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Neuer, langer Auspuff bei KTM: Anderer Sound, aber Fahrer loben Fahrgefühl

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com 05.08.2022 Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Mark Bremer
Das rechte Auspuffendrohr ist deutlich in die Länge gewachsen © Motorsport Images Das rechte Auspuffendrohr ist deutlich in die Länge gewachsen

KTM setzte im Freitagstraining für den Grand Prix von Großbritannien in Silverstone einen neuen Auspuff von Akrapovic ein. Das rechte Endrohr ist deutlich länger als bisher. Auch der Motorensound hat sich dadurch etwas verändert.

"Wir wollten mit dem Auspuff etwas mehr Performance finden und auch die Vibrationen minimieren", erklärt Miguel Oliveira. "Im direkten Vergleich verhilft uns der Auspuff nicht zu mehr Speed oder Leistung, aber er vermittelt ein gutes Gefühl. Ich bevorzuge den neuen Auspuff."

Bereits beim Montagstest Anfang Mai in Jerez (Spanien) war erstmals diese Auspuffversion zu sehen gewesen. "Das war ein erster Test mit einem Prototypen", sagt der Portugiese. "Der Sound war sehr leise, ich konnte meinen eigenen Motor kaum hören."

"Deshalb hatte ich Angst, dass ich Feedback von einem anderen Motor höre. Dann wurde weiterentwickelt und jetzt haben wir das finale Produkt hier. Der Auspuff ist jetzt zwar lauter, aber es vermittelt immer noch dieses sanfte Gefühl zum Hinterrad, das wir gesucht haben."

Im ersten Freien Training hatte Oliveira noch auf den neuen Auspuff verzichtet. Im Nachmittagstraining war er an einem seiner beiden Motorräder montiert, um Vergleichstests zu machen. Bei Teamkollege Brad Binder war die Herangehensweise anders.

Binder begann mit dem neuen Auspuff gleich am Vormittag. "Es ist ein Update. Ich habe am Vormittag direkt damit angefangen. Der Sound ist anders, aber es fühlt sich okay an. Morgen werden wir weiter daran arbeiten", sagt der Südafrikaner.

"Ich bin keinen direkten Vergleich gefahren. Deshalb kann ich die Unterschiede nicht genau benennen. Der Sound ist deutlich leiser. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob man im richtigen Gang ist. Man muss sich daran gewöhnen."

Oliveira probierte außerdem eine Änderung bei der Vordergabel von WP, die Binder nicht testete. Obwohl sich die Wege von Oliveira und KTM mit Saisonende trennen werden, ist er weiterhin voll in die Entwicklungsarbeit eingebunden.

"Ich fahre immer noch so, als wenn ich hier weitermachen würde. Eigentlich sollten die Verträge erst nach November gemacht werden und nicht im Mai", sagt er zu seiner noch offenen Zukunft. "Aber so ist der Sport. Beide Seiten werden bis Valencia alles geben."

Mit zwei Zehntel Rückstand war Oliveira als Sechster auch der mit Abstand beste KTM-Fahrer: "Mein Team arbeitet sehr gut und gibt mir das Gefühl, das ich brauche, um schnell zu sein. Wenn ich dieses Gefühl habe, kann ich besser attackieren und das Motorrad funktioniert besser."

"Ich habe mich sofort wieder auf dem Motorrad wohlgefühlt. Am Nachmittag haben wir Fortschritte gemacht und waren im Ergebnis konkurrenzfähig. Damit bin ich zufrieden. Das Ziel ist ganz klar, dass wir uns direkt für Q2 qualifizieren."

Bei Binder gab es technische Probleme. Im zweiten Training fuhr er nur zu Beginn zehn Runden und stand dann in der Box. Weil es auch beim zweiten Bike ein Problem mit der Kupplung gab, konnte er nicht mehr hinausfahren. Deswegen landete Binder im Ergebnis auf Platz 21.

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