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Wie sicher sind Verhütungs-Apps?

ELLE-Logo ELLE 16.05.2017 Meike Stephan
Zyklus-App Verhütungs-App Sicherheit © Bereitgestellt von Burda Hearst Publishing GmbH Zyklus-App Verhütungs-App Sicherheit

In den vergangenen Monaten kamen immer mehr Verhütungs-Apps auf den Markt. Manche heißen auch Zyklus-Apps, trotzdem zeigen sie dir deine fruchtbaren und deine unfruchtbaren Tage an. Letztere, wie etwa die App „Clue“, sagen von vornerein: „Wir sind keine Alternative zur Verhütung!“ Explizite Verhütungs-Apps, zum Beispiel „Natural Cycles“ oder „MyNFP“ hingegen behaupten das Gegenteil und bezeichnen sich als Alternative zu Pille, Kondom und Co. Doch ist das wirklich sicher?

Verhütungs-Apps dokumentieren deinen Zyklus

Für Frauen, die nicht mehr hormonell Verhüten möchten, gibt es kaum gute Alternativen. Das dachte sich zumindest die Erfinderin der Verhütungs-App „Natural Cycles“ und schrieb einen Algorithmus, der am Ende genau sagen soll: Heute bist du fruchtbar und kannst schwanger werden – und heute nicht. Dasselbe Prinzip gilt auch für Programme wie „MyNFP“.

Das ist nicht ganz unkompliziert, denn dafür muss man jeden Morgen die Temperatur messen und auch persönliche Daten, wie den Beginn, die Stärke und Dauer der Periode, aber auch die persönliche Stimmung und Energie regelmäßig in die App einpflegen. Der TÜV hat jetzt die App „Natural Cycles“ geprüft und als Verhütungsmethode anerkannt.

Zyklus-App „Natural Cycles“ © Bereitgestellt von Burda Hearst Publishing GmbH Zyklus-App „Natural Cycles“

Verhütungs-Apps: Das sagen Frauenärzte

Generell gilt: Eine App kann nur dann als „Verhütungs-App“ bezeichnet werden, wenn die Temperatur dabei gemessen wird. Der Präsident des Berufsverbans deutscher Frauenärzte bezeichnet sie dennoch als „hochgradig unsicher“, denn: „Der individuelle Temperaturanstieg einer Frau kann viele unterschiedliche Ursachen haben und muss nicht immer mit Zyklus zusammenhängen.“

Das solltest du bei Verhütungs-Apps beachten

Generell gilt: Je mehr Daten die App über deinen Zyklus sammelt, desto sicherer wird das Ergebnis. Denn Zyklen können individuell variieren. Deshalb sollte die Dokumentation im Idealfall einige Monate vorher beginnen, bevor die App tatsächlich als verlässliche Quelle zur Überprüfung der Fruchtbarkeit herangezogen wird. Für Frauen, die in einer festen Beziehung leben und für die eine Schwangerschaft kein Problem darstellen würde, ist eine Zyklus-App eher geeignet. Und immer gilt: Eine App schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten.

Zyklus-Tracker und Lifestyle-App

Neben reinen Zyklus- und Verhütungs-Apps gibt es jetzt auch vermehrt Apps, die nebenbei noch als Gesundheits- und Lifestyle-Coach fungieren. Passend zur aktuellen Zyklusphase bekommen die Frauen individuelle Food, Fitness und Beauty-Tipps. Aktuellstes Beispiel ist die App „Ovy“, die am 16. Mai auf den Markt kommt.

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