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Kräftiger Diesel, umständliche Bedienung - VW Tiguan Allspace 2.0 TDI im Test

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 12.08.2022 Clemens Hirschfeld

Mehr Auto als einen Tiguan braucht eigentlich kein Mensch – dachten wir. Dann kam der Allspace zum Test.

Mehr Auto als einen Tiguan braucht eigentlich kein Mensch – dachten wir. Dann kam der Allspace zum Test. © Achim Hartmann Mehr Auto als einen Tiguan braucht eigentlich kein Mensch – dachten wir. Dann kam der Allspace zum Test.

Es gibt Autos, die scheinbar Unmögliches ermöglichen. So überzeugt schon ein herkömmlicher Tiguan mit gutem Platzangebot. Tja, und dann rollt der VW Tiguan Allspace mit dem Top-Diesel auf den Hof. Er bietet jede Menge Platz für alles und jeden. Für sein annähernd zwei Kubikmeter großes Ladevolumen wirkt kein Hobbygerät zu sperrig, keine Biertischgarnitur zu lang oder Schwiegermutter zu, nun, schwer.

Jedenfalls darf der 1,8-Tonner mehr als sechshundert Kilogramm zuladen. Das ist enorm, aufgrund seiner Siebensitzigkeit andererseits auch angemessen. Oder doch nur ausreichend? Denn wenn sich die zwei billigen Plätze aus dem Kofferraumboden erheben, bleibt nicht viel übrig vom Raumwunder.

Einladender als die Isofix-losen Notsitze mit knapper Kopf- und Beinfreiheit ist ohnehin die verschiebbare Fondbank samt neigbarer Lehne, die auch dreiteilig fernentriegelt umklappt. Noch besser sitzt da nur der Fahrer, selbst wenn bei der über 50 000 Euro teuren, gut ausgestatteten Elegance-Version keine Massagefunktion installiert wurde. Weniger schön: VW verwendet arg verschwenderisch Kunststoff. Im Gegensatz zu Golf oder den IDs aber wenigstens noch die geschäumte Variante.

Ja, da merkt man dem Tiguan im sein Alter an – im positiven Sinne. Wobei früher vieles (noch) besser war, denn vor dem Facelift bediente man die Drei-Zonen-Klimaautomatik mit Reglern statt Touchflächen, das Infotainment bootete zügig, die Sprachsteuerung reagierte verständnisvoll, und auf Navikarten zoomte man mit Drehrädchen. Immerhin: Je ein Rad für die Verstellung von Head-up-Display-Scheibe sowie der Fahrmodi sind übrig geblieben.

TDI: stark, sparsam, sauber

Dreht und drückt man Letzteres vom sanft federnden Normal- oder Comfort-Modus in Richtung Sport, spannt das optionale Adaptivfahrwerk die Dämpfer an. Dann kurvt der SUV überraschend behände und lenkt präzise ein. Auf Wunsch assistiert der VW beim leichten Offroaden oder Anhängerparken, wobei die Anhängsel bis zu 2,5 Tonnen wiegen dürfen.

Eine echte Zugmaschine eben, mit Siebengang-DSG, Allradantrieb und Zweiliter-Diesel mit 200 PS und doppelt so viel Drehmoment. Sein Abgas reinigt das Triebwerk dabei mit zwei SCR-Katalysatoren und geht bei einem Testverbrauch von 7,6 l/100 km zumindest solo (Anhängelast 2,5 t) angemessen mit Kraftstoff um. Sie merken: Der Allspace ermöglicht auch das, zumindest als TDI.

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