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Warum immer mehr Frauen ihre Kinder in kurzen Abständen bekommen

WUNDERWEIB-Logo WUNDERWEIB 16.05.2018 wunderweib
Warum immer mehr Frauen ihre Kinder in kurzen Abständen bekommen © Bereitgestellt von Bauer XCEL Media Deutschland KG Warum immer mehr Frauen ihre Kinder in kurzen Abständen bekommen

Immer mehr Eltern entscheiden sich dazu, ihre Kinder in kurzen Abständen zu bekommen. Doch welche Kriterien sollten Eltern beachten, wenn sie sich dafür entscheiden? Wir verraten es. 

Wenn der Altersunterschied zwischen den Kindern nicht allzu groß ist, dann können sie mehr miteinander anfangen und später besser miteinander spielen. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich immer mehr Eltern dafür entscheiden, ihre Kinder in kurzen Abständen zu bekommen. Viele Frauen bekommen erst mit Mitte, Ende Dreißig Kinder, da bleibt oft nicht mehr die Zeit, eine zweite Schwangerschaft noch auf die lange Bank zu schieben. Denn eine später Schwangerschaft birgt auch immer Risiken. 

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Das raten Ärzte und Hebammen bei einer schnellen zweiten Schwangerschaft

Ärzte und Hebammen raten, mindestens sechs Monate, besser noch neun Monate zu warten, bis man erneut schwanger wird. Erst dann ist die Hormonumstellung abgeschlossen und das Gewebe wieder fest. Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, sollten ein Jahr warten, bis sie das nächste Kind bekommen. Denn je länger die Kaiserschnittnarbe verheilen kann, desto besser stehen die Chancen für eine natürliche Geburt bei der nächsten Schwangerschaft

Kündigt sich ein paar Monate nach dem ersten Kind bereits das Zweite an, sollten die werdenden Mütter erst recht einen Gang zurückschalten. Ausgewogene und gesunde Ernährung ist genauso wichtig wie ausreichend Schlaf. Außerdem solltet ihr euch rechtszeitig um Hilfe bemühen. Denn mit einem Säugling und einem Kleinkind alleine gibt es kaum Momente zum Durchatmen. 

Für Mütter, die ihr erstes Kind noch stillen und dann wieder schwanger werden, könnte es bedeuten, dass sie sich mit dem Abstillen beschäftigen müssen. Die Milchmenge wird durch die Schwangerschaft reduziert und der Geschmack verändert sich. Oft stillt sich das Geschwisterchen dann selbst ab. Wenn sich jedoch für Mutter und Kind alles gut und richtig anfühlt, einfach weitermachen wie gehabt. 

Was bedeutet es für die Geschwister, wenn schnell ein 2. oder 3. Kind kommt?

Sind kleine Kinder weniger eifersüchtig, als große, weil sie noch nicht so bewusst mitbekommen, was ein Geschwisterchen eigentlich bedeutet? Prof. Dr. Harmut Kasten, Pädagoge und Psychologe am Münchner Staatsinstitut für Frühpädagogik hat dazu im Interwiev mit Eltern.de klar Stellung bezogen: "Erst mit etwa drei Jahren ist ein Kind so weit, dass es sich emotional von der Mutter lösen und erste Schritte in die Welt draußen tun kann. Es "braucht" die Eltern dann immer weniger und kann leichter mit einem Nebenbuhler klarkommen", klärt der Experte. "Je kleiner das große Kind ist, desto schwerer tut es sich damit. Allerdings hat ein Dreijähriger ganz andere Möglichkeiten, seinen Unmut über das Baby kundzutun als ein Kind, das noch nicht spricht. Wenn ein Kind seine Eifersucht nicht zeigt, sollten Eltern sehr genau hinsehen. Oft merkt man die Eifersucht nur in Nuancen."

Was ist mit dem Job? Eine lange Elternzeit oder lieber zwei kurze?

"Drei oder vier Jahre Elternzeit ist zu lang", findet Angela Fauth-Herkner, die als Unternehmensberaterin Firmen begleitet, die familienfreundliche Arbeitszeitmodelle einführen. "Branchenwissen veraltet schnell und Kontakte gehen verloren."

Stattdessen sollten sich die Arbeitnehmerinnen in der Schwangerschaft mit ihren Vorgesetzten zusammensetzen und überlegen, welche Aufgaben nach der Elternzeit übernommen werden können und in welchen Zeitumfang. Sind die Mütter erst zurück am Schreibtisch, genießen sie oft die Zeit bei der Arbeit. Keiner trotzt, keiner brüllt, Zeit unter Erwachsenen und das gute Gefühl, endlich mal wieder etwas in Ruhe zu Ende machen zu können. 

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