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Männersprüche: Diese 7 nervigen Männersprüche müssen Sie kontern – und zwar so!

Women’s Health-Logo Women’s Health 12.09.2018
© Jacob Lund / Shutterstock.com

Hat er das eben echt gesagt?! Unfassbar! Wir haben für Sie 7 Sprüche von Männern gesammelt, die Frauen nerven – und die besten Antworten darauf

Die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist schwierig, beide brauchen häufig und viel Geduld. Aber auch wenn das jetzt leider ein bisschen in Richtung Geschlechterklischees geht: Frauen müssen oft wahrlich unterirdische Sprüche erdulden. Wir haben die schlimmsten gesammelt – und sagen Ihnen, wie Sie angemessen auf den Unsinn reagieren.

1. "Pass auf, ich erklär dir das, es ist so..."

Hintergrund: Es gibt ihn wirklich, diesen unergründlichen Drang des Mannes, die Welt zu erklären. Auch und gerade Dinge, die Frau schon weiß. Die Grundlage dafür ist wohl ein Gemisch aus a) der Überzeugung, dass er die Welt tatsächlich erklären kann und b) dem Irrglauben, dass Frau ihn dafür braucht. Für dieses Phänomen gibt es mittlerweile sogar einen Namen: Mansplaining (von engl. "man" = Mann und "explain" = erklären). Das passende Emoji dazu gibt es schon länger: Das mit dem Augenrollen.

Reaktion: Nicht tolerieren, auch nicht aus Gutmütigkeit oder Liebe zum Frieden. Wenn er Ihnen ungefragt etwas erklärt, das Sie schon wissen, sagen Sie "STOPP!" und "Weiß ich schon." Sachlich und bestimmt. Und dann erklären Sie ihm, was Mansplaining ist. Das hat er nämlich sicher noch nicht gehört.

2. "Muss das gerade JETZT sein?"

Hintergrund: Aus der Sicht vieler Männer gibt es für jede Tätigkeit den perfekten Zeitpunkt. In Bezug auf unerfreuliche Tätigkeiten wie Putzen oder Abwaschen heißt dieser Moment bei einigen: später. Und das immer. Also: nie.

Reaktion: Zunächst lautet die Antwort einfach: "Ja." Denn es muss jetzt sein. Zumindest innerhalb der nächsten 15 Minuten. Sonst vergisst er es wieder. Er tut es dennoch nicht? Nicht aufregen. Ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen, sprich: Selbst den Betrieb einstellen, locke rmachen. Er muss lernen, dass Haushalt und Zusammenleben nur arbeitsteilig funktionieren. Bleibt er untätig und tritt in Räumen, an Klamotten oder auch an ihm ein unerträglicher Verrottungszustand ein, packen Sie Ihre Sachen und ziehen zu einer Freundin. Wenn er sich überhaupt nicht einsichtig zeigt, fragen Sie die Freundin, was das Zimmer monatlich kosten würde. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass er binnen 24 Stunden die Bude komplett aufräumt, putzt und in Ihrer Lieblingsfarbe streicht.

3. "Wir hatten schon EWIG keinen Sex."

Hintergrund: Wahrscheinlich ist es gerade mal eine Woche her, es geht also höchstens um eine gefühlte Ewigkeit – von ihm gefühlt. Männer wollen und können nicht immer, aber vielleicht doch etwas öfter als die meisten Frauen. Und wenn Sie nicht in dem Maße liefern, wie er es sich wünscht, fängt er meistens irgendwann an zu drängeln. Doch dahinter steckt nicht immer wirklich die Angst, sexuell zu kurz zu kommen – nein: Als viel bedrohlicher empfindet er die Angst, dass Sie womöglich NIE WIEDER wollen. Oder womöglich mit EINEM ANDEREN! Wenn Sie ihm diese Ängste überzeugend nehmen, gibt er Ruhe, ohne dass Sie sofort mit ihm in die Kiste hüpfen.

Reaktion: Wenn Sie keine Lust haben, er aber schon, sagen Sie ihm, dass er immer noch der beste Lover ist, den Sie sich vorstellen können, und auf den Sie auch grundsätzlich Lust haben, nur eben jetzt gerade nicht. Wenn er partout keine Ruhe gibt, packen Sie wieder seine eigenen Waffen aus und fragen laut: "Muss das gerade JETZT sein?

4. "Dafür brauche ich keine Anleitung."

Hintergrund: „Selbst ist der Mann“ ist kein Motto, sondern eine Krankheit. Daran leiden fast alle Männer. Es ist für einen Mann oft ein wahrhaft entwürdigender Akt, sich zäh an den Unterpunkten einer Bedienungs- oder Aufbauanleitung entlangzuarbeiten. Er ist Macher, nicht Nachmacher. Er ist Pionier, nicht Gefolge. Denkt er. Das ist auch der wahre Grund, warum viele Männer IKEA hassen: Nicht wegen der Teelichter oder der endlos langen Möbelausstellung (okay, wegen der auch) – sondern wegen des Aufbaus blöder Regale anhand einer unfassbar langen und ach! so komplizierten Bauanleitung. Der Mann will handeln, sich nicht einem Blatt Papier unterwerfen – und vor allem will er, dass es schnell geht. Er schwitzt nicht von der Arbeit, sondern vom Warten, dass es losgeht. (Sagt er jedenfalls. Eigentlich hat er einfach keinen Bock und fragt sich, ob das Regal unbedingt gerade JETZT aufgebaut werden muss.)

