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Was die zwei fundamentalen Funktionen von Facebook Spaces sind

t3n Magazin-Logot3n Magazin 19.04.2017 Luca Caracciolo
Was die zwei fundamentalen Funktionen von Facebook Spaces sind © Facebook Was die zwei fundamentalen Funktionen von Facebook Spaces sind

Auf der F8-Konferenz hat Facebook die erste soziale VR-Applikation für Oculus Rift vorgestellt. Die Virtual-Reality-Kolumne „Views on VR“ von Luca Caracciolo. 

Nach drei Jahren also macht Mark Zuckerberg Ernst mit Social VR – wobei Ernst nicht der richtige Ausdruck für das ist, was Facebook gestern auf der F8 vorgestellt hat. 

Facebook Spaces hat vor allem mit Spaß zu tun. Besitzer einer Oculus Rift können sich zu einem virtuellen Ort teleportieren und sich dort mit bis zu drei weiteren Facebook-Freunden treffen – vorausgesetzt, diese drei anderen haben auch eine Oculus Rift. Im Vordergrund der Interaktion stehen vor allem Quatsch machen, Spielereien und eben Spaß haben – Selfies aufnehmen, einfache 3D-Objekte zeichnen, 360-Grad-Fotos anschauen.

Aber wer hat schon eine Oculus Rift? Knapp zwei Milliarden Facebook-Nutzer treffen auf 300.000 Oculus-Rift-Besitzer – nein, das sind keine guten Voraussetzungen für einen Raketenstart in die virtuelle Realität. Aber Facebook hat vorgedacht und zwei sehr wichtige Funktionen in Spaces eingebaut:

Digitales Sozialleben in der virtuellen Realität

Mit Hilfe der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift können sich bis zu vier Freunde mit Facebook Spaces in der virtuellen Realität treffen. © t3n Mit Hilfe der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift können sich bis zu vier Freunde mit Facebook Spaces in der virtuellen Realität treffen.

Erstens: Spaces-Nutzer loggen sich mit ihrem Facebook-Account ein und können so direkt auf ihr digitales Sozialleben zurückgreifen. Sie brauchen sich nicht kompliziert zu einer „VR-Session“ verabreden wie in anderen Social-VR-Anwendungen oder ihre Freunde davon überzeugen, doch bitte diese spezielle Social-VR-App zu installieren. Spaces wird zu einer Art VR-Erweiterung von Facebook – die Nutzer können ihren Kram, den sie in dem VR-Space machen, in ihrem Newsfeed posten.

Zweitens: Was ist aber mit all den Menschen und Nutzern, die keine Oculus Rift besitzen? Das ist der wahre Clou von Facebook Spaces: Jeder Facebook-Messenger-Nutzer kann mit den VR-Leuten in der virtuellen Realität per Videochat kommunizieren. Das ist der Link zu all jenen Facebook-Nutzern – und das sind mehr als 99 Prozent – die eben keine Oculus Rift inklusive leistungsstarkem PC besitzen. Spannend wird zu sehen sein, wie gut das Facebook-Realitätskontinuum, das bei AR-Spielereien mit der Smartphone-Kamera (für jeden) beginnt und bei Oculus-Rift-Besitzern (Early Adopters) aufhört, zusammenwirkt und funktioniert. Ob alle Bestandteile ineinandergreifen oder eben nicht.

Zentral für dieses Zusammenwirken ist der Aspekt des Spiels. Denn Facebook Spaces ist in diesem frühen Stadium nichts weiter als eine Spielerei und auf diese Weise ein riesiges Experimentierfeld. Der Aspekt des Spieles ist aber zentral – denn in Spielen probieren sich Menschen aus, erkunden neue Welten und lernen für die soziale Realität. Kinder etwa erschließen sich die Welt in Spielen. Sie ahmen Erwachsene nach und verinnerlichen so soziale Regeln.

Facebook Spaces ist quasi der Kindergarten für die virtuelle Realität. Lasst uns anfangen zu spielen!

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