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"Es liegt nicht an dir, sondern an mir": Was Männer sagen, aber eigentlich meinen

Freundin-Logo Freundin 16.03.2017 Daniel Hoch

Zwischen dem, was ein Mann sagt, und dem, was er meint, liegen mitunter Welten. Daniel Hoch aus dem freundin-Expertenkreis hat mal wieder für Sie die häufigsten Aussagen entschlüsselt

Was meint er wirklich? © istockphoto Was meint er wirklich?

„Generation Beziehungsunfähig“ – was für eine Schlagzeile und was für ein Titel! Immer wieder sind die Vorlesungen und Events  ausgebucht. Warum? Als Coach habe ich mir irgendwann die Frage gestellt: Ist es wirklich so oder wünschen wir es uns vielleicht sogar, beziehungsunfähig zu sein? Die Resonanz glich einem Sturm der Empörung. Wahnsinn. Wie kann er so etwas fragen, darf er solche Fragen überhaupt stellen? Na klar, kann ich. Und ich werde auch immer weiter provozieren. Denn ich hinterfrage mich gern selbst und möchte wissen, woran ich beim anderen Geschlecht wirklich bin. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, was wir mit einer Aussage meinen könnten, und Ihre Aufgabe ist es, Ihre Schublade der Vorurteile zu öffnen und den anderen selbst entscheiden zu lassen, wo er hineingesteckt werden möchte.

Mein Ziel ist es, beide Geschlechter wieder ein bisschen näher zusammenzubringen. Und deshalb zeige ich Ihnen in meinem zweiten Teil, was Männer sagen und wirklich damit meinen.

Nehmen wir fünf typische Beispiele aus dem Männerwörterbuch, die ich Ihnen übersetze:

1. „Wie lange bist du schon Single?“

Männer wollen wissen, woran sie sind. Gehen Sie davon aus, dass wir Männer die gleiche Absicht hegen wie Frauen. Ist sie unfähig und hat einen kleinen Schaden, weil sie seit fünf Jahren Single ist, oder ist sie im Kopf noch nicht frei, weil sie erst seit gestern im freien Hafen der verlassenen Seelen weilt? Wir wollen herausfinden, wie viele Koffer mit Altlasten du uns mitbringst und uns dann vor die Füße stellst.

Mein Tipp: Ehrlichkeit. Wenn er diese Frage stellt, muss er auch mit der Antwort leben, Sie schleppen ja schon genug mit sich herum.

2. „Endlich mal eine, die beim Essen reinhaut.“

Bitte, was ist das denn für eine Aussage? Nun gut, es gibt sie wirklich und es gibt Männer, die sich eben so ausdrücken. Es heißt so viel wie: Toll, dass Sie das Leben genießen und nicht über jedes Gramm nachdenken. Es heißt, es ist ihm wichtiger, das Sie sich und das Leben mehr genießen sollten, als sich über Ihre eigenen Äußerlichkeiten zu ärgern.

Mein Tipp: Liebe Damen, wenn ihr euch ärgert, über euch und/oder euren Körper, dann bewegt euch. Hört auf zu jammern, es gibt nichts Unattraktiveres als eine bildhübsche Lady, die wegen eines kleinen Pickels keine Lust auf Sex hat.

3. „Warum bist du denn Single?“

Wer kennt diese Frage nicht? Relativ plump, meinen Sie nicht? Dieses versteckte Kompliment ist ein Kompliment. Punkt. Ja gut, der Ton macht die Musik, aber der Inhalt sagt auch, dass er Sie toll findet.

Achtung: Er fragt sich allerdings, je nach Gehirnwindungen auch, ob irgendwas nicht stimmt. Wo ist der Fehler? Was hat diese Frau, dass sie nach fünf Jahren immer noch Single ist? Es kann nicht nur an uns Männern liegen.

4. "Wenn ich dir helfen soll, sag es."

Aus guter Elternstube haben wir gelernt, höflich, zuvorkommend und nett zu sein. Nett? Der feine Herr will nicht wirklich helfen, sonst würde er es einfach tun und nicht nachfragen. Nur die Absicht zu signalisieren, ist ja schon mal etwas. Will er wirklich punkten, fragt er nicht.

Mein Tipp: Sagen Sie Ja oder Nein und denken Sie nicht weiter nach. Nutzen Sie es und beobachten Sie.

5. „Es liegt nicht an dir, es liegt an mir!“

Ich weiß, Frauen können solche Sätze nicht mehr hören. Allerdings muss ich hier eine Lanze für die Männer brechen. Es gibt mehr gut reflektierte Männer als vor zehn Jahren. Sie meinen es wirklich so. Allerdings sind Sie dann trotzdem die Dumme, die sitzen gelassen wird, und der Mann bringt sich in die Opferrolle, weil er es nicht hinbekommt, aber gern würde. Danke. Tschüss.

Im schlimmsten Fall hat er keinen Bock mehr auf Sie und versucht, irgendwie gut aus der Nummer zu kommen, ohne jemanden zu verletzen. Dann ist dies wirklich der mit Abstand schlechteste Trennungssatz überhaupt – und Ladys, glauben Sie mir, wenn er mit diesem Satz um die Ecke kommt, sind Sie ohne ihn definitiv besser dran! Obwohl, könnten Sie die Sätze „Du passt mir nicht mehr!“ oder „Du reichst mir nicht!“ überhaupt vertragen?

Mein Fazit:

Wir zeigen über unser Verhalten, was wir denken. Mit unseren Worten verschleiern wir die hässliche Fratze der Realität. Deshalb mein Rat: Hinterfragen Sie Unangenehmes genauso freudig wie Angenehmes und fangen Sie bei sich selbst an, denn das Handeln folgt dem Denken. Wenn wir es uns wirklich wünschen würden, beziehungsfähig zu sein, dann würden wir auch danach leben. Der andere kann anziehen, was er will, und sich verhalten, wie er will. Wir sehen im anderen immer nur, was wir sehen wollen. Mein Blick – mein Urteil – mein Problem.

Bleiben Sie aber bitte locker: Das Leben ist schön. :)

Ihr Daniel Hoch

Mehr entschlüsselte Mänenrsätze gibt es hier

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