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Auf's Kuscheln kommt es an, denn: Wer viel kuschelt, ist gesünder und glücklicher!

GLAMOUR-Logo GLAMOUR 23.09.2021 Glamour.de
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Kuscheln: Warum haben wir ein Bedürfnis nach Körperkontakt?

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Ist dir auch schonmal aufgefallen, dass du plötzlich viel entspannter bist, sobald du zu einer anderen Person Körperkontakt hast? Oder anders gefragt: Hast du dir in Stresssituationen auch schon mal gewünscht, in den Arm genommen zu werden? Das ist eine völlig natürliche Reaktion deines Körpers. Denn von einer anderen Person berührt zu werden, sei es der*die Partner*in, ein*e Freund*in, der Bruder oder die Schwester, schüttet tonnenweise Oxytocin aus, ein Botenstoff, der auch als Kuschelhormon bezeichnet wird.

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Warum will man kuscheln?

Dieses Bindungshormon ist für unser menschliches Zusammenleben und unsere Beziehungen zentral, da es dafür sorgt, dass wir uns sicher, zugehörig fühlen, zudem verringert es Angst und Aggression. Es wird daher auch während der Geburt und des Stillens ausgeschüttet. Es stärkt also maßgeblich unser Miteinander und wurde von der Natur erfunden, damit wir überleben können. Das ist auch im Tierreich zu beobachten: Primaten kuscheln beispielsweise im Durchschnitt eineinhalb Stunden am Tag miteinander, sie schlafen zusammen, flohen und streicheln sich, weil es ihre sozialen Bindungen stärkt. Ebenso wirkt sich körperliche Nähe auf den Menschen des 21. Jahrhunderts aus.

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Durch regelmäßiges Kuscheln fühlen wir uns gut, spüren Liebe und Zugehörigkeit. Leider haben wir heute viel zu selten Körperkontakt. Wissenschaftler schätzen, dass der moderne Mensch gerade mal fünf Minuten am Tag körperlichen Kontakt zu einer anderen Person hat. Das ist viel zu wenig und macht uns unglücklich, gestresst sowie auf Dauer krank.

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Was passiert beim Kuscheln im Körper?

Das Bindungshormon Oxytocin, das bei Berührung ausgeschüttet wird, ist der natürliche Feind des Stresshormons Cortisol, womit Kuscheln eine wirksame Therapie gegen Stress ist. Bei körperlicher Nähe wird darüber hinaus aber auch das sogenannte Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Insgesamt also ein Hormon-Cocktail, der uns mehr als happy macht.

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Neben der seelischen Komponente verbessert Kuscheln aber auch unsere Gesundheit. Das Bindungshormon Oxytocin stärkt nämlich auch unser Immunsystem und lässt uns besser schlafen. Hautkontakt sorgt zudem dafür, dass vermehrt Killerzellen produziert werden, wodurch Erreger besser abgewehrt werden können. Erwiesenermaßen erkranken Menschen, die viel körperliche Nähe zu anderen Menschen haben, seltener an Erkältungsinfekten. Cool, oder?

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Kuscheln: Diese Bedeutung hat es für Männer

Aber, wenn Kuscheln so wichtig für uns ist, weshalb wird es dann immer so belächelt? Kuscheln kann sehr viel intimer und emotionaler sein, als Sex beispielsweise. Und alles, was in irgendeiner Weise emotional ist, wird gemeinhin mit Weiblichkeit assoziiert. Schon mal im Film den sarkastischen Spruch unter Männern gehört: “Sie wollte nur kuscheln?” Gähn, Schnarch? Das ist ein gesellschaftliches Vorurteil: Frauen wollen kuscheln, Männer wollen Sex. Dabei ist das völliger Quatsch. Kuscheln und Sex sind weder äquivalent, noch müssen sie immer Hand in Hand gehen. Klar, kann aus Zärtlichkeit, beispielsweise beim nackt Kuscheln, auch Geschlechtsverkehr entstehen und nach dem Sex kann man kuschelnd einschlafen, aber das ist nicht immer zwingend so.

