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Kindererziehung: Maternal Gatekeeping: Wenn Mamas die Papas gar nicht mithelfen lassen ...

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 16.06.2018 BUNTE.de
Maternal Gatekeeping © Bereitgestellt von BUNTE.de Maternal Gatekeeping

„Lass' mich das mal machen“ – und schon übernimmt mal wieder Mama in puncto Kinderversorgung, weil es angeblich schneller, besser, einfacher geht. Genau dieses Phänomen hat inzwischen sogar in Fachkreisen einen Namen: Maternal Gatekeeping. Doch was steckt dahinter? Sind wir am Ende gar (oh Schreck!) selbst schuld, wenn Väter sich wenig bei der Erziehung einbringen? Und wie lassen wir Mütter häufiger los?

Fangen wir vorne an: „Maternal Gatekeeping“ ist vergleichbar mit einem Türsteher. Wer alles richtig macht, darf eintreten; wer nicht passt, muss draußen bleiben. Im Familienalltag sieht das wie folgt aus: Eine Mutter, die die Erziehung der Kinder völlig für sich beansprucht, owbohl sie einen hilfsbereiten Partner an ihrer Seite hat, gefallen im Verständnis von „Maternal Gatekeeping“ die Methoden des Vaters im Umgang mit den Sprösslingen nicht. Die Folge: Sie reißt das Ruder der Kindererziehung an sich.

„Ich mach das schon!“, „Lass mich mal!“ – Sätze wie diese fallen dann häufiger. Kurzum: Es sind meist Mütter, denen es schwer fällt, ihr Kind dem Partner anzuvertrauen. Vielleicht so manches Mal auch aus Angst, er würde sich nicht so gut um den Nachwuchs kümmern wie sie selbst. Oder er könnte ihre etablierten Rituale, Regeln, Grundsätze hinterfragen.

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Denn klar ist auch: Mütter kümmern sich in den ersten Lebenswochen und -monaten überwiegend allein um das Baby, müssen ihren Rhythmus finden, sind allerdings dann auch eingespielt und wissen die Zeichen ihres Kindes zu deuten. Dennoch ist der Grat zum Helikopter-Mutter-Dasein schmal. Und letzteres verhindert genau das, was wir Frauen so vehement fordern: eine stärkere Einbindung des Vaters in die Kindererziehung.

Wo beginnt Maternal Gatekeeping?

Doch wie erkennt man, ab wann der Ehrgeiz in der Erziehung zwanghaft wird? Anders gefragt: Ab welchem Punkt kann von Maternal Gatekeeping die Rede sein? Hier ein paar Beispiele:

  • Du schreibst exakt vor, welche Kleidung das Kind tragen soll.

  • Du erträgst es nicht, wenn Papa dem Baby das Fläschchen gibt – ohne dass du nochmal die Temperatur geprüft hast.

  • Du meinst, das Baby nur noch selbst wickeln zu können, weil dein Partner es deiner Meinung nach nicht richtig macht.

  • Du wirst nervös, wenn Papa dem Kind etwas ganz Anderes zum Essen macht, als von dir geplant war.

Eines ist all diesen Punkten gemeinsam: Beim Maternal Gatekeeping schreibt die Mutter dem Vater den Umgang mit dem Kind detailliert vor. Und genau das macht es nahezu unmöglich, dass Väter sich einbringen können, selbst wenn sie genau das wollen. Sie bewirkt somit das Gegenteil: Die Väter treten den Rückzug an und überlassen das Feld der Kindererziehung der Mutter.

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Aber nicht nur für die Mütter gilt es, loszulassen. Im Gegenzug müssen auch die Väter im Fall von Maternal Gatekeeping Feingefühl beweisen. Und Mut, bei der Kindererziehung initiativ mit anzupacken. Das gilt schon in der Wochenbett-Phase, die den Grundstein in puncto Aufgabenverteilung legen kann.

Maternal Gatekeeping – kann man es verhindern?

1. Tipp: Schon vor der Geburt gemeinsam Eltern sein

2. Tipp: Sich konkret darüber austauschen, wie man sich die Zeit nach der Geburt vorstellt

3. Tipp: Auch fernab des Geburtsvorbereitungskurs' Zeit für Gespräche finden

4. Tipp: Gleichberechtigt ausreichend Urlaub nehmen oder gar Elternzeit, wenn das Baby da ist

5. Tipp: Als Vater: Die eigene Bequemlichkeit überwinden und die Mutter bewusst entlasten

6. Tipp: Als Mutter: Pausen einfordern und den Papa einfach machen lassen

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