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Wie „Die 5 Sprachen der Liebe“ Ihre Beziehung besser machen können

STYLEBOOK-Logo STYLEBOOK vor 6 Tagen Friederike Ostermeyer

Haben Sie schon von den „Fünf Sprachen der Liebe“ nach Gary Chapman gehört? Wir haben mit dem Paarberater und Beziehungs-Coach Eric Hegemann über das Kommunikations-Modell gesprochen und erfahren, wie allein schon das Wissen darüber eine Beziehung glücklicher machen kann.

© Getty Images  

Manchmal ist einfach der Wurm drin: Wir fühlen uns vom Partner missverstanden und allein gelassen. Oder er sich von uns, was man selbst wiederum nur sehr schwer nachvollziehen kann. „Du verstehst mich einfach nicht“, heißt es dann, und beide fühlen sich verletzt. Grund dafür ist selten mangelnde Liebe, sondern die einfache Tatsache, dass jeder Mensch eine andere Liebessprache spricht. Fünf verschiedene sind es laut dem amerikanischen Paartherapeuten Gary Chapman, der das Modell dazu Anfang der 90er entwickelte. Weil es so gut nachvollziehbar ist und schnelle Effekte mit sich bringt, fand das Konzept auf der ganzen Welt Anklang. Auch der Hamburger Paarberater und Beziehungscoach Eric Hegmann legt jedem ans Herz, sich mit der eigenen Liebessprache und der des Partners auseinanderzusetzen. „Wenn man einmal realisiert hat, wie der jeweils andere in der Liebe tickt, zeigt sich schnell, wodurch die Schieflage überhaupt entstanden ist“, verspricht der Beziehungs-Profi.

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Die fünf Sprachen der Liebe und worin sie sich unterscheiden

Vorweg: Wir können laut Experte alle Liebessprachen „sprechen“, aber meist nur eine der fünf besonders gut. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, welche von den fünf Ihre „Muttersprache“ ist, können Sie hier den offiziellen Test nach Chapman machen.

1. Anerkennung

Wer diese Sprache beherrscht, dem fällt es leicht, Menschen mit Komplimenten zu überhäufen, sie zu loben oder ihnen einfach nur zu sagen: Ich bin stolz auf dich! Dafür bedarf es meist keines besonderen Anlasses, vielmehr tut es Anerkennungs-Anhängern einfach gut, ihr Gegenüber wissen zu lassen, was für ein wunderbarer und besonderer Mensch es ist. Im Gegenzug ist ihnen die eigene Wertschätzung ebenso wichtig, und sie fühlen sich schnell zurückgesetzt, wenn Tage verstreichen, ohne dass dem Partner ein lobendes Wort über die Lippen kommt.

2. Zweisamkeit

Zeit mit dem Liebsten zu verbringen, steht für diese Menschen an höchster Stelle. Dabei geht es nicht darum, eine actionreiche Unternehmung nach der anderen zu erleben, sondern um Momente, die man ganz bewusst und intensiv miteinander erlebt – ein schönes Abendessen, ein gutes Gespräch, ein ungestörtes Wochenende. Menschen, die diese Liebessprache vorrangig sprechen, schenken dem anderen uneingeschränkte Aufmerksamkeit, erwarten dies aber auch von ihrem Partner.

3. Geschenke

Wer Freude daran hat, den anderen zu überraschen, sich für ihn verrückte oder ausgefallene Geschenke auszudenken – wer die Fähigkeit besitzt, zu bemerken, was sich der Partner wünscht, nur um dessen leuchtende Augen zu sehen – der ist Anhänger der Geschenke-Sprache. Verständlicherweise neigen diese Menschen schnell dazu, enttäuscht zu sein, wenn der Partner beispielsweise nach einer langen Reise das erhoffte Mitbringsel vergisst.

4. Hilfsbereitschaft

Nicht lang quatschen, einfach machen – so lautet das Motto dieser Sprachkategorie. Sie erkennen sofort, wo Ihre Hilfe benötigt wird, bringen unaufgefordert den Müll raus, machen ohne Murren den Abwasch, helfen bei der Steuererklärung oder bauen Regale auf. Dem anderen Arbeit abnehmen oder ihn zu unterstützen ist ihre Art, Liebe zu zeigen. Erkennt der Partner das nicht an oder übersieht er gar die ihm entgegengebrachte Hilfsbereitschaft, fühlen sie sich nicht wertgeschätzt und reagieren schnell mit emotionalem Rückzug.

5. Zärtlichkeit 

Für diese Menschen sind Streicheleinheiten, lange Umarmungen oder leidenschaftliche Küsse  das A und O in der Liebe. Für eine glückliche Beziehung brauchen zärtliche Menschen regelmäßig intensiven körperlichen Kontakt. Dabei ist weniger wichtig, ständig gesagt zu bekommen, wie sexy und begehrenswert man ist – eine heiße Liebesnacht ist vielmehr Beweis genug. Aber auch einfach nur spontanes Händchenhalten in der Öffentlichkeit tut jenen Menschen, die den Fokus auf Zärtlichkeit haben, gut. Generell gilt: Taten zählen hier mehr als Worte!

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Warum es wichtig ist, die Sprache des anderen zu lernen

„Das Schöne an diesem Modell ist, dass jeder Mensch sofort etwas damit anfangen kann“, betont Hegmann. „Plötzlich wird klar: Was mir in der Beziehung wichtig ist, steht bei dem anderen gar nicht an oberster Stelle. Das hilft ungemein, um mehr Verständnis für den anderen zu entwickeln. Und mit dieser Erkenntnis verschwindet auch die Bedrohlichkeit der Unterschiede.“ In seiner Praxis habe ein simpler Liebessprachen-Check schon für viele Aha-Effekte gesorgt. Ein Beispiel: Wem Geschenke nicht so wichtig sind, dem wird es auch egal sein, wenn es kein großes Paket zum Geburtstag gibt. Als „Zweisamkeits-Sprachler“ freut sich dieser Part viel mehr über ein romantisches Essen denn über Materielles. Wer aber auf die Designer-Tasche gehofft hat, der wird auf das liebevoll vorbereitete Dinner zu zweit womöglich mit Enttäuschung reagieren. Wenn beide um die Liebessprache des anderen wissen, dann kommt es seltener zu solchen Momenten des Unverständnisses, bzw. der Umgang damit findet viel bewusster statt.

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Was sagt meine eigene Liebessprache über mich aus?

Es geht nicht nur darum, den Partner besser zu verstehen, sondern auch darum, sich selbst besser kennenzulernen. Warum ist mir beispielsweise Anerkennung so wichtig? Liegt es daran, dass ich als Kind oft Zurückweisung erfahren habe oder schon viele enttäuschende Trennungen durchmachen musste? „Je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr kommen wir dahinter, welche Vorstellungen und Werte uns eigentlich selbst prägen. Und an dieser Stelle kann dann die richtige Beziehungsarbeit einsetzen“, erklärt Hegmann. Natürlich würden die wenigsten Menschen nur eine Liebessprache sprechen: „Wir leben Anteile von allen fünf. Aber zu wissen, welche bei sich selbst und dem Partner vorherrscht, kann schon dazu beitragen, dass manche Probleme wie von alleine verschwinden oder gar nicht erst entstehen“, so der Experte. Dabei käme meist das „Gegensätze ziehen sich an“-Prinzip zum Tragen, denn – und das erfährt Hegmann täglich in seiner paartherapeutischen Praxis: Zwei Menschen, die absolut die gleiche Liebessprache sprechen, werden selten ein Paar.

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