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Sondergipfel: Spahn schlägt Impf-Treffen mit Ministerpräsidenten vor

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 28.01.2021 , Reuters ,
Der Gesundheitsminister plädiert für einen Sondergipfel zur Impfstrategie. © dpa Der Gesundheitsminister plädiert für einen Sondergipfel zur Impfstrategie.

Nach heftiger Kritik an der Impfstoffversorgung strebt die Bundesregierung nun einen Sondergipfel mit den Ministerpräsidenten zu dem Thema an.

Angesichts der Kritik aus den Ländern, dem Koalitionspartner SPD und der Opposition schlug Gesundheitsminister Spahn eine gesonderte Ministerpräsidentenkonferenz nur zum Thema Impfen vor.

Kanzlerin Angela Merkel stellte sich hinter einen solchen Vorschlag von Jens Spahn. „Die Planungen dafür laufen und werden noch heute mit den Ländern abgestimmt“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag. Es werde noch mindestens zehn harte Wochen bei der Impfstoff-Versorgung geben, twitterte Spahn.

Auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) drängte auf eine schnellere Impfung will dafür bei einem Impfgipfel auch Pharmaunternehmen zuschalten. „Ziel dieser Runde muss es sein, eine gemeinsame nationale Anstrengung auf den Weg zu bringen, die Produktion und Verteilung von Impfstoff in Deutschland zu beschleunigen“, sagte der Finanzminister der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei sollten die Pharmafirmen mitsprechen. Parallel müssten überall Kapazitäten geschaffen werden, damit in kurzer Zeit so viele Bürger wie möglich geimpft werden könnten. Die Impfung sei „der Ausweg aus der Pandemie“, deshalb müsse sie „nun endlich oberste Priorität haben“, forderte Scholz.

Gipfel auch mit Pharmaindustrie

„Vertrauen in dieser Krise erhalten wir nur, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen“, twitterte Jens Spahn. „Auf diesem Impfgipfel von Bund und Ländern sprechen wir über die Lage, die Ziele, das weitere Vorgehen, auch damit Europa seinen fairen Anteil erhält.“ Auch er sei dafür, dass Vertreter der Pharmaindustrie eingeladen werden sollten.

Die EU-Kommission verhandelt weiter mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca über die Lieferung der zugesagten Impfstoffdosen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Freitag entscheiden, ob sie dem Impfstoff der Firma eine Zulassung erteilt. Er wäre nach den Präparaten von BioNTEch/Pfizer und Moderna der dritte Impfstoff in der EU.

Mehr: Vergabe von Impfterminen: Wiederholte Fehler sorgen für Unmut

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