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Sivananda Yoga

mylife-Logo mylife 25.11.2019 Miriam Steinbach
Sivananda Yoga © Sivanda Yoga Zentrum Berlin Sivananda Yoga

Ein ganzheitliches Konzept: Sivananda Yoga stärkt alle Muskelgruppen und bringt dabei das Nervensystem des Yogi optimal in Balance.

Beim Sivananda Yoga ist es das Ziel, durch eine Serie aus Körperübungen, Atemtechniken und Entspannung zu körperlicher und geistiger Gesundheit zu kommen. Hinter dem ganzheitlichen Yoga-Konzept steht der Yoga-Meister Swami Sivananda.

Bei Sivananda Yoga wird genauso viel Wert auf die Entspannung und das richtige Atmen gelegt wie auf die verschiedenen Körperübungen.

Das ist Sivananda Yoga

Der Name Sivananda Yoga leitet sich ab vom indischen Yoga-Meister Swami Sivananda. Er war Arzt und unterrichtete klassisches Yoga mit einem ganzheitlichen Ansatz. In den 1920er-Jahren lernte er seinen Guru Swami Vishwananda Saraswati kennen, der ihn maßgeblich prägte. Ihm ging es darum, den Körper gesund zu halten, den Geist auszugleichen und zu einem inneren Frieden zu finden.

In seinen mehr als 200 verfassten Büchern hat sich Swami Sivananda unter anderem mit den Lehren des Yoga beschäftigt. Das Resultat daraus: Sivananda Yoga hat einen spirituellen Anteil und vereint Hatha Yoga sowie die vier Yoga-Wege

  • Raja Yoga (Weg der Geisteskontrolle)
  • Jnana Yoga (Weg der Weisheit)
  • Karma Yoga (Weg des selbstlosen Handelns)
  • Bhakti Yoga (Weg der Hingabe)

Swami Vishnudevananda war ein Schüler von Swami Sivananda. Um den Yoga-Stil seines Lehrers fortzuführen, gründete er die Sivananda Yoga Vedanta Organisation. Dahinter steht ein weltweites Netzwerk von Aschrams und Zentren, das sich für die Verbreitung von Yoga und der Ausbildung von Sivananda-Yoga-Lehrer einsetzt.

Im Mittelpunkt einer typischen Sivananda-Yoga-Stunde stehen folgende fünf Grundpfeiler:

Körperübungen (Asanas)

Die Asanas bestehen aus zwölf Grundeinstellungen - unter anderem aus dem Kopfstand, dem Schulterstand und der Vorwärtsbeuge. Der Yogi führt sie in einer bestimmten Reihenfolge und über einen bestimmten Zeitraum aus. Durch die verschiedenen Körperübungen bleiben die Gelenke und Muskeln geschmeidig. Außerdem aktivieren sie das Herz-Kreislauf-System und fördern Konzentration sowie Meditation.

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Atemtechniken (Pranayamas)

Eine tiefe und bewusste Atmung verbindet den Körper mit dem Solarplexus (Sonnengeflecht). Letzterer ist ein Geflecht aus Fasern und Knoten des vegetativen Nervensystems. Es liegt zwischen Brustbein und Bauchnabel – am Übergang von Brust- und Lendenwirbelsäule.

Entspannung (Savasana)

Am Ende einer Sivanada-Yoga-Stunde findet immer eine Tiefenentspannung statt. Sie ist besonders wichtig, um Körper und Geist gesund zu halten. Der Yogi liegt dazu auf dem Rücken in der sogenannten Totenstellung. Seine Füße sind hüpfbreit ausgerichtet und fallen nach außen. Die Arme befinden sich in einem 45-Grad-Winkel zum Körper. Wichtig ist, dass der Gedankenfluss zur Ruhe kommt. Das gelingt am ehesten, wenn sich der Yogi auf seine Atmung konzentriert.

Ernährung

Eine bewusste Auswahl der Lebensmittel gehört außerdem zum Sivananda Yoga. Ein Yogi wählt die Nahrungsmittel, die eine gute Wirkung auf Körper und Geist haben. Außerdem ist es wichtig, dass sie keinen Schaden an der Umwelt anrichten.

Positives Denken und Meditation (Vedanta und Dhyana)

Diese beiden Ansätze haben das Ziel der Stresslinderung. Außerdem sollen sie dem Yogi helfen, neue Wege zu gehen. Durch Meditation soll er zu innerer Ruhe finden und sich dadurch besser konzentrieren können.

