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Ein Hund verlängert das Leben

NetDoktor.de-LogoNetDoktor.de 19.10.2018 Lisa Vogel

Soziale Kontakte sind für Menschen wichtig. Wer einsam ist, wird eher krank und stirbt auch früher. Der Austausch mit Familie und Freunden verringert hingegen unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das haben bereits verschiedene Untersuchungen gezeigt.

Singles profitieren stärker von Hunden

© seventyfour - Fotolia

Wissenschaftler der Süddänischen Universität in Kopenhagen haben im Rahmen einer großen Studie herausgefunden, dass der enge Kontakt zu Vierbeinern eine ähnliche schützende Wirkung hat. Der Besitz eines Hundes reduzierte die Sterblichkeit um durchschnittlich 8 Prozent. Für alleinlebende Hundeherrchen waren die vierbeinigen Lieblinge sogar noch wichtiger: Für sie sank das Sterberisiko im Vergleich zu hundelosen Singles sogar um 14 Prozent.

Als Basis diente den Forschern das Dänische Personenregister, das Daten wie Alter, Schulbildung Einkommen und Familienstand erfasst. Die Wissenschaftler ermittelten 45.000 Personen, die im Jahr 2015 verstorbenen waren, und stellten sie überlebenden Personen ähnlichen Alters und Hintergrunds gegenüber. Wer von ihnen Hundebesitzer war, verriet den Forschern eine Kartei, in der in Dänemark seit 25 Jahren Hundehalter registriert werden. Im Schnitt waren die Studienteilnehmer 76 Jahre alt.

Hunde als Ersatzpartner

„Hunde kann man als Gefährten betrachten, die Stress in derselben Weise abfedern wie Familienmitglieder und Freunde“, schreiben die Forscher. Die Tatsache, dass Hunde bei Alleinlebenden das Sterberisiko besonders deutlich senkten, zeige, dass sie tatsächlich als Ersatz für einen Partner oder eine andere enge zwischenmenschlichen Beziehung fungieren können. Die Vierbeiner könnten zudem als soziale Katalysatoren wirken – wer mit Hund unterwegs ist, findet schneller Kontakt.

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Vierbeinige Fitnesstrainer

Ein weiterer positiver Effekt: Wer einen Hund hält, bewegt sich deutlich mehr, belegen Studien der letzten Jahre. Egal ob Sonnenschein oder Nieselregen, der Vierbeiner muss vor die Tür. Und dieses tierische Bedürfnis hält auch das Herrchen körperlich fit. Die regelmäßige Bewegung reduziert das Risiko für viele Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose und sogar Krebs.

Tatsächlich könnte der positive Effekt auf die Lebenserwartung sogar noch weit höher liegen als die Zahlen nahelagen. Zum einen waren den Daten nicht zu entnehmen, wer als nicht registrierter Besitzer in einem Haushalt mit Hund lebte. Dieser könnte von dem Vierbeiner ebenso profitieren wie das eingetragene Herrchen.

Zum anderen unterschiedenen die Forscher lediglich zwischen Personen, die nie, und solchen, die irgendwann einmal als Hundebesitzer vermerkt wurden. Das könnte das Ergebnis verwässern. Denn die lange oder aktuelle Gesellschaft eines Hundes würde die Lebenserwartung womöglich noch einmal deutlich erhöhen.

Hunde als Altersbegleiter

Gerade ältere Menschen, die allein leben, sollten einen Hund als Begleiter in Erwägung ziehen. Ihnen könnte der vierbeinige Gefährte nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern auch die Lebenserwartung verlängern.

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