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Haarausfall! Was Sie selbst dagegen tun können

STYLEBOOK-Logo STYLEBOOK 23.04.2019 STYLEBOOK

Nach dem Kämmen haben sich ganze Haarknäuel in den Borsten verfangen? Kennen wir! Tatsächlich ist Haarausfall ein Thema, von dem viele Menschen aller Altersgruppen mal mehr, mal weniger betroffen sind. STYLEBOOK hat mit einer Dermatologin über die Ursachen gesprochen und erfahren, welche Mittel helfen können.

Haarausfall © Getty Images Haarausfall

Kein Wunder, dass Shampoos, Conditioner, Masken und Kuren zu den meist verkauften Kosmetikprodukten zählen – glänzendes und kraftvolles Haar gilt als Symbol für Gesundheit und Wohlbefinden. Umso belastender ist für viele Frauen starker Haarausfall – Fachbegriff „Effluvium – , von dem gesprochen wird, wenn man pro Tag mehr als 120 Haare verliert, erklärt Dr. med. Uta Schlossberger gegenüber STYLEBOOK.

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Ursachen für Haarausfall

Östrogen und Cortisol gelten als wichtige Hormone für ein gesundes Haarwachstum. Wenn es zu einem rasanten Abfall des weiblichen Sexualhormons Östrogen kommt, kann dies in der Konsequenz zu Haarausfall führen, vor allem bei Frauen in den Wechseljahren kann das der Fall sein. Bei Cortisol ist es genau andersherum: Hier sorgen hohe Werte für den Verlust von Haaren. Vor allem Stress und langandauernde Belastungssituationen führen zu einem Anstieg des Cortisolspiegels.

Frau mit Haarausfall © Getty Images Frau mit Haarausfall

Oftmals stellt sich Haarverlust auch bei einem Nährstoffmangel bzw. Eisenmangel ein. Von letzterem sind vor allem Frauen betroffen, da sie während ihrer Periode Blut und somit Eisen verlieren. Auch Vegetarier und Veganer sollten potenzielle Mangelerscheinungen im Blick haben und sich im Falle beraten lassen. Auch die Einnahme von Medikamenten könne im Fall zu Haarausfall führen, so die Expertin zu STYLEBOOK. Insgesamt sei es oft schwierig, den konkreten Grund für Haarverlust herauszufinden, mehr als 150 verschiedene Gründe können ursächlich sein.

Einfache Mittel gegen Haarausfall

Die richtige Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen ist das A und O für ein gesundes Hautbild und starke Haare. Damit der Cortisolspiegel nicht steigt, gilt es, Stress und schlaflose Nächte zu vermeiden. Nach Möglichkeit sollte auch darauf verzichtet werden, die Haare täglich zu waschen: Kopfhaut und Haarstruktur werden strapaziert, Kämmen und Föhnen begünstigen den Haarausfall zusätzlich. Wer also schöne Haare haben will, sollte neben seinem Stress-Level auf die richtige Pflege achten.

Verschiedene Ölarten © Getty Images Verschiedene Ölarten

Ideal zur Behandlung von leichtem Haarausfall eignen sich Öle und fetthaltige Emulsionen: Besonders beliebt ist dabei Kokosöl, da es kleinere Infektionen lindern kann und die Kopfhaut nachhaltig hydratisiert. Aber auch Rizinus-, Oliven- oder Arganöl sind bewährte Hausmittel zur Pflege. Wirksam seien auch Zink, Bockhornklee und Spirulina-Algen, so die Dermatologin.

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Wann sollte man den Arzt aufsuchen?

Generell wird zwischen zwei Arten von Haarausfall unterschieden: Dem hormonell-erblichen Haarverlust, der sich bei Frauen durch kahle Stellen an der Scheitelregion bemerkbar macht, und dem diffusen Haarausfall, der durch Stress, Schlaf- oder Eisenmangel ausgelöst wird.

Wenn plötzlich kreisrunde Flächen komplett kahl sind oder der Haarverlust mit schmerzhaften Hautveränderungen einhergeht, sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Frau Dr. Schlossberger spricht in diesem Zusammenhang von „Alopezie“.

Haarbürste © Getty Images Haarbürste

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Wenn das der Fall ist, werden laut Expertin verschiedene Blutwerte gemessen, der Dermatologe führt eine Haarwurzel-Analyse durch. Je nach Ergebnis wird eine Therapie auf den Patienten abgestimmt – zum Beispiel medikamentöse Verfahren oder entzündungshemmende Präparate, so Schlossberger. Ab wann eine Besserung sichtbar wird? Laut der Dermatologin kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Haare wieder anfangen nachzuwachsen.

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