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Türen streichen: Frischer Look mit wenig Aufwand

Das Haus-Logo Das Haus 03.12.2019 Sabrina Deckert
Eine Tür ist wirklich langlebig, doch manchmal benötigt sie eine kleine Auffrischung – versuchen Sie es doch einmal mit einem neuen Anstrich. © Bereitgestellt von Das Haus Eine Tür ist wirklich langlebig, doch manchmal benötigt sie eine kleine Auffrischung – versuchen Sie es doch einmal mit einem neuen Anstrich.

Kleine Dellen, Kratzspuren der Haustiere oder auch Griffspuren an den Seiten: Türn machen in ihrem Leben einiges mit. Bevor Sie sie für viel Geld austauschen, probieren Sie es erstmal mit einem neuen Anstrich. Türen streichen schont aber nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern kann je nach Farbe auch einen ganz frischen Look in Ihre Wohnung bringen. Wir zeigen Schritt für Schritt wie es geht.

Was brauchen Sie zum Türen streichen?

  • einen Schraubenzieher in der Größe der Schrauben des Türgriffs
  • zwei Malerböcke
  • Malerflies oder eine Folie zum Bodenabdecken
  • Schleifmaschine mit Schleifpapier Stärke 100  und 220 
  • zweikomponenten Polyesterspachtelmasse
  • eventuell Acryl
  • Staubsauger oder sehr gutes Staubtuch
  • Malerkrepp
  • Ihre Wunschfarbe für die Tür
  • Pinsel und Farbwalze, passend zum Farbtyp 
  • Grundierung

Welche Farben eignen sich zum Türen streichen?

Zum Streichen einer Holztür eignen sich prinzipiell drei verschiedene Arten von Streichmaterialien:

  • Farbanstrich (Lack) in matt oder glänzend 
  • eine Lasur (nicht deckend)
  • ein Holzöl (imprägniert)

Wenn Sie Ihre Tür streichen wollen, sollten Sie auf eine lasierte Tür nur eine Lasur aufbringen und auf eine in Farbe gestrichene Tür eine andere Farbe. Die Grundierung unter einem Farbanstrich ist zwingend notwendig, wenn die Tür komplett vom alten Lack befreit worden ist. Wenn Sie die alte Farbe nur angeschliffen haben, brauchen Sie keine Grundierung – haben aber unter Umständen auch kein so schönes Ergebnis. 

Spezielle Lacke zum Türen streichen verwenden

Wer gerne kräftige, deckende Farben zum Türen lackieren verwenden möchte, sollte auf einen PU-Acryllack setzen. Dieser eignet sich auch, wenn die Tür starker Beanspruchung ausgesetzt ist, wie zum Beispiel in einem Kinderzimmer. Acryllack kann auch in Pastelltönen gemischt werden und braucht manchmal zwei Anstriche, bis er ausreichend deckt. Wer die Tür nicht koloriert und bemalt haben möchte, verwendet einen Acryl-Klarlack, der die Holzmaserung so richtig zur Geltung bringt und das Türblatt dennoch schützt. Von Kunstharzlacken sollten Sie die Finger lassen: Sie sind umweltschädlich. Generell sollten Sie unsere Tipps zum richtigen Umgang mit Farben und Lacken berücksichtigen.

Angesagt für die Küchentür oder die Kinderzimmertür sind momentan Kreidelacke. Dabei streichen Sie einen Teil, oder auch die ganze Tür, in schwarzem oder dunkelgrünem Kreidelack und können sie dann mit dem Einkaufszettel oder Nachrichten für Ihre Liebsten beschreiben beziehungsweise als große Mal- und Spielfläche benutzen. 

McPaint Schultafellack © Bereitgestellt von Das Haus McPaint Schultafellack

Türen mit Lasuren oder Ölen aufhübschen

Bei schönen Holztüren mit charakteristischen Maserungen könnten Sie auch über eine Lasur nachdenken. Sie deckt nicht, ist entweder durchsichtig oder in einem natürlichen Holzton erhältlich, und bringt die Charakteristik des Holzes dadurch richtig zur Geltung. Helle Holztüren können durch eine Lasur dunkler werden. Lasuren dringen tief in das Holz ein und sollten immer in Faserrichtung gestrichen werden. Vorteil: Für Zimmertüren benötigen Sie keine Grundierung – sparen sich also einen Arbeitsschritt.

Ebenfalls für charakteristische Türen und das Hervorheben der Maserung sowie der Originalfarbe des Holzes geeignet ist die Technik des Ölens. Holzöl, sowie auch der Klassiker Leinöl, dringen tief ins Holz der Tür ein und imprägnieren sie. Gefärbt gibt es diese Möglichkeit allerdings nicht.

Vorsicht: Manche Türen sehen aus wie Holztüren, bestehen aber in Wirklichkeit nur aus einer holzimmitierenden Kunststofffolie, die auf Sperrholz oder eine Spanplatte aufgezogen wurde. Diese Türen können ebenfalls gestrichen werden – aber Sie sollten eine Farbe kaufen, die auf Kunststoff hält und die Folie mit 220er-Schleifpapier nur sehr leicht anrauen. 

