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Isolierverglasung: So sperren Sie die Kälte aus

Das Haus-Logo Das Haus 01.01.2020 Carolin Haist
Die Anschaffung einer Isolierverglasung ist keineswegs günstig, allerdings garantiert diese auf lange Sicht ein energieeffizientes Wohnen. © Bereitgestellt von Das Haus Die Anschaffung einer Isolierverglasung ist keineswegs günstig, allerdings garantiert diese auf lange Sicht ein energieeffizientes Wohnen.

Die Isolierverglasung ist auf dem Vormarsch und auch in immer mehr sanierten Altbauten zu finden. Denn wer Wert auf energieeffizientes Wohnen legt, kommt an der Isolierverglasung nicht vorbei. DAS HAUS erklärt, welche Vorteile die Isolierverglasung bietet, welche Energieeinsparungen möglich sind und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Egal ob Sie gerade mit der Planung Ihres Neubaus beschäftigt sind oder Sie gerne einen Altbau sanieren möchten, die Isolierverglasung ist mittlerweile fester Bestandteil eines Bauprojektes. Seit 2002 ist sie sogar Pflicht für alle Wohn- Büro und Gewerbegebäude, denn die Energieeinsparverordnung regelt, wie viel Energiebedarf Gebäude haben dürfen. Bei der Isolierverglasung handelt es sich um ein Fenster, das mehrere Glasscheiben besitzt. Wurden früher einfach verglaste Scheiben verbaut, kommen heute nur noch Fensterscheiben mit Zweischeiben- oder Dreischeiben-Isolierverglasung zum Einsatz.

Isolierverglasung – so funktionieren die modernen Fensterscheiben!

Bei der sogenannten Isolierverglasung werden im Querschnitt der Fensterscheibe im Abstand von rund acht bis sechzehn Millimetern Glasscheiben mit einem abgeschlossenen Zwischenraum platziert. Verbunden sind die Einzelscheiben durch den sogenannten Randverbund, der für die nötige Stabilität sorgt. Der entstandene Zwischenraum wird im Herstellungsprozess mit Edelgas oder trockener Luft befüllt. Edelgase wie Argon oder Krypton haben hierbei einen noch größeren Effekt, da sie Wärme schlechter leiten als Luft. Vergleicht man den Dämmwert einer Einfach-Verglasung mit einer Zweischeiben-Isolierverglasung, kann der Wärmeverlust sogar halbiert werden.

Gemessen wird die Energieeffizienz des Fenstersystems mit dem sogenannten Wärmedurchgangskoeffizient, auch U-Wert genannt. Für die Messung des U-Wertes ist es entscheidend, wie viel Energie in Form von Watt über einen Quadratmeter der Fensterfläche bei einem festgelegten Temperaturunterschied an die Umgebung abgegeben wird. Der U-Wert liegt bei der modernen Dreifach-Isolierverglasung bei rund 1,1 W/m²K. Als Faustregel gilt: Je niedriger der U-Wert ist, umso besser ist die Wärmedämmung.

Das so entstandene Fenster benötigt neben dem Randverbund keinen weiteren Fensterrahmen, muss aber je nach statischer Anforderung aus bestimmtem Sicherheitsglas hergestellt werden. Bei der Isolierverglasung liegt die Stärke der Glasscheiben bei circa vier Millimetern.

  Der Zwischenraum zwischen den einzelnen Glasscheiben ist mit Edelgas oder trockener Luft befüllt. © iStock/sergeyryzhov /iStock/sergeyryzhov Der Zwischenraum zwischen den einzelnen Glasscheiben ist mit Edelgas oder trockener Luft befüllt.

Perfekte Stabilität dank Randverbund

Ein besonders wichtiger Punkt der Isolierverglasung ist der Randverbund, der den einzelnen Glasscheiben nicht nur Stabilität gibt, sondern auch für die benötigte Dichtigkeit sorgt. Denn damit der volle Isoliereffekt genutzt werden kann, darf kein Wasserdampf in die Scheibenzwischenräume gelangen. Auch eventuelle Verformungen werden vom Randverbund ausgeglichen.

