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Studie: So realistisch ist das Selbstbild von Männern zu ihrem Körper

GQ-Logo GQ 07.08.2020 GQ.de
Body-Care-Studie-Selbstbild-Manner-Frauen.jpg © Getty Images Body-Care-Studie-Selbstbild-Manner-Frauen.jpg

Wie sieht der persönliche Traumkörper aus? Dieser Frage gingen Wissenschaftler der Universität Barcelona in einer Studie nach, die im März 2020 im Fachjournal "Frontiers" veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, wie sich Männer und Frauen selbst wahrnehmen und sollen den Forschern dabei helfen, Essstörungen wie Magersucht und Bulimie besser behandeln zu können. (Lesen Sie auch: Essstörungen bei Männern – warum die Beichte von Ed Sheeran so wichtig ist

Studie zum Selbstbild: Männer sehen sich selbst positiver als Frauen

In der Untersuchung des Forscherteams um Solene Neyret wurden neun Frauen und zehn Männer zwischen 18 und 38 Jahren gebeten, ihre eigene Figur einzuschätzen und sie dann auf Papier zu zeichnen. Danach sollten die Testpersonen einen für sie idealen Körper malen. Außerdem nahmen die Wissenschaftler die tatsächlichen Maße der Probanden und erstellten dann von den drei Versionen jeweils einen Avatar – also einen grafischen Stellvertreter der echten Person. So entstanden je drei virtuelle Figuren, die sich aus den gedachten, den gewünschten und den tatsächlichen Maßen zusammensetzten. In dem eigentlichen Experiment wurden die Avatare via Virtual-Reality-Brille dann den Teilnehmern vorgeführt, die nun herausfinden sollten, welcher Avatar zu welcher Version ihrer Selbst gehört. 

Das Ergebnis: Männer haben generell ein positives Selbstbild und sind weniger kritisch mit ihrem Körper als Frauen. Sieben der zehn Probanden ordneten korrekt ein, welcher der Avatare der realitätsgetreue ihres Körpers ist – also jener, der aus den genommenen Maßen der Forscher entstanden war. Fünf von ihnen wünschten sich den Avatar als Körper, den sie von sich selbst gezeichnet hatten. Vier der Teilnehmer dachten, exakt das Bild – also jenes, das sie selbst von ihrem eigenen Körper gemalt hatten – sei das Idealbild, welches sie für ihren Körper gern hätten. (Auch interessant: Ein Experte verrät – wer ein ausgeglichener Mensch werden will, muss diese Dinge an sich ändern

Frauen dagegen sind deutlich kritischer mit ihrer Figur und schätzten sich deutlich breiter ein, als sie tatsächlich sind. Doch wenn sie die Avatare in der Rolle eines komplett Außenstehenden betrachteten, würden sich fünf der neun Frauen durchaus für den Körper mit ihren tatsächlichen Maßen entscheiden – und das auch dann, nachdem sie vorher den virtuellen Stellvertreter ihres persönlichen Traumkörpers gesehen hatten. Überraschend: Keine von ihnen hielt den Körper, den sie von sich selbst gezeichnet hatte, für die Idealfigur, die sie gerne hätte. 


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