Interview mit Tanja Zieger vom Sivananda Yoga Zentrum Berlin

In Sivananda Yoga Zentren, die sich unter anderem in Berlin, München und Wien befinden, können Interessierte in Workshops und Seminaren den Yoga-Stil kennenlernen. mylife.de hat mit Yoga-Lehrerin Tanja Zieger über die Faszination von Sivananda Yoga gesprochen.

Wie kamen Sie selbst zu Sivananda Yoga?

Ein Arbeitskollege hat mich zu einer Probestunde von Sivananda Yoga überredet. Eigentlich wollte ich gar nicht, ich dachte, das brauche ich nicht, ich geh doch schon joggen. Aber es hat mir gutgetan und deshalb bin ich dabeigeblieben. Zum Glück!  Es gibt für mich nichts Besseres, als mich nach einem anstrengenden Tag auf die Matte zu stellen, die Augen zu schließen, tief einzuatmen und dann die Arme Richtung Sonnengruß zu strecken. Weil Yoga so einfach und so natürlich ist, hilft es mir auch mit komplexen Situationen im Alltag leichter zurechtzukommen.

Was macht für Sie die Faszination von Sivananda Yoga aus?

Das Besondere ist der ganzheitliche Ansatz. Bei Sivananda Yoga wird genauso viel Wert auf die Entspannung und das richtige Atmen gelegt wie auf die Asanas, also die verschiedenen Körperübungen. Es ist außerdem wichtig, sich gesund zu ernähren, um die Wirkung des Yoga voll zu entfalten und Blockaden im Körper und Geist zu lösen. Wenn ein Yogi die Gedanken mit Hilfe der Meditation sammelt und in eine positive Richtung lenkt, kommen Gelassenheit und innere Stärke fast wie von selbst. Das hilft, besser mit den Herausforderungen im Alltag zurechtzukommen.

Welche Wirkungen spüren Sie durch Sivananda Yoga genau auf Ihren Körper?

Die Asanas stärken und dehnen alle Muskelgruppen im Körper. Außerdem werden Gewebe, Faszien und Muskeln geschmeidig gehalten. Yoga regt darüber hinaus den Kreislauf an, die Arterien bleiben elastisch, das Herz wird gestärkt. Besonders eindrücklich spüre ich jedoch die Wirkung auf das Nervensystem. Dehnen wir uns zum Beispiel in die Vorwärtsbeuge, wird der Parasympathikus aktiviert, der Teil des Nervensystems, der für Entspannung zuständig ist. Bei einer anschließenden Gegenstellung müssen sich Muskeln anspannen, das regt wiederum den aktiven Teil des Nervensystems, den Sympathikus, an. So wird das Nervensystem optimal in Balance gebracht.

Wie sieht es mit dem Fitness-Faktor aus – hilft Sivanada Yoga auch beim Kalorienverbrennen?

Nein. Kalorien, also Fett, verbrennen wir während einer Sivananda Yoga Stunde so gut wie gar nicht. Im Gegenteil: Asanas und Pranayama senken den Grundumsatz an Energie und genau dieser müsste eigentlich gesteigert werden, um Kalorien zu verbrennen. Bejahen kann ich vielmehr die Frage, ob es auch möglich ist, durch Yoga abzunehmen. Das trifft zu, wenn der Yogi übergewichtig ist. Denn der Ausgleich des Nervensystems entschleunigt das ganze System, das Körperbewusstsein vertieft sich, Gemütsschwankungen können besser ausgeglichen und damit auch der Appetit besser unter Kontrolle gebracht werden. Wir essen bewusster und es fällt leichter, unnötige Kalorienaufnahme zu vermeiden. Wer dagegen untergewichtig ist, dem kann Yoga helfen, sein Normalgewicht zu erreichen.

Für wen ist Sivananda Yoga geeignet – gibt es Einschränkungen?

Die Frage von zahlreichen Interessierten jenseits der 50 Jahre lautet oft: Ist das überhaupt etwas für mich? Und die Antwort ist: ja! Sivananda Yoga ist für jeden geeignet, weil es die ganze Bandbreite von sanften Asanas über Mittelstufe bis hin zu fortgeschrittenen Übungen abdeckt.

Liebe Frau Zieger, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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