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410 Festnahmen wegen „provokanter Informationen“ zu Corona

WELT-Logo WELT vor 3 Tagen
Die türkische Regierung unter Präsident Erdogan warnt seit Tagen vor der Verbreitung von Falschnachrichten zur Corona-Krise Quelle: AFP © AFP Die türkische Regierung unter Präsident Erdogan warnt seit Tagen vor der Verbreitung von Falschnachrichten zur Corona-Krise Quelle: AFP

Hunderte Menschen sind in der Türkei festgenommen worden. Angeblich verbreiteten sie über Social-Media-Konten falsche Informationen über das Coronavirus. Die Mehrheit gehöre „Terrorgruppen“ an, so der Innenminister.

Wegen der Verbreitung „provokanter und missbräuchlicher“ Informationen über die Coronavirus-Pandemie sind in der Türkei bislang 410 Menschen festgenommen worden. In den vergangenen Wochen seien rund 1750 verdächtige Social-Media-Konten identifiziert worden, sagte Innenminister Süleyman Soylu am Mittwoch dem Nachrichtensender 24 TV.

Davon gehörten 65 Prozent „Terrorgruppen“, darunter auch verbotene kurdische Kämpfer, und Anhänger des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen. 

Gülen wird von Ankara für den Putschversuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan 2016 verantwortlich gemacht. Nähere Angaben zur Art und Weise des Missbrauchs von Informationen zum Coronavirus machte der Minister nicht.

Weltweit Verschwörungstheorien zur Corona-Krise

Die türkische Regierung warnt seit Tagen vor der Verbreitung von Falschnachrichten zur Corona-Krise. Im Internet machen derzeit weltweit Verschwörungstheorien, ungeeignete Behandlungsvorschläge und falsche Ratschläge zur Vermeidung einer Ansteckung die Runde.

In der Türkei wurden bis Dienstagabend 1872 Fälle von Infektionen und 44 Todesfälle nachgewiesen. Wie in zahlreichen anderen Ländern wurden drastische Maßnahmen verhängt, um die Pandemie einzudämmen. Schulen und Universitäten wurden geschlossen und Versammlungen zum Gebet verboten.

Das Land holte wegen der Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 rund 2700 Studenten aus europäischen Ländern wie Italien und Polen sowie aus Nord-Zypern und Ägypten heim. Das ging aus Tweets von Vizepräsident Fuat Oktay vom Mittwoch hervor. Die Betroffenen stünden zunächst für 14 Tage unter Quarantäne.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Vormittag im Fernsehen, die 2721 Studenten seien mit elf Flügen aus acht Ländern zurückgebracht worden. Unter Quarantäne stehen unter anderem bereits Tausende Staatsbürger, die von Pilgerfahrten nach Saudi-Arabien zurückgekehrt waren.

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