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Coronavirus: Dänemark hamstert lieber Sextoys als Klopapier

Toilettenpapier, Hefe, Nudeln: Die meisten Auflistungen der Hamsterkäufe der vergangenen Wochen lesen sich etwas nüchtern. Natürlich ist es in einem gewissen Rahmen vernünftig, einen Vorrat zu Hause zu haben. Aber hamstert niemand Dinge, die in der Isolation einfach Freude machen? Doch, natürlich. Vor allem in Dänemark erlebt der Versand von Sextoys gerade ungeahnten Aufwind. Versandlager im Hochbetrieb Dieses Lager in der dänischen Stadt Aarhus sieht auf den ersten Blick gar nicht so aufregend aus. Kartons und Kisten stehen herum, Waren werden verpackt und zum Versand fertig gemacht. Wenn man genauer hinsieht, bemerkt man allerdings, dass es hier um Sexspielzeug geht. Und das ist derzeit bei den Dänen sehr gefragt. Während wegen der Corona-Pandemie auf den Straßen und in den Büros nicht mehr viel los ist, scheint es in den Schlafzimmern genau umgekehrt zu sein. "Ein wenig Licht in unserem Leben" Mathilde Mackowski, Miteigentümerin vom größten Anbieter von Sexspielzeugen in Skandinavien "Sinful", kann das verstehen: "Ich denke, dass wir derzeit mehr Sexspielzeuge kaufen, weil wir ein wenig Licht in unserem Leben brauchen. Wir brauchen mehr Spaß, wir brauchen mehr glückliche Zeit, die wir zusammen verbringen können. Wir alle brauchen das irgendwie und sind hungrig danach. Wir müssen Menschen sehen, wir müssen einander fühlen. Wir müssen viel stärker als zu normalen Zeiten zusammen sein." In der ersten Aprilwoche seien die Verkäufe von Sinful in Dänemark um 110 Prozent gestiegen, sagt Mackowski. Die Nachfrage nach Produkten für Paare sei besonders hoch. Auch Sexkalender, die gleich mehrere Produkte beinhalten, seien gefragt. Täglich werden rund 1500 Pakete an Online-Kunden in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finland verschickt. Auch in den anderen skandinavischen Ländern hat die Nachfrage - laut "Sinful" - deutlich zugenommen.
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