auch niemand enttäuscht wird. Zudem sind die Kochbücher super Geschenke zu Weihnachten. Lasst euch inspirieren!

Das perfekte Weihnachtsmenü ist vegan und schmeckt auch Fleischliebhabern – das Rezept

Vorspeise: Suppe aus gerösteten Möhren

Die langsam gerösteten Möhren schenken der Suppe einen ganz besonders feinen süßlichen Geschmack, Kreuzkümmel und Zimt runden die Röstaromen ab. Das Rezept ist eine schöne Alternative zur klassischen Kürbissuppe im Winter. 

Zutaten (für 4 Personen):

  • 750 g große Möhren
  • 1 TL Zimtpulver
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Handvoll Salbeiblätter
  • 250 g Hafer-Sahne
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen. Möhren putzen, waschen und grob zerkleinern. Mit Zimt und 2 EL Olivenöl in einer Schüssel vermengen, dann auf einem Backblech verteilen und im Ofen (Mitte) ca. 30 Min. rösten, bis sie weich sind.
  2. Inzwischen Knoblauch und Schalotte schälen und fein hacken. Übriges Olivenöl (2 EL) in einem großen Topf erhitzen und beides darin glasig dünsten.
  3. Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett rösten, bis sie aufgehen und fein duften. Beiseite stellen.
  4. Die Möhren aus dem Ofen nehmen und in den Topf geben. Die Gemüsebrühe dazugießen, bei mittlerer Hitze kurz aufkochen, dann den Topf vom Herd nehmen.
  5. Das Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Salbeiblätter darin ca. 30 Sek. frittieren. Herausnehmen und beiseitestellen.
  6. Hafer-Sahne und Kreuzkümmel dazugeben und die Suppe mit einem Pürierstab direkt im Topf fein pürieren, ggf. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  7. Auf Schüsseln verteilen und mit Kürbiskernen und Salbei garnieren.
Suppe aus gerösteten Möhren GRÄFE UND UNZER/ Magdalena Muttenthaler © GRÄFE UND UNZER/ Magdalena Muttenthaler Suppe aus gerösteten Möhren GRÄFE UND UNZER/ Magdalena Muttenthaler

Hautspeise: Portobello-Steaks und Püree aus Riesenbohnen


Video: Gesunde Kartoffelschale? Von wegen! (inFranken.de)

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Zutaten für die Portobello-Steaks:

  • 8 mittelgroße bis große Portobello-Pilze (Riesenchampignons; etwa 650 g), von den Stielen befreit
  • 10 Knoblauchzehen, geschält
  • 1 Zwiebel, geschält und in 6 Spalten geschnitten (150 g)
  • 1,5 EL Chipotle-Chiliflocken
  • 1 rote Chilischote (15 g)
  • 4 TL Kreuzkümmelsamen, im Mörser grob zerstoßen
  • 1 EL Korianderkörner, im Mörser grob zerstoßen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 400 ml Olivenöl
  • Meersalzflocken

Zutaten für das Püree aus Riesenbohnen:

  • 1 Glas große weiße Bohnen (700 g), abgetropft (500 g, z.B. von der Marke Brindisa Navarrico)
  • 1,5 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150 Grad (Umluft) vorheizen.
  2. Die Zutaten für die Portobello-Steaks mit 1 EL Meersalzflocken in einen großen ofenfesten Topf mit passendem Deckel geben. Die Pilze so arrangieren, dass die Wölbung der Köpfe nach oben zeigt. Dann ein Stück Backpapier darauflegen und damit alles nach unten drücken. Den Deckel auflegen und den Topf für 1 Stunde in den Ofen stellen. Die Pilze wenden, Papier und Deckel wieder auflegen und den Topf für weitere 20 Min. in den Ofen stellen, bis die Pilze sehr weich sind, aber noch nicht zerfallen. Die Pilze mit einer Küchenzange auf ein Schneidebrett heben. Halbieren und beiseite stellen.
  3. Mit einem Löffel Knoblauch, Zwiebel und Chilischote (Stiel wegwerfen) aus dem Topf nehmen – es macht nichts, wenn ein paar Gewürze und ein bisschen Öl dabei sind. In den Mixer geben und glatt pürieren. Dieses Püree mit den Pilzhälften zurück in den Topf geben. Bei mittlerer bis hoher Temperatur noch etwa 5 Min. erhitzen, damit sich die Aromen verbinden können.
  4. Während die Pilze garen, für das Bohnenpüree die weißen Bohnen mit dem Zitronensaft, dem Olivenöl, 1⁄2 TL Meersalzflocken und 2 EL Wasser in den Mixer geben und sehr glatt pürieren. Das Püree in einen Topf geben und bei mittlerer bis hoher Temperatur unter Rühren erwärmen, bis es durch und durch heiß ist.
  5. Zum Servieren das Bohnenpüree auf vier Teller verteilen. Auf jeden Teller vier Pilzhälften geben und großzügig etwas von dem Öl und den Aromaten darauflöffeln.

„Wir nennen Gemüse ungern Steak, Burger oder Schnitzel, denn das wirkt so, als würde man es als etwas ausgeben, das es nicht ist, als etwas Besseres. Tatsache ist: Etwas Besseres als Gemüse gibt es gar nicht! Doch gelegentlich kann die Verwendung eines „fleischigen“ Begriffs hilfreich sein – weil er klarmacht, worum es geht und wie köstlich es ist.

Unsere Riesenchampignons hier versuchen nicht, Steaks zu sein, sie sind einfach so gut wie jedes Steak (mit Püree), wenn nicht besser. Was den Pilzen den richtigen Kick verleiht, sind Chilis, Gewürze und das aromatische Öl, das sie umhüllt. Den Rest des Öls kannst du in einem gut verschlossenen Glas im Kühlschrank aufbewahren und über gegrilltes Gemüse, Nudeln, Fleisch oder Fisch löffeln. Wer mag, kann zu den „Steaks“ gedünstetes Blattgemüse servieren.“ Yotam Ottolenghi

Portobello Steak DK Verlag/Jonathan Lovekin © DK Verlag/Jonathan Lovekin Portobello Steak DK Verlag/Jonathan Lovekin

Dessert: Kokos-Panna Cotta mit Beerenkompott

Zutaten für Panna Cotta: 

  • 400 ml Kokosmilch (Vollfett)
  • 45 ml Ahornsirup
  • 1 TL Agar-Agar
  • Optional: 1 TL Vanille

Zutaten für das Beerenkompott: 

  • 200 g gefrorene Beerenmischung
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 TL Maisstärke
  • Optional: 1 TL Vanille

Zubereitung (ergibt 6 Portionen): 

  1. Die Kokosmilch mit dem Ahornsirup und dem Agar-Agar in einen Topf geben und bei mittlerer bis hoher Stufe erhitzen. Zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen circa 3-4 Min. köcheln lassen. Achte darauf, dass die Masse nicht überkocht. Gegen Ende optional Vanille hinzugeben und gut einrühren. Die Mischung in kleine Servierschalen oder Förmchen geben und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben, um die Panna Cotta fest werden zu lassen.
  2. In der Zwischenzeit Beerenkompott vorbereiten: Dafür die gefrorenen Beeren mit dem Ahornsirup in einen Topf geben und ca. 5 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis alle Beeren aufgetaut sind. Maisstärke sowie Vanille hinzugeben und weitere 10 Min. köcheln lassen.
  3. Die fest gewordene Panna Cotta aus dem Kühlschrank nehmen und mit dem Beerenkompott servieren.
Kokos-Panna Cotta Paperish Verlag © Paperish Verlag Kokos-Panna Cotta Paperish Verlag
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