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10 Tipps für alle, die immer schon mal ein Buch schreiben wollten

BARBARA-Logo BARBARA vor 4 Tagen
© Getty Images

Rudolf Ruschel hat gerade seinen ersten Krimi veröffentlicht. Er weiß genau, wie schwer es ist, mit einer groben Idee im Kopf vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen. 

Viele träumen davon, ein Buch zu schreiben. Doch, wie schafft man es, seine Ideen zu Papier zu bringen – und bestenfalls einen Verlag von der Story zu überzeugen? Newcomer Rudolf Ruschel hat sein erstes Buch "Ruhet in Friedberg" herausgebracht. Hier gibt er wertvolle Tipps für kreative Köpfe. 

1. Von der Idee zum Buch

Okay, du hast eine Grundidee. Du hast vielleicht sogar schon Figuren und Setting – aber wie wird daraus eine buchfüllende Geschichte? Ganz einfach: Sei wieder Kind. Stelle tausend Fragen, komm mit den absurdesten Einfällen um die Ecke. Setze deiner Phantasie keine Grenzen und du wirst sehen: Die Geschichte entsteht von selbst. Der harte Teil kommt jetzt erst, denn wenn du die Geschichte hast, arbeite den Kernkonflikt heraus und erzähle ihn in einem Satz. Ist der Satz spannend? Gratulation zum roten Faden deiner Story. Nicht spannend genug? Zurück auf die Spielwiese!

2. Bevor du losschreibst: Mach deine Hausaufgaben! 

Nein, die wenigsten Autoren lassen einfach die Muse aus sich herausfließen, wenn sie beginnen zu schreiben. Vor einem weißen Blatt Papier haben vermutlich selbst die größten Bestseller-Autoren Angst. Deshalb brauchst du einen guten Plot-Plan, also eine grobe Skizze der Handlung, in der du festlegst, wohin die Reise geht und welche Wege deine Figuren nehmen. Keine Angst, der Plot-Plan ist nicht in Stein gemeißelt. Aber ohne die grobe Richtung zu kennen, führt die Reise deiner Figuren vermutlich ins Nirgendwo. 

3. Kenne deine Figuren und gib ihnen Tiefe

Vielleicht wird dein Leser niemals erfahren, dass Gregor schon mal eine Affäre mit einer viel älteren Frau hatte und das ganz schön schief gegangen ist, aber DU als Autor solltest das immer im Hinterkopf haben. Jedes Detail einer Biographie verleiht deiner Figur mehr Glaubwürdigkeit und Tiefe. Je mehr du über deine Figuren weißt, desto intuitiver weißt du in jeder Szene, wie sie regieren würden. Am besten schreibst du also erst einmal eine detaillierte Biographie für jede wichtige Figur.

4. Selbstvertrauen ist gut. Probeleser sind besser

Wenn dein Gefühl dir sagt, dass deine Idee das Zeug zum Buch hat, dann lass dich nicht davon abbringen, es zu schreiben. Auch eine J.K. Rowling wurde einst belächelt – heute liest die halbe Welt ihre Bücher. Steh zu deiner Idee, ABER: Behalte sie nicht für dich. Rede mit anderen darüber, tausch dich aus, am besten mit Leuten, die Erfahrung haben. Und bevor du dein Baby abschickst, gib es unbedingt Probelesern. Auch Autoren sind vor Betriebsblindheit nicht gefeit – Logiklücken lauern überall.

5. Hab Mut, für die Tonne zu schreiben

Vor dir: Das leere Dokument. In dir: Die Suche nach dem perfekten ersten Satz, dem idealen Kapiteleinstieg, eigentlich egal – so wird das leider eh nichts. Perfektion entsteht nicht im Kopf, du musst schreiben! Schreib zehn erste Sätze, zwanzig, dreißig – leg einfach los. Du wirst es ohnehin noch tausendmal überarbeiten. Wenn der erste Satz erst mal auf dem Papier steht, bist du schon weitergekommen als 90 Prozent der anderen Menschen, die „irgendwann“ mal ein Buch schreiben wollen...

6. Wenn du Druck brauchst, schaff dir welchen 

Die meisten Autoren kennen ihren inneren Schweinehund sehr gut, denn Schreiben ist wirklich anstrengend. Um gegen ihn zu gewinnen, hilft manchmal nur eines: Druck. Da du beim ersten Buch noch keine Deadline hast, musst du dir irgendwie anderweitig helfen. Am besten eignen sich hierzu besonders strenge Freunde, Partner oder noch besser: Schreibgruppen. Man möchte ja nicht der einzige sein, der schon wieder mit leeren Blättern dasteht...

7. Keine Angst vor Theorie 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – auch ein Kafka wurde nicht als literarisches Wunder geboren. Klar kann man intuitiv einiges richtig machen, aber ein bisschen Grundwissen schadet nie. Besuch Schreibseminare, einen Drehbuchkurs oder kauf dir ein Buch übers Schreiben. Sehr unterhaltsam geschrieben und hilfreich für den Anfang sind zum Beispiel die Bücher von James N. Frey.

8. Lies in deinem Genre! Lies in anderen Genres! LIES! 

Ein alter Irrglaube in den Köpfen vieler Jungautoren: Lesen versaut mir meinen persönlichen Schreibstil. Einige haben sogar Angst, dadurch ihre Kreativität zu verlieren. Alles Quatsch! Jedes Buch eröffnet neue Welten, neue Perspektiven, neue Mechaniken. Man kann sehr viel lernen von anderen Autoren. Manchmal auch, wie man es besser nicht macht …

9. Vergiss Verlage, bau auf Literaturagenten 

Du kannst dein Manuskript gerne an einen Verlag schicken. Du könntest es aber auch dem Reißwolf überlassen – die Chancen, dass es veröffentlicht wird, sind ungefähr gleich hoch. Warum? Verlage sind chronisch unterbesetzt – in der Regel geht dein Skript zwischen tausenden anderen unter. Wende dich lieber an Literaturagenturen. Die kennen den Markt, die richtigen Leute und brauchen frische Ideen wie deine.

10. Finger weg von sogenannten Druckkostenzuschussverlagen

Woran man sie erkennt? Sie verlangen Geld, und das nicht zu knapp. Autoren sollen bezahlen, dass ihr Manuskript gedruckt wird. Gleichzeitig gaukelt der Verlag Seriosität vor und tut so, als ob er das eingeschickte Manuskript kritisch überprüft. In Wirklichkeit werden alle Manuskripte genommen. Die drucken alles, Hauptsache, der Autor bezahlt dafür.

Lust auf ein bisschen Inspiration?

 "Ruhet in Friedberg": Zwei Freunde. Ein Friedhof. Tausend Wege, alles falsch zu machen.

Österreich, Ende der 90er. Im Provinznest Friedberg, Heimat ewig gestriger Saufbrüder und anderer dubioser Gestalten, verplempern die unverbesserlichen Schlawiner Andi und Fipsi ihre Jugend. Doch ihr ruhiger Alltag als Aushilfen beim Bestatter endet jäh, als ein Bekannter zu Grabe getragen wird und sein Sarg scheinbar das Doppelte wiegt. Andi schöpft Verdacht: Will einer der Kollegen da etwas – oder jemanden – verschwinden lassen? Die Spur führt schnell zum cholerischen Vorarbeiter Macho – die Wahrheit ist aber weit schlimmer. Und kaum hat sich das ganze Ausmaß des Schlamassels gezeigt, häufen sich die Leichen und die Bestatter bekommen alle Hände voll zu tun ...

erschienen bei: btb, Preis: 10,00 EUR

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