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Bärlauch einfrieren: So bewahren Sie das Aroma

Mein schöner Garten-Logo Mein schöner Garten 01.06.2020 Kathrin Brunner
Bärlauch als Eiswürfel einfrieren © Bereitgestellt von Mein schöner Garten Bärlauch als Eiswürfel einfrieren

Frischer Bärlauch ist nicht so lange haltbar – frieren Sie ihn einfach ein und konservieren Sie den typischen Geschmack bis zur nächsten Saison! Wir verraten, wie’s geht.

Bärlauch-Fans wissen: Die Saison, in der man das leckere Wildkraut sammelt, ist kurz. Wer die frischen Blätter des Bärlauchs einfriert, kann das ganze Jahr über den typisch-würzigen Geschmack genießen. Das Einfrieren stoppt nämlich die biochemischen Prozesse in den Blättern der Pflanze recht fix, wodurch sich das Aroma, vielleicht mit einem geringen Verlust, aber dennoch sehr gut konservieren lässt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um sich einen Bärlauch-Vorrat in der Gefriertruhe anzulegen – ohne großen Zeitaufwand. Welche das sind, erfahren Sie hier.

In Kürze: Bärlauch einfrieren

Frieren Sie Bärlauch so frisch wie möglich ein. Zunächst wäscht man die Blätter gründlich unter fließendem Wasser, trocknet Sie ab und entfernt die Stiele. Füllen Sie die Bärlauch-Blätter entweder ganz oder zerkleinert in Gefrierbeutel, Dosen oder Gläser und frieren Sie diese ein. Praktisch portionieren lässt sich Bärlauch, wenn man ihn mit etwas Wasser oder Olivenöl, als Püree oder zu Bärlauch-Butter verarbeitet in Eiswürfelformen einfriert. Luftdicht verschlossen und gefroren ist Bärlauch mehrere Monate lang haltbar.

Wie friert man Bärlauch richtig ein? Hier unsere Tipps

Frisch hat Bärlauch die meisten Inhaltsstoffe und damit auch den besten Geschmack. Aufgrund seines hohen Wassergehalts ist er aber nicht so lange haltbar. Frieren Sie das Würzkraut daher so frisch wie möglich ein, also am besten direkt nachdem Sie es im eigenen Garten geerntet, im Wald gesammelt oder auf dem Wochenmarkt gekauft haben. Waschen Sie die Blätter zunächst unter fließendem Wasser ab. Vor allem bei wild gesammelten Blättern kann andernfalls die Gefahr bestehen, sich mit dem parasitären Fuchsbandwurm zu infizieren – seien Sie beim Waschen also äußerst gründlich. Tupfen Sie die Blätter anschließend mit einem Küchentuch trocken und schneiden Sie die Stiele ab. Je nachdem wie Sie den Bärlauch gerne verwenden – ob im Ganzen als Suppeneinlage oder zerkleinert zu Fleischgerichten und im Quarkaufstrich – können Sie den Wald-Knoblauch nun entsprechend einfrieren. Wählen Sie die Portionsgrößen am besten immer so, dass Sie exakt die Menge aus dem Eisschrank entnehmen können, die Sie zum Kochen brauchen.

Bärlauch vor dem Einfrieren waschen © iStock/Qwart Bärlauch vor dem Einfrieren waschen

Ganze Bärlauch-Blätter einfrieren

Um den Bärlauch haltbar zu machen, können Sie ganze Blätter einfrieren. Dafür müssen Sie den gewaschenen und getrockneten Bärlauch lediglich in der gewünschten Menge – locker, nicht gequetscht – in luftdicht verschließbare Gefrierdosen oder Gefrierbeutel geben und ins Gefrierfach stellen – fertig! Als plastikfreie Alternativen eignen sich auch Gläser mit Schraubdeckel sowie Edelstahldosen. Gefroren sind die Blätter zwischen sechs und zwölf Monate lang haltbar.

Vom Eiswürfel bis zur Butter: Bärlauch zerkleinert einfrieren

Sie geben den Bärlauch gerne zerkleinert an Ihre Speisen? Auch in Stückchen oder fein gehackt lässt sich das nach Knoblauch schmeckende Würzkraut wunderbar einfrieren. Schneiden Sie den gewaschenen und getrockneten Bärlauch mit einem scharfen Messer nach Belieben klein und verpacken Sie ihn locker und luftdicht in Gefrierbeuteln, -dosen oder Gläsern – und ab ins Gefrierfach damit.

