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Hier müssen Sie sich einen Rauchmelder anschaffen

Das Haus-Logo Das Haus 11.09.2018 haus.de Redaktion

Installation eines Rauchmelders © dpa Installation eines Rauchmelders

Die Rauchmelderpflicht in Deutschland gibt vor, Wohnungen mit zertifizierten Rauchmeldern auszustatten. Sie ist jedoch nicht bundesweit einheitlich, sondern durch die jeweiligen Bestimmungen der Bundesländer geregelt. So kommt es zu gewissen Unterschieden sowohl in Bezug auf den Inhalt der Regelungen als auch hinsichtlich der zeitlichen Fristen.

Rauchmelder sind eine Maßnahme des vorbeugenden Brandschutzes. Eine Übersicht über die Rauchmelderpflicht in Deutschland und in den Bundesländern haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen.

Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

Die Verpflichtung für Rauchmelder gilt in Baden-Württemberg bereits seit Juli 2013. Sie bezieht sich auf Neubauten, Umbauten und Bestandsbauten. Die Nachrüstpflicht für bestehende Gebäude lief am 31.12.2014 aus.

Die Rauchwarnmelder müssen in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in den Fluren bzw. Treppenbereichen vorhanden sein. Flure und Treppen gelten dabei als Rettungswege innerhalb der Wohnung. Beim Anbringen der Rauchmelder ist darauf zu achten, dass ein potenzieller Brand rechtzeitig bemerkt und auch gemeldet wird. Verantwortlich für die Betriebsbereitschaft der Rauchmelder ist der Bewohner, also der unmittelbare Besitzer der Immobilie. Lediglich wenn der Eigentümer, also der Vermieter, diese Pflicht übernimmt, ist der Mieter davon entbunden.

Rauchmelderpflicht in Bayern

Die Details zur Ausstattung der Wohnung mit Rauchwarnmeldern sind in der bayerischen Bauordnung geregelt. Hier wird erklärt, welche Räume mit einem Meldegerät versehen werden müssen. Außerdem beinhaltet die Regelung einen Hinweis auf die Montage der Rauch- und Feuermelder, die so eingebaut werden müssen, dass ein möglicher Brandrauch schnell erkannt wird.

Die Übergangsfrist für die Nachrüstung von Rauchwarnmeldern in Bestandsbauten lief in Bayern von Januar 2013 bis zum Jahresende 2017. Die Warnmelder werden in den Schlaf- und Kinderzimmern eingebaut sowie in den Fluren bzw. Rettungswegen. Im Allgemeinen übernimmt der Bewohner und Mieter die anfallenden Wartungsarbeiten und ist damit für die Funktionalität des Rauchmelders verantwortlich. Der Eigentümer der Immobilie kann diese Wartungspflicht aber auch selbst übernehmen. 

Rauchmelderpflicht in Berlin

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Die Pflicht, Rauchmelder in Neu- und Umbauten einzusetzen, besteht in Berlin seit Anfang 2017. Bei Bestandsimmobilien läuft die Frist noch bis 2020.

In der Berliner Landesbauordnung steht, dass Aufenthaltsräume sowie die Flure, die Rettungswege sind, mit mindestens einem Rauchmelder versehen werden müssen. Küchen sind davon ausgenommen. Der Einbau der Meldegeräte muss so durchgeführt werden, dass im Falle von Brandrauch sofort das Alarmsignal ertönt. 

Für die Betriebssicherheit der Rauchmelder sind normalerweise die Bewohner oder Mieter zuständig. Wenn der Eigentümer diese Verpflichtung übernimmt, geht die Verantwortung vom Nutzungsberechtigten auf ihn über.

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Rauchmelderpflicht in Brandenburg

Im Juli 2016 wurde die Rauchwarnmelderpflicht für Neubauten und Umbauten in Brandenburg eingeführt. Die brandenburgische Bauordnung legt fest, dass die Aufenthaltsräume sowie die Flure mit einem oder mehr Rauchmeldern ausgerüstet sein müssen. Die Flure werden dabei als Rettungswege betrachtet. Wie auch in einigen anderen Bundesländern gilt die Verordnung in Brandenburg nicht nur für die Schlafzimmer, sondern auch für den Wohnbereich. Die Übergangsfrist, die sich auf die Nachrüstung von Rauchmeldern in Bestandsbauten bezieht, läuft noch bis Dezember 2020. Ab dann sind Feuermelder Pflicht.

