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Toyota Corolla Cross H2 Concept: SUV mit Wasserstoff-Verbrenner

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 06.12.2022 Uli Baumann

Emissionsfreie Mobilität geht auch mit einem Verbrenner. Statt Benzin nutzt der 1,6-Liter-Turbomotor dieses Toyota-Prototyps Wasserstoff als Treibstoff.

Toyota Corolla Cross H2 Concept © Toyota Toyota Corolla Cross H2 Concept

Der japanische Autobauer Toyota verliert trotz aller Elektroautopläne das Thema Wasserstoff als Treibstoff für herkömmliche Verbrennungsmotoren nicht aus dem Blick. Immerhin ist man weltweit auf über 170 Märkten in verschiedensten Regionen mit verschiedensten Anforderungen unterwegs. Mit dem Corolla Cross H2 Concept hat Toyota den Prototyp eines wasserstoffbetriebenen Serienfahrzeugs für die Straße entwickelt.

Im Prototyp kommt der aus dem GR Corolla bekannte 1,6-Liter-Turbo-Dreizylinder mit Hochdruck-Direkteinspritzung zum Einsatz. Die Wasserstofftanks wurden so unter dem Fahrzeug platziert, dass der kompakte SUV trotz des alternativen Antriebs großzügige Platzverhältnisse für bis zu fünf Insassen und deren Gepäck bietet.

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Wieder mit Dreizylinder-Turbomotor

Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Brennstoffzelle, die wie beim Toyota Mirai Wasserstoff in elektrische Energie umwandelt und damit einen Elektromotor antreibt, nutzt der wasserstoffbetriebene Corolla Cross H2 Concept die bestehenden Technologien der Verbrennungsmotoren. Dieser Schritt erfordert weniger Investitionen und technische Anpassungen, was zu einer schnelleren Verbreitung emissionsfreier Mobilität führen könnte. Außerdem werden weniger knappe Rohstoffe wie Lithium und Nickel benötigt. Im Vergleich zu batterieelektrischen Autos sind auch die Tankzeiten deutlich kürzer. Wie bei jedem Wasserstoffansatz bildet die aktuell noch nicht vorhandene Wasserstoffinfrastruktur hier den eigentlichen Engpass.

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Seine Alltagstauglichkeit muss der Prototyp demnächst bei Tests im Norden Japans unter winterlichen Bedingungen unter Beweis stellen. Ob das Konzept Serienreife erlangt, ist noch offen: Toyota beziffert die Chance der Kommerzialisierung auf rund 40 Prozent.

Erfolgreiche Erprobung im Motorsport

Größere Chancen hat die Technik im Motorsport: In den Langstreckenrennen der japanischen Super Taikyu Serie ist die Erprobung erfolgreich angelaufen. Ein wasserstoffbetriebener GR Corolla H2 war die gesamte Saison über im Einsatz – zwischenzeitlich auch mit Toyota-Präsident Akio Toyoda am Steuer.

Die Ingenieure haben die Performance der Wasserstoffmotoren dabei sukzessive verbessert: Neben einem Leistungsplus von 24 Prozent kletterte auch das Drehmoment um 33 Prozent – die dynamische Leistungsentfaltung ist dadurch mit herkömmlichen Benzinern vergleichbar. Die Reichweite wurde im Saisonverlauf um rund 30 Prozent verbessert, die Betankungszeit von knapp fünf Minuten auf anderthalb Minuten verkürzt.

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Außerhalb Japans fuhr im August 2022 zum ersten Mal ein Toyota-Modell mit Wasserstoffantrieb auf öffentlichen Straßen in Europa: Der GR Yaris H2 wurde bei einem Demonstrationslauf im Rahmen der Rallye Ypern in Belgien auf Herz und Nieren geprüft. Diese regelmäßigen und intensiven Motorsportaktivitäten beschleunigen die Entwicklung und den technischen Fortschritt.

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