Bärlauch als Eiswürfel einfrieren © iStock/Qwart Bärlauch als Eiswürfel einfrieren

Verschiedene Bärlauch-Eiswürfel

Besonders praktisch ist es, sich vorportionierte Kräuter-Eiswürfel herzustellen. Füllen Sie den zerkleinerten Wald-Knoblauch einfach zusammen mit etwas Wasser oder hochwertigem Olivenöl in die Mulden eines Eiswürfelbehälters und stellen Sie das Ganze ins Gefrierfach. Sobald die Eiswürfel gefroren sind, können Sie die Portionen zum Beispiel in Gefrierbeutel umfüllen, um sie platzsparender zu lagern, und ebenfalls über mehrere Monate im Gefrierschrank aufbewahren.

Auch Bärlauch-Püree kann auf diese Weise eingefroren werden. Nur: Wasser oder Öl braucht es hierfür nicht. Geben Sie die zerkleinerten Blätter in einen Behälter, um sie anschließend mit einem Pürierstab oder einer Küchenmaschine fein zu mahlen und portioniert einzufrieren.

Bärlauch-Butter

Als Brotaufstrich oder frisch an Gegrilltes: Selbst Bärlauch-Butter lässt sich prima einfrieren und ist an ihrem frostigen Platz rund drei Monate lang haltbar. Lassen Sie dafür ein Päckchen Butter bei Zimmertemperatur weich werden und mischen Sie anschließend etwa eine Handvoll zerkleinerten Bärlauch unter. Wer mag, kann die Butter direkt mit etwas Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft verfeinern. In Eiswürfelformen eingefroren lässt sich die Bärlauch-Butter leicht entnehmen. Sie sollte zudem direkt nach dem Auftauen verwendet werden

Brot mit Bärlauchbutter © Fotolia.de/Heike Rau Brot mit Bärlauchbutter

Tipp: Den Bärlauch luftdicht einzufrieren ist ein wichtiger Aspekt, da sich Feuchtigkeit und Sauerstoff im Gefrierschrank negativ auf den Geschmack auswirken und zu Gefrierbrand führen können. Richtig gelagert sind die gefrorenen Bärlauch-Blätter und -Portionen lange haltbar. Um den Überblick zu behalten, versehen Sie am besten die Gefrierbeutel, Gläser und Dosen mit Etiketten, auf denen Datum und Inhalt notiert sind.

Vor dem Einfrieren: Worauf ist bei der Bärlauch-Ernte zu achten?

Der typische Knoblauchduft des Bärlauchs erfüllt jährlich ab März die Luft bestimmter Regionen. Vor allem an schattigen Plätzen, wie zum Beispiel in lichten Laubwäldern und auf schattigen Wiesen, ist das Wildgemüse zu finden. An schattigen und humosen Stellen lässt sich Bärlauch aber auch im eigenen Garten anbauen. Vor der Blüte, also zwischen März und Mai, sind seine frisch-grünen Blätter ganz besonders aromatisch, weshalb dann die Zeit für die Bärlauch-Ernte gekommen ist.

Wenn Sie die Pflanze wild sammeln, ist Vorsicht geboten, da Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern besteht. Achten Sie zum Beispiel unbedingt darauf, Maiglöckchen und Bärlauch sicher zu unterscheiden. Auch mit der Herbstzeitlosen und dem Aronstab besteht eine gewisse Ähnlichkeit. Passen Sie also immer gut auf und pflücken Sie nur Blätter, von denen Sie sicher sind, dass es sich um Bärlauch handelt. Ein guter Test: Reiben Sie die Blätter vorab zwischen den Fingern – nur Bärlauch verströmt den typischen Knoblauchduft. Im Zweifel lassen Sie das Blatt lieber stehen.

Übrigens: Neben dem Einfrieren gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, um Bärlauch haltbar zu machen. Verarbeiten Sie die aromatischen Blätter zum Beispiel zu Bärlauchsalz oder feinem Bärlauchpesto. Mit wenig Aufwand kann man auch ein Bärlauchöl herstellen, das Salaten, Kräutermarinaden und anderen Speisen eine würzige Note verleiht. Außerdem ist möglich Bärlauch zu trocknen, allerdings schmeckt er dann nicht mehr ganz so intensiv.

© Bereitgestellt von Mein schöner Garten

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Credit: MSG/Alexander Buggisch

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