Die Vorschrift für Rauchwarnmelder beinhaltet auch in Brandenburg die Regelungen beim Einbau: Die Meldegeräte müssen so montiert werden, dass sie frühzeitig Brandrauch erkennen und melden.

Rauchmelderpflicht in Bremen

In der bremischen Landesbauordnung ist die Verpflichtung zu Rauchwarnmeldern bereits seit Dezember 2009 vermerkt. Die Übergangsfrist für nachgerüstete Warnmelder in Bestandsbauten endete 2015. Die Regelung in Bremen schreibt Rauchmelder in den Schlafzimmern und Kinderzimmern vor, außerdem müssen die Rettungswege beziehungsweise die Flure mit Rauchmeldegeräten ausgestattet werden.

Für die Wartung der Rauchwarnmelder sind grundsätzlich die unmittelbaren Nutzer zuständig, also die Personen, die in der betroffenen Wohnung leben. In einigen Fällen übernehmen aber auch die Eigentümer diese Aufgabe.

Rauchmelderpflicht in Hamburg

In Hamburg beschloss man schon Ende 2005 die Rauchmelderpflicht, die seit April 2006 Gültigkeit hat. Für die Bestandsbauten gab es eine Übergangsphase. Seit Januar 2011 gilt die Regelung in Hamburg jedoch für alle Neu-, Bestands- und Umbauten. Genaue Informationen sind der hamburgischen Bauordnung zu entnehmen. In § 45, Absatz 6, wird zum Beispiel angeführt, dass neben den Schlaf- und Kinderzimmern auch die Flure mit Rauchwarnmeldern bestückt werden müssen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Rauchmelder richtig eingebaut werden, sodass sie bei der Entstehung von Brandrauch sofort eine Meldung auslösen.

Rauchmelderpflicht in Hessen

Die Rauchmelderpflicht in Hessen gilt seit Mitte 2005 für Neubauten und Umbauten und seit Dezember 2014 auch für Bestandsbauten. Die hessische Bauordnung hat alle Details in § 13, Absatz 5 zusammengefasst. Darin ist nachzulesen, dass die Rauchwarnmelder in den Schlafzimmern, in den Kinderzimmern und in den Fluren, die Rettungswege sind, eingesetzt werden müssen. In dieser Vorschrift wird auch festgelegt, dass grundsätzlich die Besitzer beziehungsweise Nutzer der Immobilie für die sichere Funktion der Meldegeräte zuständig sind, es sei denn, dass der Eigentümer sich darum kümmert.

Rauchmelderpflicht in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Rauchmelderpflicht im April 2006 eingeführt und galt zunächst nur für Neubauten und bei Umbaumaßnahmen. Die Bestandswohnungen mussten jedoch ebenfalls bis Ende 2009 mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden. Die Warnmelder müssen in den Schlafräumen und in den Kinderzimmern eingebaut sein sowie in den Fluren. 

Ende 2015 gab es eine Änderung in Bezug auf die Wartungspflicht. Bis dahin waren Mieter und Vermieter parallel für die Sicherheit des Betriebszustands verantwortlich. Seitdem übernehmen jedoch die Eigentümer vor dem Gesetz die Verantwortung. Wenn die Eigentümer ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, ist ein Bußgeld fällig, das bis zu 500.000 Euro betragen kann.

Rauchmelderpflicht in Niedersachsen

Die niedersächsische Bauordnung schreibt seit November 2012 Rauchwarnmelder in Neu- und Umbauten vor. Die Übergangsphase für die Nachrüstung von Rauchmeldern in Bestandsbauten ist Ende 2015 ausgelaufen.

Die Regelung besagt, dass die Schlafräume sowie die Kinderzimmer mit einem Rauchmelder versehen werden müssen. Auch die Flure, die als Rettungsweg von den Aufenthaltsräumen der Wohneinheit dienen, benötigen zumindest einen Rauchwarnmelder.

Im Allgemeinen sind die Bewohner für die Wartung der Geräte verantwortlich. Der Eigentümer kann diese Aufgabe jedoch übernehmen und die Bewohner dadurch von ihrer Verpflichtung entbinden.

