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Müde und matt? Dahinter könnte das Pfeiffersche Drüsenfieber stecken

Life Goes On-Logo Life Goes On 10.01.2019 Larissa Melville
Kranke Frau © iStock-demaerre Kranke Frau

Über 90 Prozent der Deutschen hatten bereits Pfeiffersches Drüsenfieber. Doch die wenigsten wissen davon. Oft ist die Krankheit schnell überstanden und teils sogar symptomlos. Aber ebenso kann sie einen auch Monate lang alle Kräfte rauben, deswegen sollten Sie diese Symptome kennen.

Ausgelöst wird das Pfeiffersche Drüsenfieber durch einen Herpesvirus. Dieses gelangt in der Regel über den Speichel von einer Person zur anderen. Der Hauptübertragungsweg ist das Küssen, daher stammt auch der Name Kusskrankheit. Bis die ersten Symptome nach einer Infektion auftreten, kann es zwei bis acht Wochen dauern. Das Tückische: Schon in dieser Zeit können sich andere bei dem scheinbar gesunden Patienten anstecken. Zuerst befallen die Viren die Zellen der Nasen- und Mundschleimhaut, später wandern sie vom Rachenraum über das Blut unter anderem in die Lymphknoten, Milz und Mandeln.

Fast jeder Erwachsene in Europa hatte schon einmal Pfeiffersches Drüsenfieber – einige bewusst, viele unbewusst. Dies liegt daran, dass insbesondere kleine Kinder, welche sich bei den Eltern angesteckt haben, häufig nur leichte erkältungsähnliche Symptome zeigen, die schnell wieder verschwinden. Anders ist dies allerdings bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, hier kann die Krankheit heftig und langwierig sein.

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Welche Symptome sind typisch?

Zu den ersten Anzeichen zählen Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Halsweh und Schluckbeschwerden. Ferner ist die Temperaturen phasenweise leicht erhöht und die Patienten klagen über starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Nach kurzer Zeit kommt häufig eine Mandelentzündung mit weißlich-grauem Belag hinzu und die Lymphkoten schwellen an. Dies ist besonders im Nacken und Halsbereich aber auch in der Leiste und unter den Armen der Fall. Im weiteren Verlauf vergrößert sich bei den meisten Patienten zudem die Milz. Dies kann gefährlich sein, da sie in solch einem Zustand sehr empfindlich ist und zum Beispiel bei Kontaktsport wie Fußball einreißen und lebensgefährlich bluten kann. Seltener nimmt auch die Leber an Größe zu oder die Betroffenen plagt ein juckender Hautauschlag. 

Nach ein paar Wochen verschwinden die Symptome meist wieder, doch circa zehn Prozent der Betroffenen haben noch nach einem halben Jahr Beschwerden: Sie sind ständig müde und matt. Wie alle Herpes-Viren bleibt auch das Epstein-Barr-Virus, welches hinter dem Pfeifferschen Drüsenfieber steckt, lebenslang im Körper, doch im Normalfall löst es keine Krankheit mehr aus, kann jedoch an andere Personen zum Beispiel die eigenen Kinder weitergegeben werden. Die typischen Überträger sind allerdings frisch infizierte Menschen.


Ruhe, Ruhe und noch mehr Ruhe

Stellt der Arzt die Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber, heißt die Empfehlung in erster Linie Schlafen, Ausruhen und keine körperlichen Anstrengungen – und das für mindestens sechs Wochen. Schmerztabletten können zusätzlich helfen die Kopf- und Gliederschmerzen sowie das Fieber zu lindern. Bei schwerer Erkrankung kommen auch Kortison oder auch Medikamente mit den Wirkstoffen Aciclovir oder Ganciclovir infrage, welche die Vermehrung der Viren hemmen. 

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