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Yoga hilft bei psychischen Problemen

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 13.03.2017

Dass ein Workout für Körper und Geist ist, weiß man schon lange. Bei dieser Jahrtausende alten indischen Lehre geht es nicht nur darum, Kalorien zu verbrennen und Muskelkraft aufzubauen, sondern auch um seelische Harmonie. Das praktische Übungssystem der Yoga-Philosophie soll also nicht nur körperlich fit halten, sondern durch Meditation, einem fließenden Wechsel zwischen An- und Entspannung und Atemtechniken auch für psychische Gesundheit sorgen. Dass das tatsächlich möglich ist, beweisen mehrere Studien.

Yoga als Therapie für die Seele?

Schon seit einigen Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Wirkung von Yoga auf die körperliche und psychische Gesundheit, dabei ließen die gewonnene Erkenntnisse stets darauf schließen, dass diese Art von Workout positiven Einfluss auf das emotionale Wohlbefinden hat und (im Zusammenspiel mit anderen therapeutischen Maßnahmen) sogar Depressionen und Angststörungen lindern kann. Forscher von der University of Utah in den USA kamen zum Beispiel 2008 zu dem Ergebnis, dass Menschen, die Yoga praktizieren, weniger gestresst und damit auch schmerzunempfindlicher sind.

Bei einer deutschen Studie aus dem Jahr 2005 kam derweil heraus, dass man mit zwei 90-minütigen Yoga-Sessions pro Woche psychische Belastungen sowie Unruhe reduzieren und seine Schlafqualität verbessern kann. Eine Meta-Analyse von 2011 (veröffentlicht im Online-Journal 'The Primary Care Companion for CNS Disorders') lässt außerdem darauf schließen, dass Yoga selbst bei schwerwiegenderen psychischen Störungen wie klinischer Depression, posttraumatischer Belastungsstörung und Schizophrenie Besserung verspricht – von einer ärztlicher Behandlung sollte man bei diesen Erkrankungen deshalb allerdings nicht absehen!

Yoga: <span style="font-size:13px;">Yoga sorgt auf sanfte Art f&uuml;r eine tolle Figur, kann aber auch die Psyche wieder ins Gleichgewicht bringen.</span> © Cover Media Yoga sorgt auf sanfte Art für eine tolle Figur, kann aber auch die Psyche wieder ins Gleichgewicht bringen.

Auch eine Meta-Studie von der University of North Carolina at Chapel Hill weist daraufhin, dass Yoga bei psychischen Problemen Abhilfe schaffen kann. Studienautorin Rebecca Macy betont jedoch, dass es noch nicht genug wissenschaftliche Belege dafür gibt, dass die indische Übungslehre als alleinstehende Therapie genauso effektiv ist. Ihrer Meinung nach sollte Yoga stets zusammen mit "evidenzbasierten und etablierten Behandlungsmethoden" (darunter Psychotherapie und Medikamente) verschrieben werden. Mit der Zeit könnte sich das laut Macys Co-Autorin, der Yoga-Lehrerin und Massage-Therapeutin Leslie Roach, aber ändern: "Obwohl ich glaube, dass Yoga generell unglaublich vorteilhaft ist, bin ich außerdem der Überzeugung, dass viel mehr Bildungsarbeit darüber nötig ist, wie Yoga speziell eingesetzt werden kann, um Trauma-Patienten zu behandeln, damit es möglichst effektiv und hilfreich ist. Als alleinstehende Behandlung ist das momentan einfach nicht machbar. Ich glaube allerdings, dass das mit mehr Bildung und Forschung und erfahreneren Ausbildern möglich sein wird."

(Quelle: Cover Media)

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