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Diese vier Verhaltensweisen können zur Trennung führen

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 17.10.2019 Cover Media
© iStockphoto

Welches Geheimnis steckt hinter langjährigen, glücklichen Beziehungen? Eine aktuelle Studie beschäftigt sich genau damit – und identifiziert vier sogennante apokalyptische Reiter, die eine Partnerschaft angreifen und scheitern lassen können.

Wer möchte es nicht kennen, das Erfolgsrezept für eine glückliche Beziehung für die Ewigkeit?

Dr. John Gottman und seine Frau Julie vom US-amerikanischen Gottman Institut haben sich in einer neuen Studie eben dieser Problematik gewidmet und 3000 Paare danach befragt, welche Aspekte bei ihnen für das Scheitern früherer Beziehungen verantwortlich waren.

Dabei wurden immer wieder vier Punkte genannt, die zu einem Liebesaus führen und dementsprechend vermieden werden sollten – wenn man seine Partnerschaft solange wie möglich am Leben erhalten möchte.

1. Kritik am Partner

Zu den sogenannten apokalyptischen Reitern, die das Ende einer Beziehung ankündigen, gehört die Kritik. Wer seinen Partner ständig kritisiert, hat schlechte Karten für eine erfolgreiche Partnerschaft.

Auf Dauer kann dem anderen die Kritik nämlich ganz schön auf die Nerven gehen. Irgendwie blockt er einfach nur noch ab und hört nicht einmal mehr hin – häufig ein erstes Anzeichen für ein baldiges Beziehungsaus. Natürlich gibt es immer auch Situationen, in denen Kritik gerechtfertigt ist, dann sollte diese aber freundlich verpackt und am besten in Ich-Botschaften kommuniziert werden.

2. Geringschätzung

Der zweite "apokalyptische Reiter" ist die Geringschätzung, die häufig sogar noch schlimmere Schäden anrichtet als ständige, unangemessene Kritik. Laut Gottman steht die Verachtung an erster Stelle der Ursachen, die eine Scheidung nach sich ziehen.

"Sie muss deshalb eliminiert werden", so der Wissenschaftler. Geringschätzung entwickelt sich, wenn man jahrelang negative Gedanken gegenüber dem Partner hegt. Kommt sie in einer Streitsituation zum Ausbruch, verhält sich der Angreifer so, als ob er sich dem Partner überlegen fühlt – reines Gift für jede Beziehung.

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Herrscht das Gefühl der Geringschätzung in einem der Partner, behandelt er den anderen ohne Respekt, wird gemein, macht ihn lächerlich oder sich lustig über ihn. Doch ohne gegenseitigen Respekt funktioniert nun einmal keine harmonische Beziehung.

3. Schuldzuweisung

Eine typische Antwort auf die Kritik des Partners ist die Abwehrhaltung und Schuldzuweisung – der dritte "apokalyptische Reiter". Dem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist ein omnipräsentes Phänomen in kriselnden Beziehungen.

Man fühlt sich zu Unrecht angegriffen, sucht nach Entschuldigungen und spielt das unschuldige Opfer, damit der Partner den Rückzug antritt. Doch diese Strategie ist leider nur in den seltensten Fällen erfolgreich. Die Ausreden und Erklärungen vermitteln dem Partner lediglich das Gefühl, dass seine Sorgen nicht erst genommen werden und dass man keine Verantwortung für seine Fehler übernimmt.

Auch wenn es verständlich ist, dass man sich selbst verteidigen möchte, wenn man sich angegriffen fühlt, bringt es nicht den erwünschten Effekt. Stattdessen verschlimmert es nur die Situation, wenn man versucht, dem anderen die Schuld zu geben. Das ist keine Methode, um einen Konflikt vernünftig zu bewältigen.


4. Abschottung

Der vierte "apokalyptische Reiter" kommt in Form von Abschottung daher, meist eine Antwort auf den zweiten Punkt – eine verachtende Haltung des Partners.

Die Abschottung tritt auf, wenn der Zuhörer sich einer Interaktion verweigert, dicht macht und dem Partner nicht mehr antwortet. Statt den Konflikt gemeinsam mit dem Partner anzugehen, vermeidet derjenige eine Diskussion.

Es braucht normalerweise eine ganze Weile, bis es zu einer Abschottung als Folge der ersten drei apokalyptischen Reiter kommt, bis man so von seinen Gefühlen überwältigt wird, dass ein Dichtmachen eine verständliche Reaktion ist. Das kann aber auch schnell zu einer schlechten Angewohnheit werden, schließlich gehört zu jeder funktionierenden Beziehung auch eine gute Kommunikation – und nicht das Vermeiden von problematischen Themen.

Eine gute Lösung wäre hingegen das Einlegen einer kurzen Gesprächspause. So kann der Partner, der von seinen Gefühlen überwältigt wird und sich abschottet, eine Zeit lang durchatmen und sich beruhigen. In dieser Zeit kann er alles tun, was ihm guttut – eine Runde spazierengehen, ein Bad nehmen oder ein Buch lesen – und anschließend wieder ruhigen Blutes zu der Diskussion zurückkehren.

Der Vorteil daran: Oft hat sich auch der "Ankläger" in der Zeit beruhigt und der Streit läuft nach der Pause gesitteter ab.

Quellen

Gottman, J. et al. (2019): The Four Horsemen: Criticism, Contempt, Defensiveness, and Stonewalling, abgerufen am 17.10.2019:, https://www.gottman.com/blog/the-four-horsemen-recognizing-criticism-contempt-defensiveness-and-stonewalling/

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