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Sehnsucht nach Oma: Achtjähriger bittet Polizei um Hilfe – und die antwortet rührend

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 01.04.2020 ksta
Weil der achtjährige Benjamin nicht zu seiner Oma nach Deutschland kann, hatte er eine Idee. © Patrick Seeger/dpa Weil der achtjährige Benjamin nicht zu seiner Oma nach Deutschland kann, hatte er eine Idee.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind für viele von uns hart. Doch besonders Kindern fällt es schwer, auf ihre Freunde und viele ihrer Verwandten verzichten zu müssen. Zum Schutz von Senioren raten Experten seit Wochen, dass Enkel auf Besuche der Großeltern verzichten sollten. Doch wie soll ein Kind das nachvollziehen können?

Dabei könnte alles so einfach sein, ließe sich doch die Idee eines achtjährigen Jungen aus der Schweiz verwirklichen. Weil Benjamin seine Oma so schrecklich vermisst, hat er sich mit einem Schreiben an die Bundespolizei gewendet.

Benjamin hat einen Vorschlag für die Bundespolizei

Benjamins Problem: Seine Großmutter wohnt in Deutschland und wegen der Einreisebschränkungen kann er sie im Moment nicht besuchen. Aber der Junge ist erfinderisch und hat folgenden rührenden Vorschlag:

„Liebe Forscher und Zöllner, Ich bin Benjamin, 8 Jahre alt. Ihr könnt, ein Metalldetektor erfinden, der Coronaviren findet. Damit ihr sehen könnt ob die Leute Coronavirus haben oder nicht damit die Leute über die Grenze können. Dann kann ich wieder zu meiner Oma. Viele grüsse Benjamin“

Womit Benjamin aber bestimmt nicht gerechnet hat: Die Bundespolizei antwortete dem Jungen mit einer ausführlichen E-Mail: „Lieber Benjamin, damit wir alle gesund bleiben, muss auch die Polizei gerade noch mehr arbeiten als sonst. Und auch wir können unsere Omas und Opas zurzeit nicht besuchen. Das liegt aber nicht nur daran, dass wir gerade so viel arbeiten müssen – außerdem wollen wir unsere Omas und Opas ja schützen, damit sie nicht krank werden. Deswegen halten auch wir Abstand zu ihnen. Das ist ganz schön doof für alle. Aber wir sind gar nicht so doll traurig. Denn wichtig ist, dass unsere Omas und Opas gesund bleiben“, heißt es in dem Schreiben des Bundespolzisten, der ganz offenbar ein großes Herz für Kinder hat.

„Du musst dir keine Sorgen machen“

Weiter schreibt er: „Wir können mit ihnen ja Briefe schreiben und telefonieren. Manche Menschen können sich auch mit dem Handy unterhalten und dabei sogar ein Video machen. So kann man sich wenigstens aus der Entfernung sehen. Aber wir alle hoffen natürlich, dass wir bald wieder so leben können wie früher. Und uns in die Arme nehmen können. Und als Polizist verspreche ich Dir, dass das auch wieder so kommen wird. Wir müssen nur etwas Geduld haben. Die vielen tollen Ärzte und auch alle anderen Menschen, die jetzt so viel arbeiten müssen, haben alles unter Kontrolle. Auch die Polizei in der Schweiz und in Deutschland macht alles, damit du dich sicher fühlen kannst. Du musst dir also keine Sorgen machen.

Wir haben jetzt ganz lange darüber nachgedacht, ob das mit deiner Idee so klappt. Wir finden das total klasse, dass du uns so einen guten Tipp gegeben hast. Wir wollen mal einen Arzt fragen. Weil die ja alles ganz genau wissen mit dem Virus. Aber auch dann, wenn der Arzt sagt, dass das mit dem Detektor am Ende doch nicht so ganz funktioniert: Wir sind sehr glücklich über jede Idee von dir!

Bitte bleib' gesund - und Grüße bitte auch die Oma von der Bundespolizei.“ (tis)

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