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Tierversuchsfreie Kosmetik: Umweltfreundlich schminken mit veganem Make-up

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 19.11.2019 BUNTE.de Redaktion
Kaninchen mit Rouge-Pinsel © Artfully79/iStock Kaninchen mit Rouge-Pinsel

Eigentlich sind Tierversuche für Kosmetik schon seit 1998 in Deutschland verboten. Paragraph 7 des Deutschen Tierschutzgesetzes lautet: "Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika sind grundsätzlich verboten." Das Problem: In Ländern außerhalb der EU sind Tierversuche für Kosmetik noch immer erlaubt. Produkte und Rohstoffe, die aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt werden, können also an Tieren getestet worden sein. Auch wer nur deutsche Produkte kauft, kann also nicht sicher sein, tierversuchsfreie Kosmetik zu bekommen.

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Und: Wer einen neuen Rohstoff auf den Markt bringen will, ist auch in Deutschland gesetzlich verpflichtet, diesen auf gesundheitliche Unbedenklichkeit zu testen. Kosmetikhersteller greifen dann auch auf im Ausland an Tieren getesteten Rohstoffe zurück, wenn sie ein neues Produkt entwickeln. So machen sie zwar selbst keine Tierversuche, doch das neue Produkt ist nicht komplett frei von den grausamen Tests.

Tierversuche für Make-up

Wie wird Make-up an Tieren getestet? Was passiert da in den Laboren mit tausenden Ratten und Kaninchen? Nur wenige Beispiele: Um die Giftigkeit von Stoffen zu testen, wird Ratten der Stoff mit einer Magensonde eingegeben. Das führt zu stundenlangen Krämpfen und Schmerzen. Oft sterben die Tiere qualvoll. Kaninchen werden Kosmetika in die empfindlichen Augen getropft bis sie stark entzündet sind oder sogar auslaufen. Mehr Beispiele braucht man nicht, um zu wissen, dass sich die Suche nach tierversuchsfreier Kosmetik auf jeden Fall lohnt.

Auch Leona Lewis kämpft für tierversuchsfreie Kosmetik.

Ist vegane Kosmetik tierversuchsfrei?

Wer auf vegane Kosmetik, also Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe setzt, hofft, dass er damit tierversuchsfreie Kosmetik bekommt. Das muss aber nicht immer so sein, denn auch Inhaltsstoffe, die nicht tierischen Ursprungs sind, können im Ausland an Tieren getestet worden sein.

Trotzdem sind viele vegane Produkte tatsächlich frei von Tierleid.

So erkennst du tierversuchsfreie Kosmetik

Jetzt zur guten Nachricht: Es gibt eine ganze Reihe Firmen, die tatsächlich tierversuchsfreie Kosmetik herstellen. Erkennen kannst du sie an verschiedenen Siegeln – und nicht an den Aussagen der Hersteller! Steht zum Beispiel auf der Verpackung, "Wir führen keine Tierversuche durch", kann es sein, dass der Hersteller im Ausland Tierversuche in Auftrag gibt. Auch können einzelne Inhaltsstoffe an Tieren getestet worden sein. Verlässlich sind folgende Siegel:

  1. Das "Leaping bunny": Ein springender Hase mit zwei Sternen, der von der Coalition for Consumer Information on Cosmetics (CCIC) vergeben wird und international gültig ist.
  2. Der Hase mit der schützenden Hand vom Deutschen Tierschutzbund und dem Internationalen Herstellerverband für tierschutzgeprüfte Naturkosmetik, Kosmetik und Naturwaren e.V., der sehr strenge Standards fordert, die weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen.
  3. Die Vegan-Blume steht für Kosmetik, die sowohl vegan als auch tierversuchsfrei ist. Vergeben wird sie von der Vegan Society.
  4. Das Natrue Siegel stellt ebenfalls sehr strenge Anforderungen an Produkt und Rohstoffe bevor das Zertifikat vergeben wird. 

Findest du auf deiner Kosmetik eins dieser Siegel, kannst du sicher sein, dass hier keine Tierversuche für Make-up und Co. gemacht wurden. 

Achte auch bei zertifizierter Kosmetik auf die Inhaltsstoffe.

Diese Firmen stellen tierversuchsfreie Kosmetik her

Naturkosmetik-Label, die strenge Richtlinien und eine lange Tradition haben, sind zum Beispiel Dr. Hauschka und Weleda. Etwas günstiger sind meist die Produkte von Lavera, Benecos und Sante. Auch die Produkte der Drogeriemarkt-Kette dm, Alverde, sind zertifiziert. Generell ist bei zertifizierter Naturkosmetik die Chance sehr groß, ein Produkt ohne Tierleid zu bekommen.

Eine ausführliche Liste aller Hersteller tierversuchsfreier Kosmetik gibt es bei der Tierschutzorganisation PETA und beim Deutschen Tierschutzbund.

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