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Coronavirus: So schützen sich die Deutschen vor einer Ansteckung

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 06.04.2020 Antonia Hagedorn
© iStockphoto Das neuartige Coronavirus und die Angst vor einer Infektion sind auch weiterhin in den Köpfen der Deutschen präsent, viele ergreifen inzwischen vermehrt Schutzmaßnahmen. Dies zeigt der "Corona-Monitor", der wöchentlich die Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Bezug auf Covid-19 untersucht.

Öffentliche Orte vermeiden, die Hände richtig wachen und soziale Kontakte einschränken – die Deutschen wollen sich vermehrt vor dem Coronavirus schützen. 

Dies geht erneut aus dem „Corona-Monitor“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervor. 

Seit dem 24. März untersucht dieser in einer wiederkehrenden, repräsentativen Befragung die Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus.

Auch für die zweite Ausgabe wurden 500 Probanden telefonisch durch ein Zufallsprinzip zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu den von ihnen getroffenen Schutzmaßnahmen befragt. 

 

Immer mehr Menschen schützen sich vor einer Infektion 

Bereits in der ersten Ausgabe des Corona-Monitors gab ein Großteil der Befragten an, dass sie sich vor einer möglichen Infektion schützen wollen. 

Von dieser Ansicht ließen sich aber nicht alle Probanden überzeugen – 32 Prozent gaben vergangene Woche an, bislang keine Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung ergriffen zu haben.

Im Vergleich zur vorherigen Umfrage sank diese Zahl um zehn Prozent – nur noch 22 Prozent der Befragten schützen sich nicht vor einer Ansteckung. 

BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel ergänzt: "78 Prozent der Umfrageteilnehmer geben sich besondere Mühe, um sich nicht mit dem Virus anzustecken. Das zeigt, dass das Risiko durch Coronaviren sehr genau gesehen wird.“

Schutzkleidung wird bedeutsamer 

Weiterhin ergaben die Befragungen, dass Menschen, die sich schützen wollen, am häufigsten Wert darauf legen, die Öffentlichkeit zu meiden – 47 Prozent der Befragten meiden öffentliche Plätze. 

Zudem wird im Vergleich zur Vorwoche das Tragen von Schutzkleidung bedeutsamer, 16 Prozent tragen mittlerwele eine Atemschutzmaske oder Handschuhe. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 6 Prozent. 

Zusätzlich bestätigten die Befragten, dass sie häufiger auf Desinfektionsmittel zurückgreifen – die Zahl stieg von neun auf 13 Prozent.

Die Benutzung von Wasser und Seife machte aber auch in der erneuten Ausgabe des "Corona-Monitors" das Rennen – könnten die Befragten wählen, würden nur 16 Prozent das Desinfektionsmittel präferieren. 

 

Ergebnisse zum Ansteckungsrisiko bleiben ähnlich

Die erste Ausgabe des Corona-Monitors ergab, dass die Befragten das größte Ansteckungsrisiko in der Nähe zu anderen Menschen sahen: 81 Prozent gaben an, dass eine Infektion durch Kontakt mit Betroffenen für sie am wahrscheinlichsten sei.

Auf Platz zwei der am häufigsten genannten Übertragungswege landete laut erster Umfrage die Türklinken – 61 Prozent konnten hier eine erhöhte Ansteckungsgefahr erkennen. 

Im Vergleich zur aktuellen Befragung bleiben die Ergebnisse weitgehend ähnlich: Nach wie vor wird die Nähe zu anderen Personen von 79 Prozent und eine Berührung mit Türklinken von 63 Prozent als wahrscheinliche Übertragungswege eingeschätzt.

Bildergalerie: 10 Tipps, um sich vor Viren und Bakterien zu schützen

Im Vergleich zur ersten Ausgabe rückten zudem Lebensmittel als möglicher Übertragungsweg vermehrt in den Fokus – während in der vergangenen Woche nur zwölf Prozent der Befragten von einem erhöhten Übertragungsrisiko ausgegangen sind, lag der Wert diese Woche bei 18 Prozent.

Laut aktuellem Wissenstand ist eine solche Übertragung aber sehr unwahrscheinlich, wenn man die geltenden Hygieneregeln zum Umgang mit Lebensmitteln einhält. 

 

Akzeptanz für ergriffene Maßnahmen sinkt

Noch vergangene Woche beurteilten die Befragten die angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers insgesamt sehr positiv – mehr als 90 Prozent der Befragten beurteilen Schulschließungen, Quarantäne, Veranstaltungsausfälle und das ausgesprochene Kontaktverbot als gerechtfertigt.

Aktuell scheinen allerdings eher weniger Menschen die Eindämmungsvorschriften zu befürworten. Wiederholt beurteilten zwar über 90 Prozent der Probanden das Absagen von Veranstaltungen, das Einschränken von Reisen sowie Quarantänemaßnahmen als angemessen. 

Dahingegen sank allerdings die Akzeptanz der Ausgangssperre und des Kontaktverbotes – ein Kontaktverbot wurde nur noch von 88 Prozent als angemessen beurteilt und die Zustimmung zur Ausgangssperre verringerte sich auf 67 Prozent.

Alle aktuellen Informationen und Empfehlungen des Gesundheitsministeriums finden Sie hier.

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