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Wandern in Österreich: Auf den Spuren des Großvenedigers

spot-on-news.de-Logo spot-on-news.de vor 2 Tagen (amw/spot)
Der Großvenediger zählt zu den höchsten Bergen Österreichs. © Rasto SK/Shutterstock.com Der Großvenediger zählt zu den höchsten Bergen Österreichs.

Bergschuhe an und rein in die wunderschöne Natur Österreichs. Der Nationalpark Hohe Tauern, rund zweieinhalb Autostunden von München entfernt, lockt jedes Jahr viele Aktivurlauber an. Und das hat auch einen guten Grund: Zwischen Bergseen, Wasserfällen und beeindruckenden Gipfeln schlängeln sich einige Routen, die ein traumhaftes Panorama bieten. Eine von ihnen: der Venediger Höhenweg.

Der circa 70 Kilometer lange Wanderweg liegt im Osttiroler Teil des Nationalparks und verläuft durch das Tauern- sowie Virgental. Der Venediger Höhenweg verfügt über eine Süd- und Nordroute. Bei beiden wandert man mehrere Tage von Hütte zu Hütte. Die meiste Zeit befinden sich die Wanderer auf einer Höhe zwischen 2.000 und 3.000 Metern - was ein grandioses Bergpanorama verspricht. Zudem haben Bergbegeisterte den Gletscher des Großvenedigers im Blick, was dem Trailer auch seinen Namen gab. Da es sich um alpines und hochalpines Gelände handelt, ist der Weg allerdings nur Bergsteigerinnen und Bergsteigern mit Erfahrung zu empfehlen.

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Von Ströden übers Türmljoch zur Johannishütte

Die Südroute beginnt in Hinterbichl, beim Wanderparkplatz in der kleinen Ortschaft Ströden, und endet beim Matreier Tauernhaus im Gschlößtal. Die Nordroute verläuft genau umgekehrt. Laut der offiziellen Webseite umfasst der Nordabschnitt sechs Etappen, der südliche sieben. Wer nicht ganz so viel Zeit hat, kann jederzeit ins Tal absteigen. Eine empfehlenswerte Route: Von Ströden über die Johannis- und Eissee- bis zur Bonn-Matreierhütte und wieder zurück zum Parkplatz.

Ab Ströden führt der Weg durch die grünen Wiesen des Maurertals zur Essener-Rostocker Hütte, die auf 2.208 Metern gelegen ist. In rund zweieinhalb Stunden sind die 8,6 Kilometer sowie 805 Höhenmeter zu schaffen. Entweder man legt dort den ersten Stopp ein oder man geht direkt weiter zur Johannishütte, die 2.121 Meter über dem Meeresspiegel thront. Nach zweieinhalb Stunden Serpentinen erreichen die Wanderer das Türmljoch (2.772 Meter), das mit seinen kleinen Schneefeldern und kantigen Felsen einen grandiosen Anblick sowie Ausblick bietet. Danach geht es eineinhalb Stunden größtenteils bergab zur ältesten Hütte des Venedigergebietes, der Johannishütte, zurück.

Dank Stahlseilsicherung zur Eisseehütte

Am nächsten Morgen bietet sich ein Abstecher zur Kreuzspitze an. Der 3.155 Meter hohe Berg ist in rund drei Stunden zu erklimmen. Hier ist Trittsicherheit gefragt, da ein Schuttgebiet sowie ein steiler Schlusshang zu überwinden sind. Aber der grandiose Ausblick auf die schneebedeckte Venedigergruppe entschädigt jede Anstrengung. Um zur Eisseehütte zu gelangen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon: Den gleichen Weg zurücknehmen und nach circa der Hälfte der Strecke dem ausgeschilderten Weg zur Zopetscharte folgen. Oben angekommen, führt ein sehr steiler Weg ins Timmeltal - es ist eine Stahlseilsicherung angebracht. Nach rund 20 Minuten folgt ein schöner, weniger anspruchsvoller Weg zur Eisseehütte (2.521 Meter). Mit viel Glück kreuzen Murmeltiere und Gämse den Weg.

Wer am nächsten Tag noch Kraft in den Oberschenkeln hat, kann auf dem 3.300 Meter hohen Gipfel der Weißspitze wandern, bevor es weiter zur Bonn-Matreier-Hütte (2.750 Meter) geht. Gut vier Stunden Gehzeit sollten Gipfelstürmer von Hütte zur Hütte einplanen. Die Strecke bereitet dank der geringen Höhenunterschiede keine Schwierigkeiten. Die Bonn-Matreier-Hütte ist die höchste der Venedigergruppe und von einigen 3.000ern umgeben. Wer genug hat, kann am nächsten Tag nach Obermauern/Virgen absteigen und mit dem Bus zurück zum Parkplatz nach Ströden fahren.

Das sollte unbedingt in den Wanderrucksack

Wer sich für diese Wanderung entscheidet, sollte möglichst ein paar Wochen im Voraus einen Schlafplatz auf den Hütten reservieren. In Österreich gilt die 3-G-Regel: Nur Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen dort übernachten. Da Corona-bedingt keine Decken verteilt werden können, einen dickeren Schlafsack mitnehmen. Die meisten Hütten bieten ein Frühstück sowie Abendessen an. Da in den Bergen das Wetter schnell umschlagen kann und sogar im Sommer mit Schnee zu rechnen ist, unbedingt Regenjacke, Mütze und Handschuhe einpacken.

Eine Regenhose ist ebenfalls sinnvoll. Wanderstöcke sind im alpinen Gelände ein Muss. Um den Rucksackinhalt vor möglichen Regenschauern zu schützen, alles in Plastiktüten verpacken oder alternativ ein Dry-Bag verwenden. Wer in Ströden sein Auto abstellt, sollte Kleingeld oder eine EC-Karte dabeihaben - der Parkplatz ist kostenpflichtig. 

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