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5 Mythen über das Fremdgehen - und was dahintersteckt

GQ-Logo GQ 11.07.2017 GQ.de
drei, mann, frau, fremdgehen © Getty Images drei, mann, frau, fremdgehen

Ist die Affäre gestanden, zerbricht die Beziehung für immer – doch stimmt das überhaupt? Ein Experte hat fünf Mythen rund um das Fremdgehen entlarvt und festgestellt: Nicht immer wird alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Seit knapp einem Jahrzehnt beschäftigt sich Scott Haltzman, Psychologe an der Brown University, mit menschlichen Beziehungen und weiß: Eine Affäre stellt nicht nur für das Opfer, sondern auch für den Täter eine große Herausforderung dar. Betroffene suchen meist verzweifelt nach Ursachen, doch liegen schlussendlich mit ihren Vermutungen oft daneben. Für das Portal askmen.com hat Haltzman deshalb die gängigsten Fremdgeh-Mythen auf den Prüfstand gestellt – und sie entlarvt.


1. Untreue zerstört die Beziehung

Affäre gestanden, Beziehung vorbei? Nicht zwangsläufig: Laut Haltzman überleben fast die Hälfte aller Ehen das Fremdgehen. Mit ehrlichen Gesprächen kann die Beziehung nämlich Stück für Stück wieder aufgebaut werden – und viele Paare fühlen sich danach enger verbunden als je zuvor. Statt sich in Fremdgeh-Mythen zu verlieren, sollten Betroffene also ehrlich miteinander sein und herausfinden, wie es zu der Affäre gekommen ist.


2. Betrug ist es nur, wenn es zum Sex kommt

Auch in diesem Mythos steckt längst nicht die volle Wahrheit, denn natürlich kann der Betrug schon viel früher stattfinden: Sobald man es nur für möglich hält, mit einer fremden Person seinen Partner zu betrügen, geht man fremd. Selbst wenn es der Übeltäter nicht so sieht: Betrug ist Betrug – egal in welcher Form. Sex spielt in einer Affäre zwar eine zentrale Rolle, doch eine emotionale Bindung kann ebenso ursächlich sein. Aus einer anfänglichen Behaglichkeit heraus wächst eine Intimität, die schließlich zur Affäre führen kann.


3. Eheprobleme sind Schuld

Fast jede Ehe steht früher oder später mal vor einem Problem. Aber Untreue ist nicht unbedingt immer die Folge davon. Laut Haltzman ist Fremdgehen in vielen Fällen ein Zeichen dafür, dass sich die Eheleute zu wenig mit einander beschäftigen, andere Tätigkeiten - wie den Job - dem Partner teilweise auch gezwungenermaßen vorziehen und nicht mehr dazu in der Lage sind, eine gemeinsame Lösung für entstandene Schwierigkeiten zu finden. Aber selbst alle Eheprobleme zusammen sind keine Entschuldigung für eine Affäre.


4. Wer einmal fremdgeht, wird es wieder tun

Einmal untreu, immer untreu? Sicherlich gibt es Übeltäter, die ihre bessere Hälfte immer wieder betrügen. Das trifft aber längst nicht auf jeden zu: Viele gehen tatsächlich nur einmal fremd und versuchen dann, ihre Beziehung zu retten. Oft reicht es schon, ein volles, ehrliches Geständnis abzulegen (und ehrlich zu blieben).


5. Affären passieren, weil Männer danach suchen

Nein. Wie Scott Haltzman erklärt, stolpern in vielen Fällen genau die Personen in eine Affäre, die gar nicht auf der Suche danach waren. Das trifft vor allem auf jene Menschen zu, die nur mit einer einzigen Person betrogen haben: Zum Beispiel entwickelt sich aus einer Vertrautheit, etwa am Arbeitsplatz, plötzlich mehr.


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