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Feminist:innen aufgepasst: Das steckt hinter dem Dating-Trend „Wokefishing“

ELLE-Logo ELLE vor 6 Tagen Judith Fischer
Dating-Trend Wokefishing Getty Images © Getty Images Dating-Trend Wokefishing Getty Images

„Wokefishing“ heißt die neue, fiese Masche, die gerade beim Online-Dating die Runde macht. Dabei täuschen Nutzer:innen von Dating-Apps progressive Interessen vor. Das Ziel: Feminist:innen abschleppen.

Woher kommt der Dating-Trend „Wokefishing“?

Erfunden hat den Begriff „Wokefishing“ die Journalistin Serena Smith von Vice. „Woke“ bedeutet im Englischen, dass eine Person besonders wachsam und aufmerksam ist. Häufig wird der Begriff für eine Awareness in Sachen sozialer Ungerechtigkeiten und Rassismus verwendet.

Nach diesen Eigenschaften suchen viele Singles bei einem/einer Partner:in. Das hat auch eine neue Umfrage von Bumble ergeben: Die Betreiber:innen der Dating-App haben ihre User:innen kürzlich nach den No-gos beim Dating gefragt. Auf Platz 1 der Umfrage: unterschiedliche Ansichten zum Thema Gleichberechtigung. Das stört 40 Prozent der Bumble-User:innen.

Wir ahnen alle, dass gemeinsame Werte und Prinzipien die Voraussetzung dafür sind, dass zwei Menschen harmonieren. Dafür checken wir auch gerne die Tinder- und Bumble-Bios auf der Suche nach Gleichgesinnten. Umso praktischer ist es, wenn sich Dating-Apps nach politischen Ansichten filtern lassen. Es bleibt aber die Frage: Wer meint es mit dem Feminismus wirklich ernst und wer gibt nur vor, „woke“ zu sein?

Das steckt hinter dem Dating-Trend „Wokefishing“

Menschen neigen dazu, sich ein kleines bisschen besser darzustellen, als sie tatsächlich sind. Das gilt im wahren Leben genauso wie beim Online-Dating. So schummeln wir vielleicht beim Alter, dem Gehalt oder der Körpergröße. In extremer Form nennt man diese Masche „Catfishing“. „Wokefisher“ beschränken sich aber auf die politische Persönlichkeit. In Bio und Privat-Chats geben diese Leute vor, progressiver und aufgeschlossener zu sein, als sie es tatsächlich sind. Sie lügen sich einen Charakter zurecht.

Der Hintergedanke ist klar: mehr Treffer. „Wenn ich ehrlich zugebe, dass ich ein Sexist bin, wird mein Datingpool deutlich kleiner. Also behaupte ich lieber das Gegenteil“, denkt sich ein „Wokefisher“. Statt die eigene toxische Haltung zu reflektieren und sich weiterzubilden, plappert er lieber Meinungen nach, von denen er denkt, dass sie potenzielle Dating-Partner:innen beeindrucken.

So enttarnt man „Wokefisher“ beim Online-Dating

Wenn im Profil des Matches auffallend viele „woke“ Adjektive stehen wie „politisch“, „feministisch“, „aktivistisch“, ist das ein erstes Warnsignal. In privaten Chats lassen sich dann diese vermeintlichen Interessen hinterfragen. Noch besser als Nachrichten sind da allerdings längere, persönliche Gespräche. „Wokefishing“ ist nicht gerade nachhaltig, spätestens beim ersten Date fliegt der Schwindel meistens auf.

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