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Digitale Skills: Studie sieht dringenden Nachholbedarf in der Mitarbeiterqualifizierung

t3n Magazin-Logot3n Magazin 18.07.2019 Dieter Petereit
Bist du digital ready?  © Alexander Supertramp / Shutterstock Bist du digital ready? 

Personaler sehen einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte zufolge dringenden Nachholbedarf bei der Vermittlung digitaler Skills an ihre Mitarbeiter. 

Die Personaler in Deutschland sind skeptisch. Das ist eines der Ergebnisse der Human-Capital-Trendstudie 2019 der Unternehmensberatung Deloitte. Nur 34 Prozent der Befragten würden demnach ihre jeweilige Belegschaft als „digital ready“, also als bereit für die digitalisierte Zukunft, beschreiben.

Diese Zahl lässt sich noch einmal in Betriebe der Consumer-Industrien teilen, wo nur 19 Prozent ihren Belegschaften ausreichende Kenntnisse und Fertigkeiten bescheinigen, während es in Unternehmen, die wissensintensive Dienstleistungen für Kundenunternehmen (sogenannte Professional Services) anbieten, mit 43 Prozent zu einem besseren, aber immer noch schwachen Umfrageergebnis kommt. Alle anderen Industrien liegen dazwischen, also im schwachen bis ganz schwachen Bereich.

Digitale Skills wichtiger denn je

92 Prozent der Befragten sehen konsequenterweise den Auf- und Ausbau von digitalen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in ihren Belegschaften für die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen in den nächsten drei Jahren als wichtig oder sehr wichtig an. 94 Prozent der Studienteilnehmer entwickeln bereits entsprechende Aktivitäten und versuchen, die digitalen Skills der Mitarbeiter mit verschiedenen Ansätzen zu verbessern.

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Dabei liegen On-the-Job-Trainings und Selbstlern-Formate vorne, aber auch Klassenraum-Trainings oder Expertenvorträge werden genutzt.

Große Generationsunterschiede bei digitalen Skills

Bei der Bewertung der digitalen Skills innerhalb der Belegschaften gibt es deutliche Unterschiede, die sich am Alter der Beschäftigten ablesen lassen. So sind Angehörige der Generation Z weit überwiegend mit guten bis sehr guten Skills ausgestattet. Diese Beurteilung verschlechtert sich dann über die Generationen. Babyboomer sind danach überwiegend nur ungenügend bis ausreichend ausgestattet.

Mit digitalen Skills sind nicht bloß Hard Skills wie die Fähigkeit, ein Office-Programm fachgerecht zu bedienen, gemeint. Vielmehr gehören zu den digitalen Skills auch Soft Skills wie das Finden und Bewerten von Informationen, der empathische Umgang mit Personen über elektronische Kommunikationswege, die Einhaltung rechtlicher und sozialer Konventionen, das Erkennen digitaler Bedrohungen durch Viren und anderes oder das Erkennen, Vermeiden und Verhindern von unerwünschten Umgangsformen wie Cyberbullying oder Radikalisierung. Ebenso gehört in dieses Skillset auch das Bewusstsein für die eigene Online-Identität und die Kontrolle derselben durch entsprechend angepasste Verhaltensweisen.

Das ist die Struktur der Human-Capital-Trendstudie 2019

Nach Angaben der Unternehmensberatung Deloitte nahmen weltweit knapp 10.000 Teilnehmer aus 119 Ländern an der nicht repräsentativen Studie teil. Die Zahl der Teilnehmer aus Deutschland betrug mehr als 600. Der Großteil der Teilnehmer stammt mit 79 Prozent aus dem Personalbereich. 44 Prozent der Teilnehmenden aus Deutschland gehören dem mittleren Management und 18 Prozent der Geschäftsführung an.

Stark repräsentiert sind die Bereiche Dienstleistung, Konsumgüter, Energie und Ressourcen. Die Teilnehmer stammen etwa zu gleichen Teilen aus kleinen, mittleren und großen Organisationen, wobei die Definition einer kleinen Organisation bis 1.000 Beschäftigte reicht.

Deloitte erbringt vielfältige Beratungsdienstleistungen über ein weltweites Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in über 150 Ländern und beschäftigt global 286.000 Mitarbeiter.

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