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Das Bedürfnis zu kuscheln und das Bedürfnis nach Sex sprechen nicht immer, aber oftmals unterschiedliche Wünsche an, die beide Geschlechter empfinden können oder auch nicht. Viele Männer geben nicht gerne zu, dass sie es genießen zu kuscheln, aus Angst dann als unmännlich erachtet werden zu könnten. Sie leiden in diesem Fall unter toxischer Maskulinität, die ihnen ein Männerbild aufzwingt, unter dem sie sich verbiegen und “härter” wirken müssen, als sie sind.

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Fakt ist nämlich: Männer kuscheln ebenso gerne wie Frauen. Für Männer steckt dahinter oftmals jedoch ein Vertrauensbeweis. Die Bedeutung vom Kuscheln für Männer ist daher, dass ihnen die Beziehung zu einer anderen Person wichtig ist, da sie sich bei ihm*ihr fallen lassen können. Wenn ein Mann sich in der Löffelchen-Stellung mit dir entspannt, macht er sich in unserer Gesellschaft angreifbar, das setzt in der Regel Gefühle und Vertrauen voraus.

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Löffelchen-Stellung & Co.: Wie kann man gut kuscheln?

Kennst du das Kamasutra, das indische Erotikwerk, in dem verschiedenste Sex-Stellungen erklärt werden? Der Autor Rob Garder hat das Kuschel-Äquivalent dazu verfasst mit seinem Buch "Das Kuschelsutra: Eine liebevolle Hommage an die Zärtlichkeit". Darin erklärt er verschiedene Stellungen, in denen es sich besonders gut kuscheln lässt.

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Löffelchen-Stellung

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Die Löffelchen-Stellung ist ein Klassiker, sowohl beim Sex als auch beim Kuscheln. Dabei liegt ein*e Partner*in hinter dem*der Anderen. Wer der große Löffel ist und wer der kleine, kann je nach Tagesform entschieden werden. Wer innen liegt und mit den Armen umschlossen wird, erfährt hierbei jedoch mehr das Gefühl von Geborgenheit. Die Person, die außen liegt und sozusagen umarmt, nimmt hierbei eher die Rolle der*des Beschützer*in ein. Unabhängig von der Körpergröße und des Geschlechts kann man sich abwechseln, je nachdem, was man gerade braucht.

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Die 68 ½

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Ja, das klingt nach der 69er-Stellung, nur nicht ganz so geil, oder? Aber: Die 68 ½ ist eine sehr intime Stellung, um sich in die Augen zu schauen, beispielsweise nach schönem Sex. Wie bei der Stellung 69 liegt man dabei mit dem Kopf Richtung Füße des*der Anderen. Dabei legen beide jedoch ihren Kopf auf den Oberschenkel des*der Partner*in ab.

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Händchenhalten

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Egal, ob am Tisch, im Auto oder im Bett beim Einschlafen: Körperliche Nähe lässt sich auch durch Händchenhalten erzeugen.

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Auf den Schoß und in den Arm nehmen

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Es kuschelt sich aber nicht nur im Bett gut. Auch im Alltag lassen sich Positionen und Stellungen finden, in denen man kurz mit einer anderen Person zärtlichen Kontakt austauschen kann. Beispielsweise kann man sich gegenseitig auf den Schoß nehmen. Klassischerweise sitzt dabei die Frau auf dem Schoß des Mannes – aber wir schreiben das Jahr 2021 und haben ja bereits geklärt, dass auch Männer das Gefühl kennen, sich geborgen fühlen zu wollen, egal ob in einer Beziehung oder nicht. Also gilt auch hier: Wie auch immer es euch lieber ist. Hauptsache, ihr seid nah beieinander.

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Auch im Stehen kann man Körperkontakt austauschen. Zum Beispiel durch eine Umarmung, von vorne oder von hinten. Vor allem eine Umarmung von hinten kann sehr intim und tröstend sein.

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