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Mit Licht smarte Wohnwelten gestalten

14.02.2017 Stephan Scharf

© Klaus Sigl Lichtmanufaktur

Die richtige und stimmungsvolle Beleuchtung ist die Seele gut gestalteter Wohnräume. Klaus Sigl ist Lichtdesigner (Lichtmanufaktur SiglLicht, München), der aus Wohnräumen, Arbeitswelten oder Konzertsälen Oasen schafft, die mit ihrer Lichtstimmung begeistern. In seinen Tipps erläutert er, worauf es bei einer dezidierten Lichtplanung ankommt und mit welchen Tricks Sie Licht als gestaltendes Element raffiniert in Szene setzen können.

1. Welcher Lichttyp sind Sie?

© KS Lichtmanufaktur

Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse, die auch für die Wahl des geeigneten Licht-Konzeptes ausschlaggebend sind. Klaus Sigl unterscheidet die folgenden „Licht-Typen“:

- Typ „Ich brauche es hell“: Menschen, die Klarheit schätzen und immer alles sehen können wollen.

- Typ „Ich will keine Leuchte sehen“: Fan der indirekten Beleuchtung, der auf klare, schnörkellose Architektur steht.

- Typ „Ich will keinen Schatten“: Dieser Kunde braucht eine Lichtplanung, die durchgehend harmonisch ausleuchtet, ohne mit Schatten zu irritieren.

- Typ „Ich stehe auf Tageslicht“: Hier muss der Mix stimmen und das „Kunstlicht“ muss so gut es geht das zur Verfügung stehende Tageslicht unterstützen und bei Dunkelheit natürlich ersetzen.

- Typ „Ich will alles verändern“: Dieser Kunde will überzeugt werden von einem Konzept, das neuen Schwung in seine vier Wände bringt.

Wenn Sie wissen, zu welcher Kategorie Sie gehören, wird die Lichtplanung einfacher.

2. Steuerbares Licht – das A & O für die richtige Dosierung

© KS Lichtmanufaktur

Bei einer professionellen Lichtplanung werden alle Faktoren berücksichtigt, die baulich wie durch die Nutzung der Räume vorgegeben sind. Achten Sie vor allem darauf, dass in den zentralen Lebensräumen das Licht steuerbar ist. Dies gilt sowohl für die Dimmbarkeit als auch für Farbvariationen. Inzwischen bieten viele Hersteller Leuchten an, die mit farbigem Ambientelicht ganz besondere Stimmungen erzeugen. Teilweise sind diese Effekte mit Apps ganz bequem von der Couch aus steuerbar.

3. Der Hauseingang – Ihre Empfangs-Area

© KS Lichtmanufaktur

Das Gesicht des Hauses und die Willkommens Area für Gäste, Freunde und Lieferanten. Hier geht es um hohe Praktikabilität und natürlich um ein angenehmes Ambiente, dass demjenigen, der hereinkommen möchte, signalisiert, dass er willkommen ist. Wichtig: Hier müssen wetterbeständige Lichtkonzepte verbaut werden.

4. Drehscheibe und „Durchgangszentrum“: Der Flur

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Der Flur ist in den meisten Grundschnitten einer Wohnung oder eines Hauses die Drehscheibe zwischen den einzelnen Räumen und auch das erste und letzte, das beispielsweise Gäste sehen. Deshalb sollte diesem Raum dieselbe Wertigkeit gegeben werden wie den klassischen Lebensräumen. Dies bedeutet nicht, dass man hier dasselbe Budget aufbringen muss, oft sind es die einfachen Sachen mit wirklich großer Wirkung.

5. Zentrum des Familienlebens: Die Küche

© KS Lichtmanufaktur

Die Küche ist ein echter Arbeitsraum und oft gleichzeitig der Lebensmittelpunkt. Hier benötigt man das perfekte Arbeitslicht, aber genauso wichtig ist das atmosphärische Licht. Pendelleuchten können beides gleichzeitig und machen die Küche zum lebendigen Kommunikationszentrum.

6. Der Platz für wichtige Entscheidungen und wohltuende Begegnungen: Der Esstisch

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Der Esstisch ist der Zentralplatz für das wahre Leben: Der Ort des Vergnügens und der Beschäftigung, hier wird gegessen, gelesen, gebastelt, gefeiert und diskutiert. Eine Leuchte alleine kann den unterschiedlichen Anforderungen meistens nicht gerecht werden. Ideal ist hier ein System, das klares Licht Richtung Tischplatte und stimmungsvolles Ambientelicht nach oben abgibt.

7. Hier geht es um Erholung: Das Schlafzimmer

© KS Lichtmanufaktur

Im Schlafzimmer sollte das Licht grundsätzlich dimmbar sein. Einen echten Komfortgewinn sind Kleiderschränke mit Innenbeleuchtung. Die machen das Aussuchen der Garderobe für den kommenden Tag deutlich einfacher. Ansonsten sollten Sie auf gut dosierbare Leseleuchten achten. Und natürlich auf einen Schaltkreis, der es Ihnen ermöglicht, vom Bett aus alle Leuchten auszuschalten.

8. Wellnesscenter mit Wohlfühlgarantie: Das Bad

© KS Lichtmanufaktur

Für die stimmungsvolle, effektive Badbeleuchtung sollten Sie idealerweise einen Lichtplaner hinzuziehen. Denn die nötige Lichtdosis hängt hier von unzähligen Faktoren an. Fenster, Art der Boden- und Wandbeläge, Der Anteil spiegelnder Glasflächen. Besonders zu beachten sind bei der Planung die lichtreflektierenden Elemente wie Spiegle und Glasabtrennungen.

9. Flexibilität erhalten und clever planen

© KS Lichtmanufaktur

Achten Sie bei Ihrer Lichtplanung auf jeden Fall darauf, dass Sie sich die nötige Flexibilität erhalten. Dies gelingt, wenn Sie bei der Raumplanung viele Lichtauslässe einplanen. So können Sie die Beleuchtungssysteme optimal anpassen, wenn sich beispielsweise Ihre Möblierung grundlegend ändert.

10. LED oder Halogen: Am besten ist ein cleverer Mix

© KS Lichtmanufaktur

Bei der Technik können Sie auf Halogenleuchten oder die vielseitigen LED-Leuchtmittels setzen. Erstere begeistern durch ihr warmweißes Licht, das sofort zur Verfügung steht. Dafür sind die LEDs vielseitiger und farbfähig. Gute geplante Beleuchtungskonzepte beinhalten beide Techniken.

Mehr Informationen und Inspiration zum Thema Licht findet sich auf der Webseite des Lichtdesigners Klaus Sigl.

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