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Spinnen die jetzt in Bonn?: Wieder Spuck-Attacke von angeblichem Corona-Infizierten

EXPRESS-Logo EXPRESS vor 1 Tag Stefan Schultz
Vier Polizisten wurden von einem Pkw-Fahrer angehustet und bespuckt nachdem sie das Fahrzeug angehalten hatten. © picture alliance / Julian Strate Vier Polizisten wurden von einem Pkw-Fahrer angehustet und bespuckt nachdem sie das Fahrzeug angehalten hatten.

Es ist einfach unfassbar. Alle sind in dieser schwierigen Corona-Zeit verunsichert und einige Idioten haben nichts Besseres zu tun, als sich daraus einen Spaß zu machen oder Mitbürger als angeblich Infizierter durch Anhusten oder Bespucken zu gefährden. Jetzt hat ein 36-Jähriger vier Polizisten bespuckt. Zuvor erzählte er ihnen, dass er aus „Heinsberg“ komme und positiv auf Corona getestet sei.

Vor der Spuckattacke wurde die Polizei Bonn alarmiert, da eine Zeugin Mittwochvormittag gegen 11.15 Uhr in Alfter-Witterschlick einen Mann beobachtete, der in seinem Kastenwagen in Schlangenlinien unterwegs war. Dabei hielt er am Steuer eine Bierflasche in der Hand.

Spuck-Attacke in Bonn: Pkw-Fahrer war betrunken

Der Fahrer geriet auch auf die Gegenfahrbahn, wodurch andere Autofahrer ausweichen mussten. Auf der Hauptstraße touchierte er ebenfalls einen anderen Pkw.

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Kurze Zeit später konnte die Polizei den Mann im Bereich des Ahrweges stoppen und dann begann die unglaubliche Aktion.

Die Beamten vernahmen deutlichen Alkoholgeruch, doch der 36-Jährige zeigte sich komplett uneinsichtig. Erst beleidigte er die Beamten, hustete sie an und dann spuckte er drauf los. Der Mann wurde kurzerhand fixiert und es ging ab auf die Wache – dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Aufgrund seines Alkoholpegels ordnete das Amtsgericht den weiteren Verbleib in der Zelle an.

Spuckattacke in Bonn: Strafverfahren eingeleitet

Die vier betroffenen Einsatzkräfte leiteten wegen des Anspuckens und Anhustens ein Strafverfahren gegen den 36-Jährigen ein. „Die Kollegen haben später das Fahrzeug gereinigt und ebenfalls ihre Unformen getauscht“, so Polizeisprecher Robert Scholten zum EXPRESS.

Eine Nachfrage bei umliegenden Gesundheitsämtern im Rhein-Sieg-Kreis sowie in Heinsberg führte zu keiner Bestätigung, dass der Pkw-Fahrer als positiv Infizierter vermerkt ist – auf freiwilliger Basis wurde ihm aber ein Probeabstrich entnommen. „Hier steht das Ergebnis noch aus“, so Scholten.

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Nachdem sich der Beschuldigte am Abend in seiner Zelle noch selbst verletzt hatte, wurde er am Donnerstag in den Mittagsstunden wieder entlassen. Ihn erwartet ein sattes Strafverfahren.

Alle aktuellen Informationen und Empfehlungen des Gesundheitsministeriums finden Sie hier.

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