Reaktion: Gelassenheit. Kaufen Sie zweimal das gleiche IKEA-Möbel (wir empfehlen Stühle, z. B. STEFAN – davon brauchen Sie eh mindestens zwei). Bauen Sie um die Wette auf – Sie mit, er ohne Anleitung. Wer verliert muss für immer die Klappe halten. Oder darf zumindest nicht damit nerven, dass er keine Anleitung braucht. (Denn – SPOILER – er wird verlieren.)

5. "Höhö, Frauen und Technik."

Hintergrund: Es ist nicht einwandfrei zu beweisen, aber Männer haben mit großer Wahrscheinlichkeit das Rad erfunden. Kann man sich ja auch ganz gut vorstellen. Urmann tritt im Wald versehentlich auf ein Aststück, dass ein Stückchen wegrollert, Urmann fällt auf den Hintern, und die Urmannkumpels lachen sich den Rückenpelz fransig. Irgendwann schubsen sich die Typen auf rollernden Ästen durch die Steppe, bis einer auf die Idee kommt, so Lasten zu transportieren. Urrad fertig. Tja. Und jetzt sind Männer halt die Technik-Genies. Okay, Männer haben tatsächlich die meisten technologischen Erfindungen gemacht – aber vor allem, weil sie den Frauen nie gestattet haben, es auch mal zu probieren. Sonst gab es vom Urmann die Keule übern Kopf. Die männliche Technik-Vorherrschaft hat viel mehr mit Gewaltmonopol als mit Geniemonopol zu tun. Natürlich haben Frauen genau so viel Ahnung von Technik, sie können sogar Bedienungs- und Aufbauanleitungen besser befolgen als Männer, hehehe.

Reaktion: Fragen Sie ihn wer Ada Lovelace war (schon im 19. Jhd.Entwicklerin der Grundlagen für heutige Computer-Programmsprachen). Fragen Sie ihn, wofür Marie Curie den Nobelpreis bekam (1903 für Physik, 1911 für Chemie). Und dann erklären Sie ihm, wie sein Computer funktioniert. Wie immer halt.

6. „Ich frage doch nicht nach dem WEG!“

Hintergrund: Auch wenn ein Mann sagt, es wäre ungehörig, fremde Leute mit der Frage nach dem Weg zu belästigen, gerade in Zeiten des Navigationsgeräts – eigentlich hat er Angst. Er fürchtet sich, vor anderen – vor FREMDEN – offen zuzugeben, dass er verloren ist, ja: sich verloren hat. Dass er nicht weiter weiß. Es geht hier nicht nur um den Weg, es geht immer auch um alles. Und diese Schwäche vor völlig Unbekannten einzugestehen, dass er EINFACH NICHT KLARKOMMT – niemals. Dann lieber für immer durch Bochum-Riemke im Kreis fahren.

Reaktion: Lassen Sie es ihn allein versuchen. Wenn er nach 5 Minuten Kreisfahrt immer noch bockt, obwohl Sie bereits angeboten haben, dass Sie selbst Menschen fragen würden, dann drohen Sie ihm. Drohen Sie ihm so: „Wenn du jetzt nicht langsamer fährst, dass ich diese Leute da fragen kann, dann MACHE ICH DAS FENSTER RUNTER UND SCHREIE, ICH WÜRDE ENTFÜHRT!!!“ Das wird wirken.

7. "Reg dich nicht so auf."

Hintergrund: Er will keine Aufregung, weil Aufregung Stress bedeutet, und Stress bedeutet Kontrollverlust, und nichts fürchtet der Mann so sehr wie zwei Dinge: Bauanleitungen und Kontrollverlust. (Klingt unlogisch? Nicht für ihn.)

Reaktion: Fakt ist, dass noch nie ein Mensch, der sich aufgeregt hat, auf die Aufforderung, sich nicht aufzuregen, damit reagiert hat, dass er sich nicht aufgeregt hat. ALSO: WARUM SOLLTEN SIE JETZT DAMIT ANFANGEN?! Sprich: Regen. Sie. Sich. Auf.

Was auch immer er für einen Unsinn redet: Er hat wahrscheinlich einfach nicht darüber nachgedacht, was sein Spruch bei Ihnen bewirkt. Wenn Sie aber alle obigen Szenarien mit ihm einmal durchhaben (oder auch nur drei davon) WIRD er darüber nachdenken, was er sagt. Das muss das Ziel sein. Dann sind diese Männersätze Geschichte.

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