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Neue Studie: So effektiv schützt Sport vor Depressionen

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 12.11.2019 Luisa Hohenbrink
© Unsplash / Fernando @dearferdo

Beim Sport werden Botenstoffe ausgeschüttet, die sich positiv auf die Stimmung auswirken. Auch bei Depressionen kann eine gesteigerte körperliche Aktivität helfen. Wie eine Studie jetzt zeigt, ist dafür nicht einmal eine lange Joggingrunde oder ein hartes Workout nötig.

Gedrückte Stimmung und Antriebslosigkeit sind Anzeichen einer Depression. Sie zählt zu einer der häufigsten Krankheiten in Deutschland. 

Laut der Deutschen Depressionshilfe Stiftung erkrankt jeder fünfte Deutsche einmal in seinem Leben an einer Depression. 

Dagegen können nicht nur eine medikamentöse Behandlung und professionelle Hilfe helfen. Bislang galt vor allem auch Joggen als Mittel, um das Gehirn positiv zu beeinflussen.

Denn wie eine frühere Studie zeigt, wird beim Laufen eine ähnliche Reaktion ausgelöst wie bei der Einnahme eines Antidepressivums.

Auch dem Kraftraining wurde durch eine Studie ein positiver Effekt auf Menschen mit Depressionen nachgewiesen. 

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Schon 35 Minuten am Tag reichen

Dass aber nicht nur joggen und Gewichteheben, sondern jegliche Art von Bewegung, gegen Depressionen hilft, zeigt eine aktuelle Studie aus den USA. Die Forscher haben den Einfluss von Sport auf bereits an Depressionen erkrankten Teilnehmern untersucht.

Und das Ergebnis ist eindeutig: Bereits wenige Minuten Bewegung pro Tag kann gegen die psychische Krankheit helfen. „Durchschnittlich können etwa 35 zusätzliche Minuten körperlicher Aktivität pro Tag dazu beitragen, das Risiko von Depressionen zu verringern und sich vor zukünftigen Schüben zu schützen“, so Karmel Choi, Leiter der Studie.

Das gilt auch für Menschen, die ein hohes genetisches Risiko für Depressionen besitzen.

 

Egal ob Yoga oder Krafttraining: Körperliche Aktivität hilft

Dabei helfen nicht nur hochintensive Sportarten wie Joggen und Krafttraining. Auch weniger intensive Aktivitäten wie Yoga, Pilates und Stretching wirken sich positiv auf die Stimmung aus und wirken somit präventiv gegen Depressionen.

"Selbst wenn Sie sich sich bereits deprimiert fühlen, hilft körperliche Aktivität ebenfalls“, erklärt Choi.

Quellen

Duman, R. (2008): Voluntary Exercise Produces Antidepressant and Anxiolytic Behavioral Effects in Mice:, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2330082/

Choi, Karmel (2019): Physical activity offsets genetic risk for incident depression assessed via electronic health records in a biobank cohort study:, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/da.22967

Gordon, B. (2018): Association of Efficacy of Resistance Exercise Training With Depressive Symptoms:, https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/article-abstract/2680311

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