Vor- und Nachteile der Isolierverglasung

Auch bei der Zweifach- oder Dreifach-Isolierverglasung gibt es neben den zahlreichen positiven Effekten Grenzen, die man vor der Umrüstung kennen sollte. DAS HAUS erklärt, wann die Isolierverglasung Sinn macht.

Der wichtigste Vorteil des Fenstersystems mit Isolierverglasung ist der sehr gute Wärmeschutz. Denn gegenüber Fenster mit Einfach-Verglasung können Sie hier den Wärmeverlust deutlich reduzieren – das spart Heizkosten. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, die einzelnen Scheiben des Isolierglases beschichten zu lassen. So erhalten Sie einen Sonnenschutz, der auch im Sommer für ein angenehmes Raumklima sorgt. Ein weiterer positiver Effekt gegenüber älteren Fenstern ist der verbesserte Schallschutz.

Obgleich die Vorteile überwiegen, hat die Isolierverglasung auch Nachteile. Die Anschaffungskosten gegenüber der Einfach-Verglasung sind deutlich höher. Bevor Sie sich zu dieser Umrüstung entscheiden, sollten Sie mit einem Experten die mögliche Energieeinsparung im Verhältnis zu den Anschaffungskosten berechnen. Ein weiterer Nachteil ist das deutlich höhere Gewicht, da mehre Glasscheiben pro Fenster verbaut werden.

Gut zu wissen: Bei besonders großen Scheiben muss der sogenannte Isolierglaseffekt einkalkuliert werden, um die Stabilität zu gewährleisten. Temperaturschwankungen können nämlich dazu führen, dass sich das Glas aufgrund des Druckausgleichs leicht nach außen oder nach innen wölbt.

Isolierverglasung – mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Ihre Fenster energetisch zu sanieren, sollten Sie sich auch genau über die Kosten informieren. Denn nur wenn die Energieersparnis größer ist als die Anschaffungskosten lohnt sich eine Umrüstung. Aktuell werden hauptsächlich Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung eingesetzt. Die Preise variieren je nach eingesetztem Rahmen-Material: Kunststofffenster kosten rund 500 Euro, Holzfenster liegen bei circa 600 Euro. Teurer sind Kombinationen aus Holz und Aluminium. Hier müssen Sie mit Kosten von rund 700 Euro rechnen. Aluminiumfenster sind mit knapp 800 Euro die teuerste Version der Isolierverglasung.

Generell kann man sagen, dass die Preise für Isolierverglasung von der Art und Größe des Fensters abhängen. Je besser der U-Wert und damit auch die Wärmeeinsparung, umso teurer das Fenster. Dreifach-Isolierverglasung kostet im Durchschnitt circa 25 Prozent mehr als das vergleichbare Isolierglas mit Doppel-Verglasung. Auch die Montage-Kosten müssen für eine genaue Planung berücksichtigt werden.

Wer viel Wert auf seine Holzfenster legt und diese ungern durch Kunststofffenster ersetzen möchte, der hat trotzdem die Möglichkeit nur die Glasscheibe und nicht den Fensterrahmen durch eine Isolierverglasung auszutauschen. © iStock/piovesempre /iStock/piovesempre Wer viel Wert auf seine Holzfenster legt und diese ungern durch Kunststofffenster ersetzen möchte, der hat trotzdem die Möglichkeit nur die Glasscheibe und nicht den Fensterrahmen durch eine Isolierverglasung auszutauschen.

Eingebaute Fenster neu verglasen

Für Altbau-Besitzer stellt sich in manchen Fällen die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, hochwertige Holzfenster durch neue Kunststofffenster zu ersetzen. Denn das Baumaterial Holz bietet bereits von Natur aus einen sehr guten energetischen Standard. Hier gibt es die Möglichkeit, von einem Fachmann die integrierte Glasscheibe gegen eine neue Isolierverglasung auszutauschen. So kann der alte Rahmen erhalten bleiben und Sie nutzen trotzdem die Vorteile der modernen, energieeffizienten Verglasung. 

Hier finden Sie Profis in Sachen Fenster und Isolierverglasung in Ihrer Nähe:

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