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Wie wir uns mit einer 10-minütigen Übung die Konzentrationsfähigkeiten eines Spitzensportlers aneignen können

Ford-Logo Ford 16.02.2018
Comment un exercice de 10 minutes peut vous donner la concentration d’un athlète de haut niveau

Dass es einen großen Unterschied zwischen der Konzentrationsfähigkeit eines durchtrainierten Athleten und von uns Normalsterblichen gibt, ist einleuchtend und leicht zu erkennen. Doch Abhilfe ist in Sicht, denn eine neue Studie zeigt auf, wie eine einfache mentale Trainingsmethode diese Lücke signifikant schließen kann.

Vor kurzem haben wir über das explorative Experiment berichtet, das Ford in Zusammenarbeit mit dem King's College London und seinem Technologiepartner UNIT9 durchführt. Dabei kam eine Kombination aus einem EEG-Headset (EEG = Elektroenzephalografie) und einem Virtual Reality-Fahrsimulator zum Einsatz, deren Zweck es war, die Möglichkeiten zur Steigerung der Leistungsfähigkeit durch den Einsatz mentaler Vorbereitungs- und Achtsamkeitstechniken aus dem Leistungssport zu analysieren.

© Ford Teilnehmer des Experiments waren Rennfahrer aus dem Ford-Team, insbesondere Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx und Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier, sowie eine Gruppe von Durchschnittsmenschen. Dabei haben die Wissenschaftler das Konzentrationsniveau bei den Probanden untersucht und wie verschiedene, einschlägige Vorbereitungstechniken ihre Leistung beeinflussen.

Getestete Vorbereitungstechniken

Um zu sehen, wie sehr die mentale Vorbereitung die Leistung von Menschen beeinflusst, wurde der Einsatz zweier Kernübungen auf den Prüfstand gestellt.

• Bei der ersten handelte es sich um eine Atemmeditationsübung, die auf einer alten tibetischen Technik basiert. Die Testpersonen werden dazu ermutigt, sich zu entspannen und dann eine Reihe von kontrollierten Atemzügen durchzuführen, bevor sie ihren Atem so lange wie möglich anhalten sollten. Der Vorgang wurde einige Male wiederholt und zum Schluss folgte eine lange Erholungsphase.

• Die zweite Übung beinhaltete eine Visualisierungstechnik, die auf eine für Sportler übliche Praxis basiert, sich möglichst detaillierte Bilder ihres Erfolges vorzustellen, die ihnen dabei helfen, sich vorzubereiten und das Vertrauen in ihre Leistung aufrechtzuerhalten. In diesem Fall handelte es sich bei der Übung um eine einfache, angeleitete Meditation, die Kurven und Biegungen einer Rennstrecke und eine Sequenz wichtiger visueller Reize führte.

Während Spitzensportler diese Werkzeuge des mentalen Trainings bereits für sich nutzen, um ihre Konzentration und ihr Geschick zu verbessern, zielte die genannte Studie darauf ab, die tatsächliche Wirkung dieser einfachen Übungen zu messen, um die Erkenntnisse daraus später auf unser tägliches Leben übertragen zu können.

Ergebnisse

Die Studie ist abgeschlossen und die Ergebnisse liegen vor. Erstens, und das ist vielleicht nicht überraschend, ist die Tatsache, dass die Gehirne der Profi-Rennfahrer im Vergleich zu den der regulären Teilnehmer der Gruppe eine um 40 Prozent bessere Aufmerksamkeitsleistung aufwiesen. Während des Fahrens waren sie immer „voll da“ bzw. „in der Zone“, nachdem sie ihren Verstand darauf trainiert hatten, auf unglaublich subtile sensorische Signale zu reagieren, meist ohne auch nur bewusst darüber nachzudenken.

Aber die Sache beginnt erst wirklich interessant zu werden, wenn wir den Unterschied zwischen den normalen Teilnehmern betrachten, die sich vor dem Fahren mental vorbereitetet hatten im Vergleich zu denen, die dies nicht taten. Mit einem so genannten „EEG Attention Level Marker“ zur Kennzeichnung des Konzentrationsniveaus im Rahmen der elektroenzephalografischen Messung konnten die Wissenschaftler die Konzentration der Teilnehmer während der Fahrt verfolgen und messen, also im Wesentlichen deren Fähigkeit, konzentriert zu bleiben.

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Dr. Elias Mouchlianitis vom Institut für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften des King’s College London dazu: „Das Interessante, das wir herausgefunden haben, war, dass normale Menschen, die diese einfachen mentalen Übungen durchgeführt hatten, auch in der Lage waren, dieses höhere Leistungsniveau zu erreichen.“

Was die Ergebnisse zeigen, ist, dass eine nur 10-minütige mentale Vorbereitung die Konzentrations- und damit auch die Leistungsfähigkeit eines Menschen deutlich verbessern kann.

„Der Einsatz einfacher Atem- und Meditationsübungen sowie einer Visualisierungstechnik, bei der Schlüsselwörter zur Beschreibung der vor uns liegenden Aufgabe verwendet werden, führten dazu, dass normale Fahrer ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit um bis zu 50 Prozent verbessern konnten“, erklärt Dr. Mouchlianitis.

© Ford

Die Atemmeditation erwies sich als etwas effektiver als die Visualisierungstechnik, aber Profisportler und Rennfahrer nutzen zur Maximierung ihres Potenzials eine Kombination aus beidem.

Was das für uns bedeutet

Es ist klar, dass es im digitalen Zeitalter, in dem wir ständig mit Texten, E-Mails, Mitteilungen aus den sozialen Medien und von Werbetreibenden bombardiert werden (und das, bevor wir uns überhaupt mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen befassen konnten, die alle um unsere Aufmerksamkeit wetteifern), von unschätzbarem Wert ist, den Kopf frei zu bekommen, um die jeweils anstehende Aufgabe zu bewältigen.

„Heutzutage gibt es viel mehr kognitiven Stress als früher, weil es auch viel mehr Ablenkungen gibt“, erklärt die Sportpsychologin Dr. Rita de Oliveira. Wir haben durch diese Studie gesehen, dass Mentaltraining die neuronalen Verbindungen verstärken kann, die bei der Fahrleistung verwendet werden. Dadurch ergeben sich interessante Anwendungen für das tägliche Leben.“

Indem wir nur 10 Minuten unserer Zeit aufwenden, um uns mental auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten, sind wir also in der Lage, diese effektiver und effizienter zu erledigen, was auf lange Sicht Zeit spart und für bessere Resultate sorgt. Darüber hinaus können Bewältigungstechniken in Situationen mit hohem Stressfaktor, wie z. B. bei einer Präsentation oder einem Vorstellungsgespräch, dabei helfen, diesen Stress abzubauen, was unsere Gesundheit und unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen positiv beeinflusst.

Weitere Informationen zu Ford und seinen Produkten und Dienstleistungen finden Sie unter www.corporate.ford.com.

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