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Büroalltag: Lästerst du noch oder mobbst du schon?

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 17.07.2017
Lästern © Cover Media Lästern

Wir kennen das alle: Die Neue ist so furchtbar, dass es richtig gut tut, am Mittagstisch über sie herzuziehen. Ab wann gehen solche Lästereien zu weit?

Lästern ist Balsam für die Seele, heißt es so schön. In bestimmten Fällen mag das sogar stimmen. Das Problem ist nur: Wo mir lästern gut tut, kann es demjenigen, über den ich herziehe, wehtun. Überall dort, wo sich Menschen treffen, entstehen Konflikte und wird gelästert – wichtig ist, dass wir uns regelmäßig die Frage stellen, ob wir zu weit gehen.

Büroklatsch gehört dazu

Es wäre utopisch anzustreben, dass in einer Firma keiner über den anderen spricht. Egal, wie klein oder groß das Unternehmen ist: Es gibt Menschen, die sich auf Anhieb super verstehen und Menschen, die sich nicht leiden können. Natürlich entstehen Grüppchen oder man muss mal etwas loswerden: „Klaus aus dem 1. Stock finde ich schrecklich!“ In der richtigen Dosierung kann Klatsch im Büro sogar den Teamgeist fördern: Wir kommen einander näher, indem wir Geschichten austauschen, uns über vermeintliche Feinde und Freunde einig sind oder den Chef doof finden. Wer schon mal mit einem Kollegen über die ewig pedantische Sekretärin gewitzelt hat, die mit ihren Abrechnungen und Urlaubstagen nervt, kennt das Gefühl.

Ab wann gehe ich zu weit?

Auf Lästereien muss man ein Auge haben, denn zwischen harmlosem Bürotratsch und Mobbing verläuft ein schmaler Grat, der sich nicht einfach festlegen lässt. Was für den einen noch gesunde Reibereien zwischen Kollegen sind, ist für einen anderen schon schwerwiegendes Mobbing.

Es gibt allerdings bestimmte Punkte, auf die du achten kannst:

1. Alle gegen einen – keine gute Strategie

Lästereien treffen jeden mal, weil einfach jeder ab und zu nervt. Das gehört zu unserem Alltag. Sobald sich die Lästereien jedoch über einen längeren Zeitraum auf eine Person beschränken (egal, wie „schrecklich“ der- oder diejenige auch sein mag), sollten die Alarmglocken schrillen.

2. Fakten vs. Gerüchte

Es macht einen Unterschied, worüber wir im Büro lästern: Sich darüber zu beschweren, dass Kollege X immer drei Tage braucht, um die aktuellen Zahlen rauszusuchen, ist etwas anderes, als wenn ich darüber herziehe, dass eben jener Kollege perverse Sexneigungen habe. Gerüchte, die auf Hörensagen basieren, verletzen die Betroffenen oft maßlos, weil sie sich dann nicht nur Lästereien ausgesetzt fühlen, sondern auch Lügen und Bloßstellungen.

3. Zum Außenseiter gemacht

In die Kantine gehen, gemeinsam zur Arbeit fahren oder zusammensitzen beim Betriebsausflug – auch außerhalb des Büros verbringen wir Zeit mit unseren Kollegen. Bei solchen Gelegenheiten können sich Fronten verhärten: Es bilden sich Grüppchen, die andere bewusst ausschließen. Diese Gruppenbildung immer mal wieder aufzulockern, lockert auch die Stimmung im Büro.

4. Aktiv gegen andere vorgehen – aus Spaß wird Ernst

Immer wieder berichten Mobbing-Opfer davon, dass ihnen Termine für wichtige Besprechungen verschwiegen oder ihnen falsche Informationen weitergeleitet wurden. Fängt das absichtliche Manipulieren anderer an, besteht kein Zweifel daran, dass hier Mobbing vorliegt.

5. Klatsch-Könige haben einen schlechten Ruf

Läster-Schweine sind anderen suspekt. Der Gegenüber fragt sich ständig: „Werde ich demnächst das Opfer sein?“ Besonders vorsichtig sollten Sie vor allem bei Lästereien per E-Mail sein: Oft sind wir auf der Tastatur noch mal eine Ecke fieser als in Unterhaltungen – wenn das rauskommt, steht der Tippteufel richtig schlecht dar.

6. Lästern ja, mobben nein

Fazit: Wir sollten uns regelmäßig beobachten und uns immer mal wieder die Frage stellen, ob das, was wir im Büro mit den Kollegen klatschen, noch okay ist. Dabei zählt vor allem, dass niemand zum Opfer gemacht werden sollte, bloß, weil er nerviger, fleißiger, zurückhaltender, sensibler oder auch ehrgeiziger als andere ist.

(Quelle: Cover Media)

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