Pictolor Holzlasur © Bereitgestellt von Das Haus Pictolor Holzlasur

Türen streichen: Schritt für Schritt

Die Vorbereitungen

 

  • Stellen Sie die zwei Malerböcke auf und legen Sie den Boden darunter mit Malerflies, einer Folie oder einer alten Zeitung aus. Legen Sie die ausgehängte Zimmertür auf die Böcke. Prinzipiell können Sie natürlich auch die Tür eingehängt lassen – aber dann müssen Sie am Pinsel schon ein wahrer Meister sein, um alle Ecken zu erreichen, ohne unschöne Farbränder dort zu hinterlassen, wo sie nicht hingehören.
  • Entfernen Sie Schilder, Sticker, Aufkleber oder ähnliches und schrauben Sie den Türgriff sowie die Rosette (das, was um das Schlüsselloch herum ist) ab.
  • Schleifen Sie die Türzarge und die Zierblenden in Richtung der Faserung mit dem 100er-Schleifpapier komplett ab. Die Türzarge ist das, was sie links, rechts und oben im Türrahmen befestigt sehen, wenn Sie die Innentür aufmachen, und in dem an einer Seite das Schließblech steckt. Die Zierblenden sind die drei, beziehungsweise sechs Latten, die die Tür auf beiden Seiten einrahmen.  
  • Dann machen Sie sich an das Abschleifen des sogenannten Türblatts, also der Tür selbst. 
  • Sollten Sie Löcher oder Risse in der Zimmertür haben, können Sie diese jetzt mit Zweikomponenten-Polyesterspachtelmasse gemäß der Packungsanleitung auffüllen – denken Sie daran, dass die verfüllten Stellen erneut abgeschliffen werden müssen. Risse in der Türzarge können Sie auch mit Acryl verschließen. 
  • Entfernen Sie den Schleifstaub sorgfältig – am besten mit einem Staubsauger. 
  • Legen Sie den Bereich rund um die Türzarge ebenfalls mit Malerflies oder Folie aus, damit Sie nicht den Boden volltropfen.
  • Bevor Sie mit dem Streichen der Tür beginnen, sollten Sie sämtliche Oberflächen abschleifen. © iStock/Visivasnc /iStock/Visivasnc Bevor Sie mit dem Streichen der Tür beginnen, sollten Sie sämtliche Oberflächen abschleifen.

    Grundierung aufbringen

  • Falls Glaselemente in der Zimmertür sitzen, kleben Sie diese jetzt sorgfältig mit dem Malerkrepp ab. 
  • Stellen Sie sicher, dass Werkzeuge und Materialien griffbereit neben Ihnen liegen, denn die nächsten Schritte sollten ohne Unterbrechungen vonstatten gehen. 
  • Mit einem Pinsel tragen Sie den Vorlack zuerst entlang der Türzarge, dann auf den Rändern des Türblatts auf. So können Sie überschüssige Farbnasen, die beim Behandeln der Zargen auf das Türblatt laufen, in dessen Lackschicht einarbeiten, solange sie noch nass sind. Sind sie erst getrocknet, entstehen unschöne Tropfen im Lackbild. 
  • Wechseln Sie auf die Schaumstoffwalze und tragen Sie den Vorlack zügig auf den großflächigeren Teilen der Zimmertür auf. 
  • Lassen Sie den Vorlack über Nacht gut trocknen und schleifen Sie anschließend mit 220er-Schleifpapier alle vorlackierten Teile erneut an. 
  • Drehen Sie das Türblatt um und legen Sie die vorlackierte sowie abgeschliffene Seite auf die Malerböcke. Wiederholen Sie den Vorlackier- und Schleifvorgang für den noch nicht behandelten Teil der Zimmertür.
  • Tragen Sie den Vorlag zügig und gleichmäßig auf. © iStock/Gangis_Khan /iStock/Gangis_Khan Tragen Sie den Vorlag zügig und gleichmäßig auf.

    Jetzt geht’s ans Streichen der Tür

  • Mit einem Pinsel bringen Sie wie beim Vorlack die Farbe zuerst auf der Türzarge und dann an den Ecken und Rändern des Türblatts auf. Dann streichen Sie die großen Flächen mit der Walze. Wenn die erste Farbschicht getrocknet ist, streichen Sie alles ein zweites Mal – sollte es notwendig und von Ihnen gewünscht sein. Tipp: Sollten Sie beim ersten Anstrich Farbnasen produziert haben, empfiehlt es sich, diese vor dem zweiten Mal Streichen, abzuschleifen, das entstandene kleine Loch in der Farbschicht zu schließen und trocknen zu lassen, bevor Sie das zweite Mal darüber streichen. 
  • Drehen Sie, wenn die Farbe gut getrocknet ist, das Türblatt um und legen Sie die gestrichene Seite auf die Malerböcke. Streichen Sie jetzt die zweite Seite der Zimmertür und lassen Sie sie ebenfalls sehr gut trocknen. Falls notwendig wiederholen Sie die Schritte zwei und drei noch einmal. 
  • Schrauben Sie die Rosette und den Türgriff wieder an, hängen Sie die Tür ein – fertig.
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