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Bisher stärkster Anstieg neuer Fälle in Deutschland binnen 24 Stunden

WELT-Logo WELT vor 4 Tagen
Wegen des neuartigen Coronavirus liegt das öffentliche Leben weitgehend lahm. Viele fragen sich nun, wie lange dieser Zustand dauern wird. Derweil warnt die WHO eindringlich vor dem Virus. Quelle: WELT/ © WELT/ Wegen des neuartigen Coronavirus liegt das öffentliche Leben weitgehend lahm. Viele fragen sich nun, wie lange dieser Zustand dauern wird. Derweil warnt die WHO eindringlich vor dem Virus. Quelle: WELT/

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 4995 auf 36.508 gestiegen, die der Toten klettert um 50 auf 198. Dies ist der bisher stärkste Anstieg innerhalb eines Tages.

Laut der Johns-Hopkins-Universität stieg die Zahl der Infizierten bis Mittwochabend auf mehr als 37.000 an, 206 Menschen starben den Angaben nach.

In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus über mehrere Tage leicht gesunken. Zugleich blieb die Zahl der Toten infolge der Pandemie mit 683 innerhalb eines Tages weiter hoch. Wie der Zivilschutz in Rom am Mittwoch mitteilte, verzeichneten die Behörden bei den aktuell Infizierten rund 3500 Fälle mehr als am Dienstag. Die Nachrichtenagentur AP meldete am Mittwochabend einen Anstieg von 5210 Fällen. Übereinstimmend wird berichtet, dass das Plus an registrierten Neuinfektionen leicht abflacht. Mehrere Experten mahnten jedoch, dass man erst nach einer Woche oder mehr von einer wirklichen Trendumkehr bei den Infektionen ausgehen könne.

Insgesamt registrierte Italien bisher mehr als 74.300 Corona-Fälle. Mehr als 7500 Menschen starben seit Februar in Folge des Erregers Sars-CoV-2. Italien ist in Europa das am härtesten getroffene Land. Mehr als 9000 Menschen gelten inzwischen als geheilt. Am Dienstag hatten die Behörden 743 neue Corona-Tote beklagt.

Spanien hat indes nun trotz aller Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus mehr Todesfälle gemeldet als China. Bis Mittwochmittag sei die Zahl der Toten auf 3434 gestiegen, nach knapp 2700 am Vortag, wie die Gesundheitsbehörden in Madrid mitteilten. Nach Italien ist Spanien damit das zweite Land, das China in der Opferzahl überholt hat. Dort lag die Zahl am Mittwoch bei rund 3280. Inwieweit die offizielle Statistik dort aber die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist, ist unklar.

Allein in Madrid, dem Epizentrum der Epidemie in Spanien, stieg die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden um fast 300 auf mehr als 1800. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle wurden somit in der Hauptstadt verzeichnet. Das Messezentrum Ifema und mehrere Hotels werden bereits seit Tagen als Krankenhäuser genutzt, um die Patienten überhaupt noch behandeln zu können. Wegen der vielen Todesfälle musste zudem die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert werden, weil die Bestattungsunternehmen völlig überlastet sind.

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Das RKI wertet mittlerweile auch die Fallzahlen in den einzelnen Landkreisen aus. Die meisten Fallzahlen (1.312) weist mittlerweile die Stadt München auf, es löste damit Hamburg (1.262) ab (Datenstand: 25. März, 0 Uhr). Verstorben sind bisher laut RKI weder Patienten in der Hansestadt noch in der bayerischen Hauptstadt. Überdurchschnittlich betroffen sind auch die Landkreise Esslingen (461), die Stadt Stuttgart (451) und die Region Hannover (411).

Die meisten Fälle pro Einwohnern gibt es nach wie vor in Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) mit 995 Fällen (bei 254.322 Einwohnern) und 21 verstorbene Patienten. Ebenfalls hohe Zahlen melden der Kreis Tirschenreuth (Bayern) mit 178 Erkrankten bei 72.504 Einwohnern und drei Toten sowie der Hohenlohekreis in Baden-Württemberg mit 278 Fällen bei 112.010 Einwohnern. Dort verstarben drei Menschen.

Daneben gibt es wenige Landkreise und Städte, in denen noch keine einzige Infektion bekannt ist. Laut RKI ist das in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren und in der kreisfreien Stadt Kempten (alle Bayern) der Fall. Jeweils nur eine Infektion wurde in Eisenach (Thüringen) und im Landkreis Prignitz (Brandenburg) nachgewiesen. Sonst sind alle restlichen Teile Deutschlands von Covid-19 betroffen.

Weltweit führte die Johns-Hopkins-Universität in ihrer Liste am Mittwochabend mehr als 454.390 Infektionen. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, schätzen Experten. Mehr als 20.550 Menschen sind bislang infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Die WHO stuft den Ausbruch des Corona-Erregers als Pandemie ein – also als weltweiten Ausbruch einer neuen Krankheit.

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