Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

5G-Auktion bringt Deutschland 6,6 Milliarden Euro

SZ.de-Logo SZ.de 13.06.2019 SZ.de/dpa/reuters
Vier Unternehmen boten um die Lizenzen für das 5G-Netz mit. © dpa Vier Unternehmen boten um die Lizenzen für das 5G-Netz mit.

• Nach 497 Runden und 12 Wochen ist die längste Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen beendet.

• Der Staat nimmt deutlich mehr ein als erwartet: rund 6,6 Milliarden Euro. Die sollen in die Digitalisierung fließen.

• Am meisten hat die Deutsche Telekom gezahlt, gefolgt von Vodafone, Telefónica und Drillisch.

Die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen ist abgeschlossen. Insgesamt knapp 6,6 Milliarden Euro bezahlen die vier teilnehmenden Firmen - die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch - an den Staat, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Das ist deutlich mehr als erwartet: Fachleute sind von nur drei bis fünf Milliarden Euro ausgegangen.

Die längste Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen ist damit beendet - nach 497 Verhandlungsrunden. Mehr als 12 Wochen lang haben sich die vier Provider immer wieder überboten. Mit dem Ende der Auktion wurde ein wichtiger Meilenstein zur Einführung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) erreicht.

Die Top-Themen der MSN-Leser:

Social Media: EU nimmt Fake-Profile und Bots ins Visier

Emojis: Die wahre Bedeutung hinter den Smileys

Alexa und Co.: Überwachung durch Sprachassistenten

Bei der Mobilfunk-Auktion 2015 waren 5,08 Milliarden Euro erlöst worden. Ein Grund für den höheren Wert: Diesmal nahmen vier und nicht wie vor vier Jahren nur drei Netzbetreiber teil. Der Neueinsteiger Drillisch erwies sich als zahlungsfreudiger Mitbieter. Das Geld geht an den Bund, der es in die Digitalisierung stecken will.

Durch die Frequenzen soll die Mobilfunkabdeckung besser werden

Am meisten zahlt die Deutsche Telekom, und zwar rund 2,17 Milliarden Euro, gefolgt von Vodafone mit 1,88 Milliarden Euro und Telefónica mit 1,42 Milliarden Euro. Drillisch muss 1,07 Milliarden Euro berappen - die Tochterfirma des rheinland-pfälzischen Konzerns United Internet hat bisher kein eigenes Netz, stattdessen nutzt sie bisher die Antennen der Konkurrenz.Versteigert wurden Blöcke im 2-Gigahertz- und im 3,6-Gigahertz-Frequenzbereich. Die 2-Gigahertz-Blöcke waren deutlich teurer, da man in diesem Frequenzbereich höhere Reichweiten erzielen kann. Diese Blöcke sind allerdings erst ab 2021 oder sogar erst ab 2026 nutzbar.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sprach nach dem Ende der Auktion von einem "Startschuss für 5G in Deutschland". "Die Frequenzen sollen nicht nur für den neuen Mobilfunkstandard 5G, sondern auch für eine bessere Mobilfunkabdeckung in Deutschland eingesetzt werden", sagte Homann.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von SZ.de

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon