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Neue Studie: Von wegen gefühlskalt: Deine Katze liebt dich – auch wenn es nicht so aussieht

NEON-Logo NEON 12.11.2019
Wir lieben unsere Katzen – und offenbar vertrauen sie ihren "Dosenöffnern" auch mehr als gedacht © Unsplash/Manki Kim Wir lieben unsere Katzen – und offenbar vertrauen sie ihren "Dosenöffnern" auch mehr als gedacht

Menschen lieben Katzen. Doch oft scheint es so, als seien wir für sie nur ein beliebiger Dosenöffner. Eine neue US-Studie beweist nun aber: Katzen mögen uns auch, zumindest ein bisschen.

Jeder Katzenbesitzer weiß, wie es läuft: Katzen machen ihr Ding. Im Gegensatz zu Hunden gelten die meisten als Freigeister, denen recht egal ist, woher das Futter kommt, solange es kommt. Der vorwurfsvolle Blick, wenn das Futter nicht pronto serviert wird oder das lässig abgespreizte Bein beim Putzen auf der Bettdecke, auf der sie eigentlich nicht liegen dürfen – alles geschieht mit einer gewissen herrschaftlichen Attitüde. Frei nach dem Motto: Mein Mensch streichelt mich, er füttert mich – ICH muss ein Gott sein.

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Doch alle Katzenbesitzer, die ihre Zuneigung als etwas einseitig empfinden, können aufatmen – denn Katzen vertrauen laut einer aktuellen Studie ihren Besitzern mehr als gedacht. Wie Forschungen eines Teams der Oregon State University zeigen, können nicht nur Hunde, sondern auch Katzen mit Menschen unterschiedlich starke Bindungen eingehen.

Bindungstest für Samtpfoten

Um dies herauszufinden, wandten die Forscher den "Secure Base Test" an, eine Methode, die auch zur Untersuchung menschlicher Bindungen genutzt wird. Dabei wird getestet, wie sich Babys verhalten, wenn sie nach kurzer Abwesenheit von ihren Eltern oder Betreuern wieder mit ihnen in Kontakt kommen. Babys, die eine starke Bindung haben, erkunden ihre Umwelt danach auf entspannte Weise, Babys mit schwächerer Bindung sind unsicher oder klammern sich an ihre Eltern. Ähnliche Test wurden auch schon mit Hunden und Affen durchgeführt – und auch sie zeigten dieses Verhalten, abhängig von der Bindung zu ihrem Gegenüber.

Um herauszufinden, wie Katzen sich in derlei Situationen verhalten, ließen die Forscher sie zwei Minuten mit ihren Besitzern in einem Raum, danach verließ die Person den Raum für zwei Minuten und kehrte dann wieder zurück. Das Ergebnis: Über 65 Prozent der Katzen - untersucht wurden sowohl Babys als auch erwachsene Tiere - zeigten eine Verbindung zu ihrem Besitzer, indem sie der Person nach der Zusammenführung direkt ihre Aufmerksamkeit widmeten und sich entspannt im Raum bewegten.

Hoffnungen der Forscher

"Wie Hunde zeigen Katzen soziale Flexibilität in Bezug auf ihre Bindung an den Menschen", sagte Kristyn Vitale, Studienautorin und Forscherin am "Human-Animal Interaction Lab" der Oregon State University dem US-Sender "CNN". "Die Mehrheit der Katzen ist sicher mit ihrem Besitzer verbunden und nutzt sie als Quelle der Sicherheit in einer neuen Umgebung." Die gängige Annahme, dass alle Katzen per se wenig Bindungen eingehen, können die Forscher damit widerlegen. "Sobald einmal eine Bindung zwischen einer Katze und ihrem Besitzer etabliert ist, scheint sie im Laufe der Zeit relativ stabil zu bleiben", sagt Vitale.

Die Forscher hoffen, mit ihren Ergebnissen langfristig dazu beitragen zu können, Katzen aus Tierheimen zuverlässiger an passende Besitzer zu vermitteln.

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