Rauchmelderpflicht in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gilt die Rauchwarnmelderpflicht für Neubauten seit April 2013 und wurde 2017 auch auf bestehende Bauten ausgeweitet. Die Warnmelder befinden sich an den strategisch wichtigen Stellen in den Schlaf- und Kinderzimmern sowie in den Rettungswegen beziehungsweise Fluren. Die Bewohner tragen die Verantwortung dafür, die Betriebsbereitschaft der Geräte sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer kommt der Pflicht zur Wartung der Feuermelder selbst nach.

Rauchmelderpflicht in Rheinland-Pfalz

Die Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz regelt den Einsatz von Rauch- und Feuermeldern. Seit 2003 besteht hier eine Rauchmeldervorschrift für Neubauten, die 2012 auf Bestandsbauten ausgeweitet wurde. Der Einbau ist in Schlaf- und Kinderzimmern verpflichtend, sowie in den Fluren, die als Rettungswege gelten.

Rauchmelderpflicht im Saarland

Im Saarland wurde die Rauchmelderpflicht für Neubauten im Jahr 2004 eingeführt. Für Bestandsbauten wurde eine Nachrüstfrist bis Dezember 2016 festgelegt. Sämtliche Schlafzimmer sowie die Rettungswege müssen seitdem mit einem Rauchmelder beziehungsweise Feuermelder ausgestattet sein. 

Die Bewohner tragen die Verantwortung, dass die Geräte einwandfrei funktionieren. Als Mieter sind sie nur dann von dieser Verpflichtung befreit, wenn der Eigentümer diese Aufgabe selbst übernimmt.

Rauchmelderpflicht in Sachsen

Die sächsische Bauordnung schreibt jeweils mindestens einen Rauchmelder für Schlafräume und Flure vor, es sei denn, es ist ein anderes System für die automatische Rauchwarnung vorhanden. Das kann auch ein Kombigerät wie ein Feuermelder sein. Die Vorschrift gilt bisher nur für Neubauten und abhängig von den baulichen Voraussetzungen für Umbauten, während das Nachrüsten für Bestandsbauten noch nicht gesetzlich geregelt ist.

Grundsätzlich sind die Bewohner für die Warnmelder verantwortlich, es sei denn, der Eigentümer kümmert sich darum. 

Rauchmelderpflicht in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt die Rauchwarnmelderpflicht seit Dezember 2009. Die Übergangs- und Nachrüstphase für Bestandsbauten lief bis Dezember 2015. Verantwortlich für die Funktionstüchtigkeit der Rauchmelder ist grundsätzlich der Eigentümer der Immobilie, auch wenn die Bauordnung keine eindeutige Aussage hierzu macht.

In Sachsen-Anhalt gilt die Rauchwarnmelderpflicht seit Dezember 2009. Die Übergangs- und Nachrüstphase für Bestandsbauten lief bis Dezember 2015. Verantwortlich für die Funktionstüchtigkeit der Rauchmelder ist grundsätzlich der Eigentümer der Immobilie, auch wenn die Bauordnung keine eindeutige Aussage hierzu macht.

Rauchmelderpflicht in Schleswig-Holstein

Warnsysteme wie Rauch- und Feuermelder müssen in Schleswig-Holstein seit Ende 2005 in Neubauten installiert werden und seit Dezember 2008 auch in Bestandsbauten. Im Allgemeinen kümmert sich der Eigentümer beziehungsweise Vermieter um die Montage der Rauchmelder, während der Bewohner/Mieter deren Wartung übernimmt. Die Eigentümer können aber auch selbst die Betriebsbereitschaft kontrollieren oder einen Dienstleister beauftragen.

Rauchmelderpflicht in Thüringen

In Thüringen gilt die Pflicht für Rauchmelder in Neubauten seit 2008. Die Übergangsphase für Bestandsbauten endet im Dezember 2018. Für die Montage und auch für die Wartungsarbeiten der Rauchwarnmelder ist der Eigentümer verantwortlich, der somit dafür Sorge tragen muss, dass die Geräte korrekt installiert und auch durchweg funktionstüchtig sind.

Verhalten im Brandfall

Bricht ein Feuer im Haus aus, ist das richtige Verhalten überlebenswichtig. Bewahren Sie auf alle Fälle Ruhe. Wenn Sie das Feuer nicht selber löschen können, verlassen Sie unverzüglich das Haus. Vergessen Sie nicht, Fenster und Türen zu schließen und informieren Sie sofort die Feuerwehr.

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